Archiv des Autors: hanfgleichstellen

Ticker: Coffeeshopkontrolle „Slow Motion“ & „Black Widdow“

Ziemlich genau 25 Stunden nach den Kontrollen im Easy Going und Heaven 69 ist der Coffeeshop „Slow Motion“ Ziel der Kontrollbehörden.

Mit 20 Beamten ist man vor Ort.

Weitere Info´s folgen, wie gewohnt, im Ticker-Stil…

19:55 (ausm Zug schreibend)
Laut dem Polizeibericht waren 30 Gäste im Slow Motion, davon 15 Ausländer, von denen wiederum 13 Gras im Besitz hatten. Der Eigner des Coffeeshops wurde verhaftet. Die Handelsware und die Ware der Ausländer wurden beschlagnahmt. Wörtlich heist es im Polizeibericht: „… verhaftet wegen dem Verdacht weiche Drogen an Ausländer (nicht Inländer) verkauft zu haben“. 5x taucht im Bericht „Ausländer“ auf. Nur in der Beispielzeile lässt sich eineindeutig auf das eigentliche I-Kriterium schliesen. In einem zweiten Fall kann man es sich mit Hintergrundwissen noch mühsam erschliesen – in den anderen drei Fällen wird keinerlei Einschränkung gemacht WELCHE Ausländer damit gemeint sind – selbst im Polizeibericht.
Laut eben diesem Bericht sind beide Kontrolltage (gestern und heute) gemeinsam von Gemeinde, Innenministerium und Polizei durchgeführt worden. Entweder lügt die Polizei… oder der Bürgermeister… wahrscheinlich aber beide. Heute noch hat Hoes den Unschuldigen getan, von der gestrigen Aktion selbst überrascht worden zu sein… und heute meldet die Polizei, das schon gestern die Gemeinde mit involviert war.

20:02
So wie es aussieht ist gerade das Black Widdow an der Reihe. (mobo)

8.44
Die Polizei hat einige Zahlen veröffentlich. Es gab vier Festnahmen: der Betreiber des Slow Motion, der Betreiber des Black Widdows und zwei Budtender. Von den
60 Kunden des Black Widdows waren 48 Nicht-Residenten (in der Polizeimeldung stand es endlich mal richtig ausgedrückt). Bei 17 von ihnen wurde Cannabis beschlagnahmt.
Die Handelsvorräte der Shops wurden ebenfalls beschlagnahmt.
Jetzt sind die Polizisten bestimmt ganz doll stolz auf ihre heldenhaften Taten. (mobo)

Kontrolle Easy Going und Heaven 69

Es ist mal wieder so weit.
Vor ca. einer Stunde ist die Polizei in zwei Maastrichter Coffeeshops „eingefallen“. Es handelt sich um das Easy Going und das Heaven 69.
Ich werde bis zum ins Bett gehen die „Augen offen halten“ und diesen Artikel bei Neuigkeiten aktualisieren.

17:24
Marc Josemanns is definitiv abgeführt worden.

17:40
Grob meine persönliche Einschätzung wie es zu dieser Aktion kommt:
Der VOCM hat heute einen Gesprächstermin mit Hoes platzen lassen – aus zwei Gründen:
1. Der Konsens des Stadtrates hält, vor dem Umzug der Shops an den Stadtrand, keinerlei Entgegenkommen an den VOCM bereit. Selbst für „nach dem Umzug“ gibt es keine Garantien.
2. Das habe ich gerade entdeckt „Geheimes Papier“. Die Eigentumsverhältnisse an dem geplanten Umzugsstandort sind so „lala“… Der Grund und Boden gehört den Shops. Die Gebäude der Gemeinde. In den Antrags- und Genehmigungsverfahren rund um diesen Standort wurden von der Stadt aus falsche Fakten geliefert. Im Genehmigungsverfahren hatte die Stadt Maastricht argumentiert alleiniger Eigentümer von allem zu sein und so bei „Overlast“ die Macht zu haben das Gelände kontrollieren zu können. Onno hat vor zwei Wochen ein nichtöffentliches Papier an den „Rad van Stat“ geschickt, in dem dieser Sachverhalt „geklärt wird“. Diesen Sachverhalt ohne den VOCM beim Rad van Stat vorzutragen ist der Versuch Onnos den Umzug Kobbesweg doch noch zu verhindern.

23:02
Marc Josemans und der Eigner des Heaven 69 sind heute die „einzigen“ Verhafteten. Zumindest die Knospenwirte wurden diesmal verschont. Gegen die Verhafteten wird Anzeige wegen des „Verkaufs an Ausländer“ erstattet. Noch befinden sich die beiden in Gewahrsam. Der Handelsvorrat wurde in beiden Fällen beschlagnahmt.

23:08
Die Ungereimtheiten rund um den Umzug in den Kobbesweg mehren sich. Alle Maastrichter Fraktionen wußten im Vorfeld der gestrigen Sitzung, das die Stadt Maastricht gegenüber dem Rad van Stat im Genehmigungsverfahren mit falschen Karten spielt und es das geheimnissevolle Schreiben gibt. Das in Anbetracht dieser Tatsache gestern eine solche Einheit im Stadtrat erzielt werden konnte – lässt schon ziemlich wilde Spekulationen zu was sich denn da hinter der Bühne abspielt?!? Der VOCM bzw. Marc Josemans haben gestern erst im Laufe der Ratssitzung von dem Schreiben und der durch die Stadt Maastricht falsch vorgelegten Eigentumsverhältnissen gegenüber dem Rad van Stat erfahren. DAS ist der Grund, warum man seitens des VOCM das heutige Gespräch mit Hoes verweigert hat. „Es sei in dem Ratskonsens keinerlei Verhandlungsspielraum – desweiteren werde ganz offensichtlich mit falschen Karten gespielt.

Tag darauf 14:40
Marc ist wieder auf freiem Fuß und umgehend zu Scherzen aufgelegt… Wow! Für einen nur einminütigen Blick hinter die Kulissen von Ivo, Onno aber auch Marc gäbe ich kalt lächelnd nen Monatslohn… ;-)

15:20
Das Easy Going und das Heaven 69 bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen. Dies ist (noch) eine freiwillige Maßnahme der Eigner. Derzeit existiert noch kein Beschluss die Laden schließen zu müssen. Die Protokolle der Vernehmungen liegen Onno bereits vor… ER entscheidet jetzt welche Maßreglung er für angebracht hält um die Verletzung des I-Kriteriums zu ahnden.
Ich glaube mittlerweile, das die gestrigen Durchsuchungen NICHT auf Onno´s Mist gewachsen sind – die Kommentare der Maastrichter Parteien (welche auch von den Kobbesweg-Fehlern wussten), auf die Durchsuchungen, lassen kaum einen anderen Schluss zu.

Polizei heute im Kosbor…

Just in diesem Augenblick wird das Kosbor von der Polizei kontrolliert.

Mehr Informationen gibt es um 21:30 noch nicht – ich halte euch auf dem laufenden, indem ich mit Zeitangabe diesen Artikel aktualisiere – um spätestens 0:00 ist, so wie gestern Schluss.

22:05
20 Beamte sind im Kosbor (60m² – viele Kunden können nicht da sein ;-) ) Eigner und Mitarbeiter (3 Personen insgesamt) werden die Nacht auf der Wache verbringen. Vor dem Kosbor stehen schon wieder applaudierende Drugsrunner.

22:15
Polizei ist jetzt weg. Dichtbij meldete 3 Personen, die Vereinigung der Maastrichter Coffeeshopmitarbeiter meldet 2 Personen.

22:18
Exakt vor 1h begann die Aktion… 12 Minuten später war KeinWietpas mit Photo dabei… Wir sind gut ;-)
Nur dichtbij war Sekunden schneller… ;-)

22:25
In 7 Onlineportalen von Niederländischen Zeitungen ist die Meldung mit 3 unterschiedlichen Texten raus. Alle Texte Gut bis Neutral. Gut überwiegt.

22:35
Ein in Maastricht studierender Pole durfte nach Kontrolle seiner Papiere mit dem gekauften Gras den Shop verlassen. Ca. 20 unbeteiligte Passanten die das beobachteten waren sich einig: „Das macht doch keinen Sinn. Wo soll das nur hinführen“
Die anwesenden Touristen, vorwiegend Wallonen, mussten ihr Gras abgeben, es wurde aber keine Anzeige erstattet oder Bußgeld verhängt.

22:53
Die Polizeimeldung ist raus. „Die Kontrolle wurde durchgeführt weil es Hinweise darauf gab, das von dort aus Gras an Touristen verkauft wird, was in Limburg verboten ist. Der Handelsvorrat wurde beschlagnahmt. Ein Verkäufer und der Chef wurden zum Verhör in Gewahrsam genommen.“

23:06
So sieht die Welt für den Besitzer des Kosbor im Moment aus. Photo was er selbst mit dem Handy aus der Zelle heraus gemacht hat – draußen sein persönlicher Bewacher.
https://i2.wp.com/www.maastrichtaktueel.nl/wp-content/uploads/2013/05/IMG_2969.jpg

23:10
Beim Polen vergessen: Ca. 5 Ingezetenen und 20 Touristen.

23:34
http://www.maastricht.vvd.nl/
Erklärung der VVD Maastricht… da bleibt euch die Spucke weg… nur die ersten Zeilen:„Haben sie sich an diesem sommerlichen 5. Mai auch wieder über die Hundertschaften von Drogentouristen geärgert? Die Parteien VVD, CDA, Senioren, … auch. Gerade war Maastricht wieder da wo es hin gehört. Aus Untersuchungen unter der Maastrichter Bevölkerung wurde ganz deutlich, das das I-Kriterium zu einer ganz deutlichen verminderung der Belästigungen geführt hat.“
Keine Sorge… vom ersten bis zum letzten Wort geht das so in einem fort! CS sofort schließen wenn übertreten usw. usf.

 

Maastrichter CoffeeshopBoote werden kontrolliert.

Um kurz nach 21:00 rückten mindestens 12 Polizeibusse aus um zumindest in den Coffeeshopbooten die Einhaltung des Einwohnerkriterium zu kontrollieren.

Die Kontrolle ist noch aktiv am laufen. Ob auch die anderen Shops kontrolliert werden weis niemand.

Wir haben 20 Minuten mit der Meldung gewartet… es kommt noch nicht mehr handfestes.

Ich bin aber sicher, das die zwei Tage ausreichend waren um die Maastrichter den Aufstand gegen Onno proben und gewinnen werden. Das war sein politisches Todesurteil.

00:00 Update:

Es wurde doch nur das Missisippi kontrolliert. Die beiden Eigner und ein Mitarbeiter wurden in Gewahrsam genommen. Der gesamte Handelsvorrat wurde beschlagnahmt. 15 Belgier waren anwesend. Ihre Personalien wurden aufgenommen und ihre Ware wurde beschlagnahmt. Der gesamte Handelsvorrat des Shops wurde ebenfalls beschlagnahmt.
Maastricht dichtbij hat einen sehr ausführlichen Bericht geschrieben, indem sehr detalliert beschrieben wird, wie während der Aktion, in Ruf- und Sichtweite der Polizei, Marrokanische Straßendealer feierten, Beifall klatschten und den abgewisenen Kunden Lauthals Gras, Koks und Heroin anboten. Desweiteren darf der KFC-Eigner mit SEHR lobenden Worten FÜR die Wiedereröffnung zu Worte kommen und versichert das VIELE seiner Kollegen mit ihm eins ist da es gut ist wenn die CS wieder offen sind.

Die Presse ist mittlerweile, quasi vollends, auf Seiten von Marc Josemanns.
07:00 Update:

Während und nach der Aktion ist ein Trupp Drugsrunner grölend und jubelnd von einem Coffeeshop zum nächsten gezogen und haben vor den Shops den „Mäckes“ gemacht und der Polizei ihren Dank ausgesprochen. – Gesicherte Info von mehreren Zeitungen.

Was ist mit Venlo – II – WICHTIG – MEGA WICHTIG!

SCHEISSE!

Ich habe den falschen Audiolink erwischt. Erklärung folgt.

!!! VENLO MACHT SONNTAG NOCH NICHT AUF !!!

Ja MIST! Sorry! Sorry! Sorry!NIE WIEDER mache ich solch eine Meldung allein aus einem Radiointerview heraus.

Peter Hendriks heist der eine… und dem gehört das Skunk… und der macht auf.
Peter Schneider heist der andere… dem gehört das Noobody´s in Venlo… und das bleibt vermutlich noch 2 Wochen zu…

Den Fehlartikel lösche ich damit keine größeren Katastropehen mehr passieren. Jegliche hinweise auf Venlo sei eventuell offen werde ich in Kommentaren entfernen.

 

Front gegen den Wietpas!

Rechtsanwalt André Beckers (Anwalt von Marc Josemans) „Coffeeshopunternehmer! Schließt euch zu einer Front gegen den Wietpas zusammen!“

Dienstag 30.04.2013, geschrieben André Beckers, Übersetzung „Hanf Gleichstellen“

 

Coffeeshopunternehmer! Schließt euch zu einer Front gegen den Wietpas zusammen!

Lasst mich mit der Tür ins Haus fallen. Meiner Meinung nach müssen die Coffeeshopunternehmer in dem Kampf gegen den Wietpas/I-Kriterium eine gemeinsame Front bilden. Die Aussprache vom 25.04 vor dem Maastrichter Verwaltungsgericht gibt, meiner Meinung nach, allen Grund dazu.

Die letzte Aussprache folgte in der Sache dem was durch die Maastrichter Coffeeshops angestrebt war. Unter aktiver Teilnahme der Presse wurden vor einem Jahr im Maastrichter Coffeeshop Easy Going Cannabis an Ausländer verkauft. Bürgermeister Onno Hoes lies darauf den Coffeeshop für eine bestimmte Zeit schließen. Gegen diesen Beschluss wurde Beschwerde und später Berufung eingelegt.

Bürgermeister Hoes hätte das Easy Going nicht schließen dürfen.

Das Verwaltungsgericht Limburg maß in der Berufung die Coffeeshopregeln der Gemeinde an dem Artikel 1 des 12. Protokolls der Europäischen Verträge zu den Menschenrechten. Der Art. 1 des 12. Protocols lautet wie folgt:
1 Der Genuss eines jeden gesetzlich niedergelegten Rechtes ist ohne Diskriminierung insbe­sondere wegen des Ge­schlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der poli­tischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status zu gewährleisten.

2 Niemand darf von einer Behörde diskriminiert werden, insbesondere nicht aus einem der in Absatz 1 genannten Gründe.

Das Gericht konzentrierte sich auf die Verhältnismäßigkeit des Einwohnerkriteriums und kam zu dem Schluss, das der Bürgermeister die Schließung des Coffeeshops nicht ausreichend begründet habe. Nach dem Urteil des Gerichts liegt es am Bürgermeister darzulegen, warum eine weniger umfangreiche Maßnahme (als das I-Kriterium) nicht möglich sei.

Die Botschaft die uns das Gericht für die Praxis mitgab war, das es eine klare Sache ist, das das Ergebnis einer solchen Überprüfung von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ausfallen kann.

Was bedeutet diese Aussprache für die Cofeeshopinhaber im Süden der Niederlande? Ich will sagen – viel.

Auf welcher Basis können die Bürgermeister in den Südniederlanden die Unterscheid nach Nationalität noch rechtfertigen? Selbst in Maaastricht, wo jahrelang die Sprache von einem massiven Coffeeshoptourismus war ist es nicht gegeben, das die Notwendigkeit zur Diskriminierung besteht. Wie ist es dann mit dem Rest vom Land? Hier bekannt unter der Fragestellung: „Was ist mit Venlo“ ;-)

Die Diskriminierung die mit dem I-Kriterium einhergeht hat selbst Belästigungen verursacht. Der Straßenhandel floriert im Süden.  Der Fluß an Kriminellen Geldern wird durch diese Maßnahmen nicht ausgetrocknet, sondern schwillt an. Das I-Kriterium hat die Kriminalität in der Summe vergrößert.

Die Ausländer, die bei geduldeten Coffeeshops ausgesperrt bleiben, sind oberhalb Limburgs weiterhin willkommen. Die BackdoorProblematik der Niederländischen Coffeshops ist nicht weniger umfangreich als vor der Einführung der modifizierten Duldungsregeln. So gesehen ist die Anwendung des I-Kriteriums Unverhältnismäßig und steht damit dem Recht entgegen.

Der Standpunkt, das ein Bürgermeister nun mal zur Durchsetzung verpflichtet sei, weil das nationale Opiumgesetz eine entsprechende Anweisung enthält, kann nicht mehr eingenommen werden. Der Nijmegener Bürgermeister Bruls hielt sich zuerst an die Vorschriften des Innenministeriums, aber nach kurzer Zeit ordnete er aus Gründen der öffentlichen Ordnung einen anderen Kurs an. Deutsche sind in den Nijmegener Coffeeshops wieder willkommen. Der Bürgermeister von Doetinchem tat selbiges.

Bürgermeister die das I-Kriterium nicht länger umsetzen möchten, können sich auf das Urteil des Gerichts Breda vom 27.01.2013 berufen. Ich zitiere:

Das Gericht weist ausdrücklich darauf hin, das die Bürgermeister auf Basis von Artikel 13b des Opiumgesetzes selbst die Befugnisse besitzen um reglementierend aufzutreten und Regeln aufzustellen. Zu Unrecht erweckt der Bürgermeister den Eindruck, er sei gehalten gewesen die Anweisungen in der Opiumgesetzgebung in seinen Regeln, übernehmen zu müssen.

Desweitern müssen wir feststellen, das im größten Teil des Landes die Anweisungen im Opiumgesetz blos als Papiertiger fungieren.
In z.B. den Grenzstädten Nijmegen, Winterswijk, Enschede, Ulft, Doetinchem sind Ausländer noch immer willkommen. Obwohl auch dort von einem Grenzverkehr, ähnlich dem im Süden, die Sprache ist. Das Innenministerium hält sich in diesen Städten an die politischen Entscheidungen der Bürgermeister.

Die großen Städte ließen von Anfang an deutlich erkennen, das sie Ausländer nicht fern halten werden. Was tut das Innenministerium dagegen? Garnichts. Kurzum, die Bürgermeister bestimmen in der Praxis ob die Regeln angewendet werden.

Nirgends wurde dort ein Coffeeshopinhaber, wegen dem Verkauf von Cannabis an Ausländer, vor den Richter gezerrt. Mit diesem Wissen, kann sich kein Bürgermeister mehr mit, trockenen Augen, darauf berufen eine Pflicht zu haben das I-Kriterium durchzusetzen.

In Limburg haben die Bürgermeister eine gemeinsame Front gebildet. Keine einzige Gemeinde durfte als „Individuum“ wieder öffnen. Man befürchtet „überflutet“ zu werden. Auf einfache Weise kann diese Furcht durch die Coffeeshopinhaber genommen werden. Wie? Dadurch, das man zusammen auch eine Front bildet und die Türen für Ausländer wieder öffnet. Zurück zu der Situation vor dem 01.05.2012.

Gehen damit Risiken einher? Ja sicher. Der Bürgermeister kann den beteiligten Shops seine Zähne zeigen und den Shop zeitlich beschränkt schließen lassen.

Die Bürgermeister, die in diese Richtung tendieren, sollten sich bewusst sein , das die Richter in Maastricht die Latte für ein solches Handeln sehr hoch gelegt haben.  Das führt dazu, das die Bürgermeister sich den Einsatz dieses Mittels gut überlegen müssen – (immerhin brauchte schon das Maastrichter Gericht von der letzten Aussprache bis zur Urteilsfindung  20 Wochen).

Wenn die Coffeeshopinhaber in Zeeland, Brabant und Limburg eine gemeinsame Front bilden, sind sie viel stärker. Dann sollte auch im Süden der Wietpas zu einem schnellen Ende kommen.

Es wurde Recht gesprochen…

Am 25.04.2013 um ca. 13:20 wurde vor dem Maastrichter Amtsgericht Recht gesprochen.

Nein, nicht wie so oft im letzten Jahr wurde das Recht gebeugt und dann geurteilt. Dieses Mal wurde lange beraten und die Urteilsverkündung Monatelang verschoben – um dann Recht zu sprechen.

Marc Josemans, Eigner des Maastrichter Coffeeshops Easy Going hat seine Rechtssache gegen die Stadt Maastricht, vertreten durch den Bürgermeister Onno Hoes, in allen Punkten gewonnen.

Ganz kurz zusammengefasst sollte die Rechtmäßigkeit der Schließung des Coffeeshops beraten werden. Nachdem sich Marc weigerte am 01.05.2012 den Wietpas einzuführen und weiterhin Touristen Einlass gewährte, wurde sein Laden auf Beschluss von Onno Hoes am 08.05.2012 für einen Monat geschlossen.
Diese Schließung war nicht Rechtens. PUNKT! Es können binnen 6 Wochen Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt werden – vor dem „Raad van State“ – was soviel heißt – das danach nichts mehr kommt. Da es nicht unüblich in NL ist, das sich die „Amtsgerichte“ bei der Urteilsfindung schon im Vorfeld mit dem „Raad van State“ absprechen… dürfe Onno es aus Prinzip bestimmt versuchen… aber wird auch da scheitern.

Was jetzt aus der Frage „Was ist mit Venlo“ bzw. „Wann macht Maastricht auf“ wird ist noch ein wenig unklar – die Ereignisse überschlagen sich etwas – bis Morgen werde ich die Sache ausführlicher behandeln  und die Einschätzungen der NL-Presse mit euch teilen.

Die Alten…

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Gestern erhielten der Ex-Minister Frits Bolkestein (VVD) und „Spuiten en Sikken“ („Spritzen und Schlucken“ – eine äußerst provokative, in Deutschland undenkbare, Drogenaufklärungssendung“), vertreten durch den Moderator Tim Hofman, den Cannabis Culture Award. Dieser Preis wird jährlich vom Amsterdamer Hash & Hempmuseum an Personen und Institutionen vergeben, die sich in einer besonderen Weise um den Hanf  verdient gemacht haben. In den vergangenen Jahren wurden z.B. Richard Branson, Jack Herer, Ed Rosenthal und viele andere mit diesem Preis ausgezeichnet.

Frits Bolkestein – ein Urgestein im liberalen Lager – fast vergleichbar mit Genscher. 1933 als Politikersohn geboren, war er von 1978 – 1999 ständiges Mitglied der 2e Kamer. Vier Jahre war er Handelsminister, 1 Jahr Verteidigungsminister, 8 Jahre Fraktionsvorsitzender bis er in der EU-Kommission Prodis die Zuständigkeiten für den Binnenmarkt, Steuern und Zollunion übernahm. Frits Bolkestein ist in der Vergangenheit ganz klar dem rechten Flügel der VVD zuzurechnen gewesen.

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Letztes Jahr erhielt Dries van Agt den Cannabis Culture Award. Zwei Jahre älter wie Bolkenstein mit ähnlicher Vergangenheit – schaffte es aber zusätzlich noch fünf Jahre Ministerpräsident zu werden. Dries van Agt kommt aus der extrem christlichen Ecke. Als erklärter Abtreibungsgegner leistete er sich in den 70ern einige Ausrutscher. Gekrönt von der versuchten Begnadigung dreier Kriegsverbrecher in dessen Zusammenhang er einmal sagte: „Auch ich bin ein Arier“

Wie können solche Menschen den Award erhalten? Stehen ihre Parteien doch entweder für Wietpas und 15%-Regel, bzw. im Fall von van Agt sogar für die Forderung die gesamte Duldungspolitik zu beenden. Bei Richard Branson, Jack Herer, Ed Rosenthal, etc. stellt sich die Frage des Verdienstes nicht – sie sind/waren die „bunten Hunde“ die jeder kennt.

Ja, „die Alten“, die „raus“ sind aus dem aktiven politischen Geschäft. Das scheint ein aktueller Hype zu  sein – hoffen wir, das er ins aktive politische Leben den Weg schafft. Bolkestein und van Agt sind irgendwie in einer Reihe mit den Größen in z.B. Breaking the taboo zu sehen. Ein politisches Leben lang ins Klo gegriffen und in der Rente dann den eigen Wahnsinn begriffen. Was ich diesen Menschen ganz hoch anrechne, ist das sie die Größe besitzen sich öffentlich hinzustellen und zu sagen: „Unsere Politik war falsch. So und so… sähe eine bessere Politik aus.“

Ich denke zwei kurze Zitate von Bolkestein und van Agt zeigen die Würdigkeit der Verleihung. (Zur Erinnerung: Sie sind 80 und 82 Jahre alt und versuchen ihre Botschaft bestmöglich zu verbreiten.)

Frits Bolkenstein:
Ich wünsche mir, das die Regierung Hasch- und Grasplantagen genehmigt und Coffeeshops verpflichtet sind ihr Gras und Hasch von dort zu beziehen.

Dries van Agt zur Regulierung der Achterdeur mittels lizenziertem Anbaus:
Wir müssen mehr Menschen für diese Sache gewinnen. Eigentlich müssten wir(van Agt & Bolkenstein) predigend durch unser Vaterland ziehen.

MEHR alte Politiker mit Rückgrat brauchen die Länder!

OrangeBud – Ein Dank an die Königin – von nur einem Coffeeshop

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Eine wirklich schöne Aktion hat sich Theo Buissink, Eigner des Coffeeshop „de vliegende Hollander“ in Groningen ausgedacht.

Am 30. April dankt Königin Beatrix ab und übergibt das Amt an ihren Sohn Alexander. Es war geplant, das zum Abschluss der Zeremonie 150.000 orange Luftballons in den Himmel entlassen werden sollen. Diese Aktion wurde mangels biologisch unbedenklicher Luftballons vom Amsterdamer Bürgermeister  Van der Laan untersagt.

Theo Buissink jedoch konnte 250 biologisch unbedenkliche Luftballons organisieren und hat diese mit dem Konterfei der Königin und dem Satz „Majesteit – Bedankt“ bedrucken lassen. Diese wird er am 30 April steigen lassen – jeder mit gut 1000 Wietsamen gefüllt.

Wir tun das, um uns bei der Königin zu bedanken. Sie hat in ihrer Amtszeit unzählige Bäume gepflanzt, und es macht mir Spaß ihr dafür etwas zurück zu geben – in Form von Hanfpflanzen. Das schöne ist, das wir jemanden gefunden haben der die Samen veredelt hat. September/Oktober werden die Buds Orange schimmern, Oranges Gras halt, Königliches Gras. Wenn die Ballons kaputt gehen wird ein Bombardement von Hanfsamen herunterfallen und tausende Pflanzen in den Gärten der Niederlande und Deutschlands entstehen lassen.

Theo Buissink hat es gut. Seine Aktion ist durchgängig legal. Luftballons, Helium, Hanfsamen – alles legal. Luftballonaktionen bis 250 Luftballons sind nicht genehmigungspflichtig.
Das ist definitiv auch eine Form von Zwangslegalisierung – wenn Theo nicht alleine wäre sondern sich die Masse der anderen Coffeeshopbesitzer dem anschließen würden.

Petition gegen Maastrichter Drugsrunner

Dichtbij hat einen kleinen Artikel gebracht:

MAASTRICHT – Zurück nach Hause mit den Runnern! Weg von der Straße mit dem Pack! So lauten die Reaktionen eines aufgebrachten Maastrichters auf der Site petieties.nl, welche an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Auf petities.nl hat ein gewisser Michael van Zeijl am vergangenen Wochenende eine Petition gestartet mit dem Ziel die Belästigungen, durch sehr aggressiv vorgehende‘ Drugsrunner welche die Stadt überfluten, zu beenden.

Der Unterschied zwischen dem was wir als Bevölkerung erfahren und den Resultaten welche die Gemeinde veröffentlicht sind astronomisch‘, ist in dem Text zu lesen. ‚Hierdurch wächst das Gefühl von Unsicherheit in der Bevölkerung und bei den Touristen die durch die Stadt angezogen werden. Um ein Signal an die Gemeinde zu senden starten wir diese Petition…  bitte unterzeichnen!‘ , schreibt Van Zeijl einleitend zu  seiner Petition. Sein Aufruf wird mit Druck via den Sozialen Medien weiterverbreitet.

Folgend der Sinnübersetzte Text:

PETITION

Wir
Einwohner und Besucher von Maastricht die sich unsicher fühlen durch die Masse an Drugsrunnern.

Stellen Fest
Wir stellen fest, das Maaastricht durch Drugsrunner von außerhalb der Stadt übernommen wurde. Durch die wachsende Zahl, sowie das aggressive und respektlose Verhalten dieser Typen ist es an vielen Plätzen in Maastricht unsicher. Die Gemeinde Maastricht ist vernarrt in ihre Art der Bewältigung jedoch wächst die Unruhe in der Bevölkerung. Wir wollen mit dieser Petition probieren es zu erzwingen, das Maastricht wieder eine Stadt wird auf die man Stolz sein kann.

Und versuchen
Wir versuchen das die Gemeinde Maastricht und Bürgermeister Hoes die Beschwerden der Bevölkerung Ernst nehmen und Aktiv werden. Der Unterschied zwischen dem was wir als Bevölkerung erfahren und den Resultaten welche die Gemeinde veröffentlicht sind astronomisch. Wir wollen wieder eine  sicher, schöne Stadt wo wir nicht belästigt werden und Drugsrunner bestraft und abgeschreckt werden.

 

Leider lässt uns Michael von Zeijl im Unklaren darüber, wie er denkt das Maastricht und Onno die Overlast am effektivsten beseitigen könnten. Erste Kommentare auf dichtbij.nl zielen aber in die richtige Richtung… „Das Problem existiert erst seit dem Wietpas…“

Das Besondere an diesen Petitionen ist, das die 2eKamer verpflichtet ist sich einem Thema anzunehmen wenn binnen 8 Wochen 300.000 Menschen die Petition unterzeichnen. Da die präzisere Definition fehlt wie das Ziel zu erreichen ist, möchte ich nicht unbedingt eine offizielle Unterstützungsaktion aufrufen… aber schaden tut eine Unterstützung bestimmt nicht. Je mehr die Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation dokumentiert wird umso besser. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung gab es 123 Unterzeichner.