Sonntagsumfrage: Vollständige Beiträge? + Preview

Das gibts doch nicht! Eine Sonntagsumfrage! Wer hätte das gedacht? Ich bin wieder aus der Reha, und wieder halbwegs im Alltag, also kann ich auch mal wieder ne Umfrage starten… Diesmal geht es um „Kein Wietpas!“ selbst. In der Ankündigung des Umzugs hat jemand den Wunsch geäussert, dass in der Startseitenansicht die Blogposts nicht mehr vollständig zu sehen sind, sondern erst nach dem Klick auf „mehr“. Dies würde für eine bessere Übersicht sorgen, wenn man mal zu älteren Blogposts scrollen will. Ich persönlich bin eher Fan von ungekürzten Blogposts, aber ich bin da durchaus bereit, Kompromisse einzugehen.

Damit ihr dann auch genau wisst, was gemeint ist, baue ich es mal hier ein! Nach dem Klick biete ich Euch mal ein paar Vorabansichten des NEUEN „Kein Wietpas!“ ! Ich hoffe, die Änderungen gefallen Euch. Es ist aber noch nicht final! Und es wird schon noch eine Zeit dauern, bis alles fertig ist!

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Sechs Coffeeshops in Maastricht öffnen wieder

Habe ich eben geschrieben: „Es gibt nichts aus den Niederlanden zu berichten“ ? L1-Nieuws hat mich sofort eines besseren belehrt, denn soeben wird gemeldet, dass sechs Coffeeshops wieder ihre Türen geöffnet haben – aber nur für Inländer.

Außer dem Rastafari House Boni, welches nicht dem VOCM (Vereinigung offizieller Coffeeshops Maastricht), angeschlossen ist, sind das Slow Motion, Missouri, Maxcy´s, Club 69 und Heaven 69 wieder für Einheimische geöffnet.

Wie der Vorsitzende des VOCM, Marc Josemans sagt, halten sich diese Coffeeshops nun an die Regeln und verkaufen nur noch an Einwohner der Niederlande.

Anfang letzten Monats beschlossen die Coffeeshops, nach einem Gerichtsurteil, das Einwohner-Kriterium nicht mehr zu beachten. Daraufhin wurden alle Cannabis-Geschäfte kontrolliert.

Ausreichend

Josemans glaubt, dass die sechs Shops ausreichend sind, um die Nachfrage zu befriedigen. Sollte dem nicht so sein, wird noch ein weiterer Shop öffnen. Mit dieser Maßnahme möchten die Coffeeshops die Straßendealer zurückdrängen.

Reblogged: Antonio Peri persönlich

Momentan tut sich in den Niederlanden offiziell nicht viel, worüber wir berichten können. Dazu kommt, dass wir mit dem Umzug alle Hände voll zu tun haben, und mobo gerade zu einer Spontandemo – Jürgen Trittin kommt zur Landesdelegiertenkonferenz in die Alfred-Fischer-Halle in Hamm, aufgebrochen ist. Dort geht es um die, vom DHV initiierte, Aktion: „Auch Grüne jagen Hanffreunde“. Daher mache ich es mal wie fefe und verlinke einfach nur auf ein Interview, dass ich dem Blog Veganarchia gestern gegeben habe. Vielleicht interessiert sich ja der eine oder andere Stammleser für die persönlichen Ansichten und Hintergründe der Autoren hier.

Hier geht´s zum Interview.

Umzug

 

 

Under construction

 

„Kein Wietpas!“ wird bald abgeschaltet. Aber keine Sorge: Zeitgleich schalte ich es woanders wieder an ;-) Ich bin aktuell dabei, mit dem Blog auf eigenen Webspace umzuziehen. Ich möchte mich damit von der Abhängigkeit des Dienstanbieters WordPress.com lösen (obwohl ich auch weiterhin ein großer Befürworter dieser Plattform bin) und auf die selbstgehostete Variante umsteigen. Ihr müsst dabei aber keine Angst haben: Fast alles wird beim Alten bleiben! Ich habe das Rohgerüst bereits installiert und es ist so gut wie gar nicht vom Original zu unterscheiden. Die URL bleibt natürlich die gleiche und alle Links werden ihre Gültigkeit behalten, sogar die alten keinwietpas.wordpress.com-Links! Und natürlich wird aus „kein Wietpas!“ dadurch kein kommerzielles Produkt, auch weiterhin werde ich nicht meine Seele (und Werbeplätze) verkaufen. Allerdings soll es auch ein paar Erweiterungen geben. Zum einem sind Coffeeshopaffine Nebenprojekte geplant (z.B. die langersehnte Coffeeshopbewertungsseite) aber es soll auch der Funktionsumfang des Blogs an sich erweitert werden. Bereits jetzt habe ich im neuen Blog ein paar schicke Plugins installiert, die das Ganze etwas runder gestalten. Ich möchte Euch hiermit im Vorfeld die Möglichkeit geben, Wünsche und Vorschläge zu neuen und veränderten Features abzugeben. Ich meine damit nicht inhaltliche Dinge, sondern rein technische.

Wenn ihr also von anderen Blogs Funktionen kennt, die Euch gefallen, wenn ihr selbst WordPress-Profis seid und bestimmte Plugins empfehlen könnt, dann nur her damit! Solche Sachen würde ich gerne im Vorfeld testen und einbauen, damit der Umzug möglichst reibungslos funktionieren wird.

Ich hoffe, ihr seid genauso gespannt und aufgeregt wie ich. Ein wenig wird es noch dauern, bis ich den „Switch“ umlege, also habt ihr noch genug Zeit, um Eure Ideen mit einzubringen!

Ich freue mich auf Eure Vorschläge!

 

Gerichtssaal-Ticker

Der Prozess in Maastricht hat begonnen. Die SBCN (Interessenvertretung der Coffeeshopmitarbeiter) twittert live aus dem Gerichtssaal. Hier die bisherigen Tweets übersetzt in chronologischer Reihenfolge:

  • Heute Rechtsstreit Coffeeshopbetreiber und Personal – neueste Nachrichten auf Twitter unter STSBCN.
  • Am Gericht Maastricht angekommen um den Prozess um die Coffeeshopeigentümer und Personal zu verfolgen.
  • Auch die Polizei ist anwesend beim Prozess.
  • Nun im Gerichtssaal
  • Der Saal ist voll
  • 7 Angeklagte vor dem Richter in einer Reihe zusammen mit Rechtsanwalt Beckers
  • 5 Richter in einer Reihe – Prozess eröffnet
  • Richter prüft die Identität der Angeklagten
  • Die Anwesenden sind die richtigen Menschen – Personalien zur Zufriedenheit überprüft
  • Die Anklageschrift wird verlesen
  • Richter beginnt die Befragung
  • Richter sagt VCOM anstatt VOCM
  • Richter verliest Presseberichte über den VOCM und Onno
  • Erklärung eines Polizisten wird verlesen – dass die Straßendealer bei der Razzia gejubelt haben wird erwähnt
  • der Polizist erklärt viele spannende Geschichten, aber wieder nicht die Richtigen
  • Richter sagt, dass fast alle Schilderungen identisch sind. Nun werden die Namen der Käufer verlesen.
  • Mississippi wird jetzt behandelt
  • 3 Angeklagte, Polizei hat die beschlagnahmten Waren untersucht – man glaubt es nicht, es waren Softdrugs
  • die Namen der ausländischen Kunden werden genannt, ja es waren viele
  • jetzt Kosbor
  • die Käufer hatten 3 Gramm bei sich
  • Auch dort waren Ausländer drin, die Kunden sind in mehreren Shops gewesen
  • Auch das Kosbor verkauft Drogen ergibt die Untersuchung, einer der Angeklagten ist unser (SBCN) Vorstandsmitglied Ilai Domenie
  • Polizei Maastricht hat viele Kunden verfolgt
  • Nun Smokey
  • 2 Angeklagte und auch hier waren es echte weiche Drogen
  • Alle Kunden hatten weniger als 5 Gramm bei sich
  • Richter befragt Angeklagte
  • Mississippi: Angeklagter weiß, dass Softdrugs verkauft werden
  • Eigentümer des Mississippi sagt, was seine Arbeit ist
  • Ilai Domenie hat das Wort über Kosbor-Personal
  • Herr Habets hat das Wort betr. Kosbor.
  • Smokey: Türsteher und Betreiber werden befragt. Betreiber regelt alles aber macht selbst nicht viel.
  • Betreiber legt Nachbar-Kriterium aus
  • Türsteher vom Kosbor hat das Wort
  • RA Andre Beckers gibt Erklärung ab
  • Personal wurd nach den persönlichen Lebensumständen gefragt
  • Betreiber vom Mississippi gibt an, nun keine Einkünfte mehr zu haben und von Ersparnissen zu leben.
  • Türsteher vom Mississippi muss für seine Frau sorgen
  • Ilai verdient jetzt X Betrag und war 9 Monate arbeitslos. Jetzt wieder arbeitslos.
  • Betreiber vom Kosbor ist froh Miete und Personal bezahlen zu können.
  • Kosbor eigenaren legt iedere maand bij en zorgt nog steeds voor personeel.
  • Türsteher Kosbor bekommt 1200 € Arbeitslosengeld und hat 4 Kinder.
  • PAUSE
  • Gerichtssaal füllt sich wieder
  • wenn jemand die zusätzlichen Polizisten in Maastricht sucht – die sitzen alle im Gerichtssaal
  • Staatsanwalt hat das Wort
  • Er spricht über das I-Kriterium. Darauf haben alle gewartet – endlich ein Urteil in einer Strafsache
  • Staatsanwalt schwitzt stark und sagt eine Grippe sei schuld und das sei kein Angstschweiß
  • Legt ein wenig aus was das niederl. Betäubungsmittelgesetz früher enthielt. Unterschied zwischen harten und weichen Drogen
  • Staatsanwalt sagt, das die Heimanbauer im Auftrag der Shops arbeiten.
  • Staatsanwalt sagt die Konsumenten sind mit schuld am illegalen Anbau.
  • Staatsanwalt sagt das das B-Kriterium weg ist. Das I-Kriterium gelte nicht allein in Maastricht, sondern in den gesamten Niederlanden
  • Coffeeshops die sich an die Duldungsverordnung (mit I.Kriterium) halten werden nicht strafrechtlich verfolgt, sagt der Staatsanwalt
  • Staatsanwalt redet über Verfahren in Breda
  • Staatsanwalt sagt, das am 5 Mai viel los war, aber die Sache nicht aus dem Ruder lief. Er war persönlich auch in der Stadt an diesem Tag
  • Er findet, dass es nun erfolgreich läuft in Maastricht. Staatsanwalt ist davon überzeugt.
  • Staatsanw. beginnt noch mehr zu schwitzen und seine Reden sind einfach zu widerlegen.
  • Staatsanw. findet, dass Hoes von ihm unterstützt werden muss – das verdient er.
  • Staatsanwaltschaft sagt, dass sie gut mit dem Bürgermeister zusammenarbeiten
  • Staatsanwalt sagt, dass Onno eine gern gesehene Person in Maastricht ist (entweder ist er ein echter VVD-Wähler oder er wohnt sehr weit weg)
  • Bürgermeister arbeitet im Auftrag des Stadtrates sagt der Staatsanwalt (stimmt das?)
  • Kameras in Maastricht werden zum Verfolgen von Personen benutzt
  • Polizisten kauften Drogen in Shops als Beweismittel – Polizei raucht nicht, sagt der Staatsanwalt.
  • Ratsmitglied aus Maastricht kommt in den Saal
  • Polizisten müssen in Prozessen nicht ihren Namen nennen, sie werden mit Nummern angegeben.
  • Dann kommen noch mehr Polizisten in den Saal (nun ist wohl niemand mehr auf der Straße)
  • RA Beckers braucht etwa 1 1/2 Std sagt der Staatsanw.
  • Schaut heute Abend auf SBCN (Batterie war leer) und auf L1 – L1 ist auch anwesen.
  • die Forderung der Staatsanwaltschaft
  • Verwalter, Betriebsleiter: 5000 € Geldstrafe oder 75 Tage Gefängnis.
  • Türsteher und Personal: 100 Arbeitsstunden oder 50 Tage Gefängnis
  • Mittagspause
  • Es geht weiter: Strafsache Wietpas/ I-Kriterium / Coffeeshops Maastsricht – Plädoyer Rechtsanwalt André Beckers (Ab hier twittert nun nicht mehr die SBCN sondern De Achterdeur)
  • Beckers: I-Krit. im Konflikt mit höherem Recht: Art 1 grondwet; EVRM; EU
  • Staatsanwaltschaft hat nicht die Befugnis. Unrechtmäßige Erweiterung des Betäubungsmittelgesetzes. Coffeeshop hilft AHOJG zu verwirklichen. NL muss sich an Schengen-Vertäge halten.
  • Um Personen zu verfolgen, die Drogen über die Grenze schmuggeln wollen, ist kein I-Kriterium nötig
  • Coffeeshop dürfen Nicht-Einwohnern keinen Zutritt gewähren, verbindliche Vorschrift – mangelhafte Gesetzgebung
  • Diese Verpflichtungen sind nicht auf die Rechtmäßiglkeit des Betäubungsmittelgesetzes zurückzuführen.
  • EU-Recht: freier Verkehr von Waren und Dienstleistungen. Und Amsterdam, Kerkrade etc. haben kein I-Kriterium – also nicht landesweit. Es wird willkürlich vollstreckt.
  • Drogenverordnung ist eigentlich Verordnung zur Volksgesundheit. Verbrechenszahlen steigen an, mehr Overlast, Oberhalb der Flüsse (Maas und Waal) mehr Besucher in dortogen Coffeeshops.
  • Nationales Bedrohungsbild 2012; die Straßendealer übernehmen den Handel. I-Kriterium im Widerspruch zum Unionsrecht Art. 112e Prtokoll EVRM.
  • Verkappte Diskriminierung! Ungleiche Behandlung. VOCM versucht weniger einschneidenden Regeln.
  • Begrenzende Regeln von den Coffeeshops VOCM selbst. Ein Plan zum Umzug an den Stadtrand ist vorhanden. Kein I-Kriterium nötig.
  • Mit Niederländischem Ausweis darf man in die Coffeeshops, auch wenn man in Belgien wohnt. Wieso I-Kriterium? Niederländer ja – Belgier nicht? Juristisch anfechtbar. Also doch nach Nationalität!
  • Bei Nicht-Einwohnern wurde die Kleidung untersucht – das wurde Niederländern erspart.
  • Druck durch Overlast bei großen Coffeeshops größer – aber B-Kriterium abgeschafft.
  • Selbst alle Ausländer nicht in Coffeeshops lassen hat wenig Einfluss auf den Export von Cannabis aus den Niederlanden.
  • Verhalten kein Anlass nur die Abstammung. Das ist Diskriminierung. Hunderte Drugsrunner aktiv. Siehe Bericht: „Schnelle Jungs“
  • Beeindruckendes Plädoyer von RA Beckers! So viel reden warum das I.Krit. / Wietpas nicht rechtsgültig ist. Prof. Brouwer wurde zitiert.
  • Rotterdam hat viele Besucher – jetzt viel mehr. Wasserbett-Effekt. Ja – siehe De Efteling; Parkoverlast! Pass nur bei Overlast.
  • Regelung nicht Verhältnismäßig und daher nicht bindend.
  • Nicht in großem Stil verkauft. Alles unter 5 Gramm. Straßenhandel Wind aus den Segeln genommen durch Coffeeshops.
  • Willkür – Zitat aus NRC Artikel. Warum Personal jetzt bestrafen? Warum nicht freie HH (kann das so schnell nicht recherchieren) wie im Rest von NL?
  • Gesetze stehen über Verordnungen. Personal muss freigesprochen werden.
  • Jetzt Reaktion von RA Beckers auf Staatsanwaltsch. Untersuchug zeigt Fehler im Bericht der StaAnw. aus.
  • Vergleich mit Strafsache Straßendealer; Forderung 15 Arbeitsstunden und Ergebnis: Richter erlegte ihm 50 € Buße auf (Anmerkung A.P.:Ich glaub ich werd Straßendealer in Maastricht –  ist ja weniger Strafe als fürs Schwarzfahren) – die Strafforderungen gegen die CS-Mitarbeiter sind viel höher
  • 10 Minuten Pause
  • Staatsanwalt reagiert auf Plädoyer Beckers – Er ist (naturgemäß) nicht damit einverstanden.
  • Staatsanwalt: Keine Verfolgung wenn Duldungsktiterien beachtet werden. Spricht über viele Missverständnisse.
  • Staatsanwalt: Gesetz und Recht bleibt in Entwicklung. Kein Vergleich mit Checkpoint. Minderjährige unter Verwaltung, aber nicht in Strafsache (etwas zusammenhanglos – aber ich übersetze ja nur, wurde so getwittert.)
  • Grenze (zu Belgien) nur 3 km von Maastricht entfernt. Ja, Regiobesucher nennen wir das Herr Staatsanwalt. Euregional doch – außer in Coffeeshops Herr Staatsanwalt!
  • Staatsanwalt hält I-Kriterium auch für DISKRIMINIERUNG, aber eine Gerechtfertigte. Verrückter muss es jetzt nicht mehr werden.
  • StaatsAnw.: Keine Rede von Willkür. Und labert über Amsterdam. Überall eine passende Argumentation. Beginnt nun über Kriminalität und Straßendealer zu reden.
  • Staatsanwalt labert wieder: Wenn 5 Gramm in einem Shop gekauft werden anstatt 3 Gramm dürfen Kunden nicht in andere Shops gehen.
  • Ja , ihr lest richtig! Daher lass und schnell zurück zur 30-Gramm-Regel gehen, lieber Staatsanwalt. Dadurch wird mehr Verkehrsdruck weggenommen.
  • StA: BGM dient dazu Verordnung StA umzusetzen. Beginnt jetzt über Urteile zu reden und bagatellisiert es. (Manche Tweets sind leider wenig verständlich)
  • StA: lokale Anweisungen wollen, dass es in Maastricht weniger wird (ich nehme an der Drogentourismus ist gemeint)Strafsache Coffeeshops Maastricht. Ha, aber der Rest von Süd-Limburg hat kein I-Kriterium.
  • Strafverfolgung von Personal heftiger als befristete Schließungen von Coffeeshops sagt RA Beckers als Antwort auf StA.
  • Verhandlung fast zu Ende: RA Beckers verliest Schlußwort der Angeklagten.
  • Schöne Worte von Stefan aus dem Coffeeshop Mississippi
  • Verhandlung um 16 Uhr beendet. Urteil folgt am: 26. Juni um 14 Uhr vor der Strafkammer Maastricht.

Ein kleines Video

Hab ich mal gemacht…


Youtube-Direktlink

Erstellt mit dem großartigen Videomaterial von JDTV

Update: Die neue Version sollte auch in Deutschland funktionieren…

Gericht erklärt das I-Kriterium zur zulässigen Maßnahme

Am 5.Juni hat das Gericht in den Haag entschieden, dass der niederländische Staat für den Zeitraum, in dem das B-Kriterium („Wietpas“) in den südlichen Provinzen durchgesetzt wurde, an die Coffeeshops Schadensersatz zahlen muss. Dieses Kriterium verpflichtete die Coffeeshops zum führen einer Mitgliederliste, da sie nun als privater Club angesehen wurden. Zur Begründung hat das Gericht angeführt, dass es auch weniger, in das Privatleben der Konsumenten, eingreifende Maßnahmen gibt, die zum selben Ergebnis führen.  Außerdem behindert die Vorschrift den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr in der EU. Aus diesem Grund ist dieses Kriterium unrechtmäßig.

Insgesamt ist dieses Urteil nur ein kleiner Erfolg für die klagenden Parteien. Das Gericht stellt nämlich in seiner Urteilsbegründung fest, dass das I-Kriterium, welches festlegt, dass nur Einwohner der Niederlande in den Coffeeshops einkaufen können, eine angemessene Lösung ist. Diese Vorschrift hat den Drogentourismus in den betroffenen Provinzen drastisch reduziert und ist deswegen eine zulässige Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen.

Immerhin, auch ein kleiner Erfolg ist ein Erfolg. Wenigstens werden die Coffeeshops für die entgangenen Umsätze in diesen Provinzen entschädigt.Die Höhe des Schadensersatzes ist noch nicht bekannt. So wie Willem Vugs vom Toermalijn in Tilburg sagt, könnte er in die Millionen gehen. Die Vereinigung der Cannabishändler hat errechnet, dass die Shops im Süden des Landes mindestens 80% ihres Umsatzes verloren haben.

Für Leute, die nicht in den Niederlanden wohnen, ist es jedoch eigentlich eine schlechte Nachricht, da der Niederländische Staat wieder einmal bestätigt bekommt, dass die Beschränkung auf die Einwohner der Niederlande eine legale Möglichkeit ist, den Zustrom an ausländischen Cannabis Konsumenten zu reduzieren.

Beide Parteien haben angekündigt in Berufung zu gehen. Minister Opstelten will erreichen, dass das B-Kriterium als angemessen erklärt wird. Der Bond van Cannabis Detaillisten sieht das I-Kriterium weiterhin im Widerspruch zu europäischem Recht.

Der vollständige Text des Urteils in deutscher Übersetzung kann nach dem „Klick“ gelesen werden. Der Originaltext wurde auf der offiziellen Seite des Gerichts noch einmal zurückgezogen. Deswegen ist er im Moment nicht mehr im Original verfügbar. Wenn es noch Änderungen gibt, wird die Übersetzung natürlich ergänzt.

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Coffeeshop Missouri öffnet wieder

Der Coffeeshop Missouri in Maastricht hat auf Facebook verkündet, dass der Verkauf ab sofort wieder täglich von 11 bis 17 Uhr weiter geht. Bevor ihr in Jubel ausbrecht: Es werden nur Einwohner der Niederlande eingelassen.
Ob es jetzt Strategie des VOCM ist, oder eine persönliche Sache des Betreibers oder einfach nur um eine Versorgungsmöglichkeit z.B. für Cannabispatienten ohne Rezept zu gewährleisten, ist konnte ich nicht herausfinden.
Für mich hat die Sache aber einen bitteren Nebengeschmack. Aber ich will jetzt niemandem etwas unterstellen.

Chronik des ersten Militäreinsatzes gegen die Hanfindustrie in den Niederlanden

TILBURG – In der vergangenen Woche wurde  mit der sogenannten „Taskforce-B5“ erstmals auch die Armee gegen einen Big Player der niederländischen Hanfbranche eingesetzt. Die große Razzia, bei der der gesamte Handelsvorrat der Grass Company aus Tilburg beschlagnahmt wurde, fand bei der Unternehmenstochter tgc trading, einem Großhandel für Coffeeshop-und Headshop-Bedarf, statt. Zur The Grass Company in Tilburg gehören neben tgc trading auch 3 Coffeeshops und weitere Unternehmen.

In Tilburg wurde erstmals die Armee gegen das legale Cannabusiness eingesetzt. Foto: Facebook/Coffeeshopnieuws

In Tilburg wurde erstmals die Armee gegen das legale Cannabusiness eingesetzt. Foto: Facebook/Coffeeshopnieuws

Die Polizei in der niederländischen Provinz Nord-Brabant jubelt und spricht auf ihrer Homepage von einem schweren Schlag gegen den organisierten Hanfanbau und einem Schaden von 60 Millionen Euro, den sie der, wie sie sagen, organisierten Kriminalität zugefügt hätten.

Erstmals Armee eingesetzt

Die Aktion in Tilburg war eine Premiere. Seit zwei Jahren wurden durch die Zusammenarbeit verschiedener Regierungsdienste (Zoll, Polizei, Militär, Steuerfahndug etc.) viele Informationen gesammelt. Auf dieser und auf Basis vorangegangenen Aktionen hat in Tilburg eine umfangreiche gemeinsame Aktion stattgefunden, schreibt die Polizei Nord-Brabant weiter.

Steuerbehörde und Polizei schätzen den Schaden für die, wie sie schreiben, kriminelle Hanfindustrie auf 60 Millionen Euro. Es wurden auch Immobilien, Autos und Bankrechnungen beschlagnahmt, sowie der komplette Vorrat an Cannabis konfisziert. Die Coffeeshops der Grass Company hatten nach dieser Großrazzia tatsächlich keinerlei Ware mehr zum Verkaufen, wie die Grass Company am Folgetag auf ihrer Website verkündete.

Unter den Verdächtigen befanden sich auch zwei Immobilienmakler, die Wohnungen und Häuser zum Anbau von Hanf für eine oder mehrere kriminelle Organisationen erworben und angeboten haben sollen. Der Erwerb von Locations ist einer der ersten Schritte im kriminellen Produktionsprozess von Hanf. In vorangegangenen Untersuchungen wurden auch Elektriker festgenommen, die diese Räume illegal mit Strom versorgt hätten.

Auf den Ein- und Ausfallstraßen von Tilburg fanden gemeinsame Kontrollen durch den Grenzschutz und die Steuerfahndung statt. Autos von Personen mit offenen Steuerschulden wurden im Gesamtwert von 155.000 € konfisziert und später wurde ein achtstelliger Betrag abgerechnet.

Auf dem Betriebsgelände von tgc trading in Tilburg-West stießen die Beamten, unterstützt übrigens durch eine Kommandoeinheit des Militärs (nicht die Marechaussee – die auch dem Militär angegliedert ist, aber eher Polizeiaufgaben wahrnimmt), auf große Mengen Haschisch und Marihuana. Daraufhin wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Weiter schreibt die Polizei von großen Produktionsstätten für Joints und andere Hanfprodukte und von einem verborgenen Raum, in dem eine große Menge Bargeld gefunden wurde.

Taskforce B5 – Organisierte Regierung

Die Task Force B5 ist ein integraler Zusammenschluss und steht für eine organisierte Regierung gegen die organisierte Kriminalität. Das Ziel ist es, gemeinsam kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, Kriminelle strafrechtlich zu belangen und kriminelle Gewinne abzuschöpfen. In der Task Force arbeiten das Justizministerium, die fünf größten Gemeinden von Brabant, die Staatsanwaltschaft, die nationale Recherche, Finanzamt, Zoll, RIEC und die Nationale Polizei zusammen, um die organisierte Kriminalität in Brabant zurückzudrängen. Die Aktion in Tilburg wurde durch das Militär und die den Zoll unterstützt.

Tarnfarben bei Razzia gegen Coffeeshop-Großhandel Foto: Coffeeshopnieuws

Tarnfarben bei Razzia gegen Coffeeshop-Großhandel Foto: Coffeeshopnieuws

Die Meldung der Tageszeitung Volkskrant las sich bereits anderes. Die Volkskrant schreibt: Die Polizei ist am Mittwochabend in einer großen Aktion gegen die, wie die Polizei sie nennt, „Hanfindustrie“ vorgegangen. An der Razzia arbeiteten hunderte Kriminalbeamte mit. Die Polizei veranstaltete Razzien an Orten, wo sie Hanfanbau vermuteten. Auf den Ausfallstraßen fanden ebenfalls Kontrollen statt.

Im Anwesen von tgc-trading fand die Polizei eine, wieder von der Polizei so genannte, „Hanffabrik“. Tgc trading, eine Tochter der Grass Company ist ein Großhandel für Tabak, Raucheraccessoires, Wasserpfeifen, Kleidung, Getränke und Süißigkeiten. Es wurden 10 Mitarbeiter festgenommen, darunter neun Frauen.

Ein Sprecher der Brabanter Coffeeshopkette „The Grass Company“, wozu tgc-trading gehört bestätigte, dass die Task Force auch in zwei Coffeeshops der Kette in Tilburg war. Die gesamten Vorräte der Gras Company wurden beschlagnahmt.

Krieg gegen gute Coffeeshops

Am folgenden Tag zitierte Omroep Brabant den Anwalt der Grass Company, Rob Milo, der die Großrazzia als „Kriegserklärung an die guten Coffeeshops“ und „pure Zeitverschwendung“ bezeichnete. Er ist verärgert darüber, dass die Task Force mit einer so massiven Machtdemonstration versucht ein geduldetes System lahmzulegen.

„Justiz und Polizei wissen seit der Razzia bei der Grass Company in Den Bosch 2011 präzise wie die Kette ihre Ware bezieht. Sie hätten bereits zwei Tage danach auch in Tilburg einmarschieren können.“

Wie Milo sagt, ist tgc trading eine Tochterfirma der Grass Company. Die Coffeeshops der Kette werden durch tgc trading bevorratet. „Das weiß die Polizei und dort wurden höchstens Vorräte für drei Tage gefunden. Da kann es sich um einige Kilos handeln, aber das weiß ich nicht und ich möchte nicht spekulieren. Allerdings ist Hanffabrik keine treffende Beschreibung.“

Aktion liefert keine Beweise

Schon 2011 meldete die Polizei die Beschlagnahme einer großen Menge Cannabis – letzlich stellte sich heraus, dass es um 250 Gramm ging. Und auch bei der großen Aktion in Tilburg konnten sich bislang wohl keine der großen Vorwürfe erhärten, wie Coffeeshopnieuws abschließend meldete.

Die Aktion trägt die Handschrift von Justizminister Ivo Opstelten (VVD). Auch Brabant ist eine der drei Provinzen, die sich die VVD für ihre rückwärtsgewandte Drogenpolitik ausgewählt hat. Nachdem er in Limburg durch seinen Statthalter Onno Hoes Krieg gegen die Coffeeshops führen lässt, hat er in Brabant nun erstmals ein Großaufgebot samt Militär gegen eine sehr professionelle Coffeeshopkette und Großhandel eingesetzt. The Grass Company und tgc trading sind den Konservativen ein Dorn im Auge, da sie wirtschaftlich sehr erfolgreich sind und seriös auftreten. Da muss das Image natürlich beschädigt werden indem man diese Geschäftsleute als organisierte Kriminelle bezeichnet und die ganze Stadt Tilburg zur Ausnahmezone gemacht wird.

DEA 24

Juhu! Da ist die neue DEA! Diesmal für mich das letzte mal aus dem Reha-Studio Bad Sassendorf, denn seit heute bin ich wieder zuhause! Ich freue mich über Euer Feedback, denn diesmal habe ich was ganz anderes gemacht als sonst. Ausserdem komme ich sogar zwei mal vor! Wow! Also schnell schauen, sharen und glücklich werden!


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