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Kurznachrichten #4

Oft sammelt sich einiges an Nachrichten an, so dass wir mit dem Veröffentlich nicht mehr nachkommen.
Daher mal wieder in aller Kürze und garantiert Maastricht-frei…

In den Gemeinden Oldenbroekund im benachbartem Hattem in Gelderland wird es keinen Coffeeshop für die 22.000 und 11.000 Einwohner geben. Anträge wurden von den Gemeinden abgelehnt.

In Den Bosch hingegen kann es gar nicht genug Shops geben. Die Gemeinde prüft jetzt im Stadtrat, ob Lizenzen für 3 zusätzliche Shops vergeben werden sollen. Geht doch!

Die Bürgermeister von Heerlen (Paul Depla, PvdA), Roermond (Peter Cammaert, CDA) und Venlo (Antoin Scholten, VVD) wollen jetzt gemeinsam eine Lösung ausarbeiten, um einen Gemeindeanbau für die Coffeeshops zu ermöglichen.

Die beiden Coffeeshops in Sittard, Skunk und Relax, werden umziehen. Ausnahmsweise sind die Gründe dazu mal nicht Cannabisfeindlicher Natur, es wird ein Umbau der Gegend geben und auch andere Geschäfte werden umziehen müssen. Beide Shops finden ihr neues Zuhause am Stationsplein. Dazu wird bei der 350m-Regel ein Auge zugedrückt.

Der Coffeeshop ‚t Geeltje in Dordrecht (Südholland) verliert seine Lizenz. Bürgermeister Arno Brok entzog sie dem Shop, weil es wiederholt zu „Overlast“ kam. Gibt es eigentlich noch Kneipen in der Gemeinde??

Hoffentlich ganz schnell veröffentlich unser Antonio ein Bericht über die Ereignisse in Tilburg.
Gell, Herr Peri? ;-)

Diverse Nachrichten 6

Ich war für ein paar Tage in Amsterdam und konnte mich so nicht um das Blog kümmern. In der Zwischenzeit sind einige News reingekommen, die ich hier mal kurz anschneiden will:

  • Zwei weitere Coffeeshops in Maastricht geben auf: Die beiden Shops „Mississippi“ und „Missouri“ werden ab dem 01.Oktober ihre Pforten schliessen. Inhaber Stephan Korsten hat diesen Zeitpunkt mit seinen Mitarbeitern ausgehandelt, um ihnen einen leichteren Berufswechsel zu ermöglichen. Hoffnung sieht er noch in einem Politikwechsel im September. Ansonsten bleibt es bei der Schliessung.
  • Coffeeshop „Miami“ in Rotterdam für 3 Monate geschlossen. Weil bei einem Gast eine kleine Menge harter Drogen gefunden wurde, hat der Stellvertretende Bürgermeisterin Jantine Kriegs (PvdA) gemäß den Regeln den Shop dicht gemacht.
  • Die Bürgermeister Groningens sind gegen den Wietpas. Dies teilte der Bürgermeister der Stadt Groningen, Peter Rehwinkel (PvdA) auch im Namen vieler anderer Bürgermeister der nördlichen Provinz mit. Er forderte das Justizministerium dazu auf, die weitere Umsetzung des Wietpas zu stoppen. Aber es gibt auch andere Meinungen in Groningen: Arno Drok, Bürgermeister der Stadt Dordrecht und Mitglied der VVD, hat ja den Wietpas als Einziger in Groningen bereits vorzeitig am 01.07 eingeführt.
  • Coffeeshop-Betreiber unterstützen die SP: Die Socialistische Partie erlebt momentan in den Wahlumfragen einen merkbaren Aufwind. Grund ist auch die Unterstützung durch viele Coffeeshops, denn die Partei hat die Abschaffung des Wietpas und eine vernünftigere Drogenpolitik zu einem ihrer Wahlkampfziele erhoben. Und mal ganz ehrlich: Harry van Bommel hat nicht nur einen niedlichen Namen, er sieht auch irgendwie echt sympathisch aus ;-)

Heute weitere Wietpas-Einführungen

Wir haben es hier bereits vor einiger Zeit angekündigt, nun ist es soweit: Neben den bisherigen Provinzen wurde heute der Wietpas auch in Dordrecht (Groningen) und Hoofddorp (Noordholland) eingeführt. Wir können uns wohl alle denken, wozu das führen wird: vermehrter Inlandsdrogentourismus und Strassenhandel. Wird man in den nächsten Tagen wohl auch lesen können.

Coffeeshops in Dordrecht werden geschlossen

Nachdem die Stadt Dordrecht in Südholland beschlossen hat, den Wietpas dort vorzeitig einzuführen (ich berichtete) kommt jetzt der nächste Hammer: Bürgermeister Arno Brok (VVD, was sonst…) möchte in den kommenden Monaten 3 der 7 Coffeeshops schliessen. Einer musste bereits im letzten Jahr geschlossen werden, es waren also ursprünglich acht. Sie würden nicht die Bedingungen einer Lizenzverlängerung entsprechen. Und zwar, weile es angeblich wiederholt zu Belästigungen im Bereich der Shops gekommen sei. Vielleicht muss er die Läden aber gar nicht schliessen, denn der Wietpas könnte ohnehin dazu führen, dass die Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können.

Brok betone ausserdem, dass pro 20.000 Einwohner ein Shop ausreiche. Laut Wikipedia hat Dordrecht allerdings 118.000 Einwohner. Entweder habe ich in Mathematik nicht aufgepasst, oder er nicht…

Übrigens steht der Mann unter starker Kritik, es ist also nur eine Frage der Zeit, bis er zum Glück abgesägt wird…

Dordrecht führt Wietpas ein

Nachdem vor kurzem die Stadt Hoofddorp in der Provinz Groningen bekannt gegeben hat, dass der Wietpas vorzeitig eingeführt wird (ich berichtete) hat jetzt auch Dordrecht in Südholland verkündet, dass sie ab dem 01. Juli den Schwachsinn ihren Bürgern, Coffeeshops und Touristen aufbürden werden. Betroffen sind sieben Coffeeshops und 118.000 Einwohner.
Entgegen den offiziellen Regeln der neuen Drogenpolitik soll aber die Anmeldung in mehreren Shops möglich sein. Dies könnte natürlich dazu führen, dass sich insgesamt weniger Leute einen Wietpas besorgen können, da ja nur 2000 pro Shop möglich sind. Aber die Erfahrung hat eh gezeigt, dass es schwer wird 2000 Leute davon zu überzeugen bei dem Unsinn mitzumachen.