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Weitere Limburger Coffeeshops öffnen sich

Obwohl es momentan in Maastricht reihenweise Polizeirazzien gibt (heute noch die letzte), haben jetzt weitere Shopbetreiber in Limburg beschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen und öffnen ihre Coffeeshops jetzt wieder „offiziell“ für Ausländer.
Bislang haben sich offiziell Roermond und Sittard emanzipiert, Maastricht bekanntlich teilweise (nur Deutsche und Begier). In den anderen Gemeinden der Umgebung war alles etwas unsicher. Zwar lockerten einige Shops bereits ihre Regeln und ließen gelegentlich wieder Ausländer kaufen, manchmal aber auch eben nicht. Außerdem ließen manche Shops zwar Einkäufe zu, aber der Aufenthalt wurde nicht geduldet.
Mit dieser Ungewissheit soll jetzt Schluss sein: In Geleen, Weert, Heerlen und Kerkrade sind jetzt wieder alle volljährigen Gäste willkommen, unabhängig von deren Nationalität und Wohnsitz.
Es sollte allerdings bedacht werden, dass auch hier die Regelung nicht offiziell von der Gemeinde abgesegnet wurde. Polizeirazzien und verstärkte Kontrollen sind auch dort möglich! Allerdings dünnt Onno Hoes ja gerade für seine (persönliche) Schlacht die Polizeieinheiten in der Umgebung aus, so dass die verbleibenden vielleicht besseres zu tun haben werden…
Die Aktion wurde offiziell von Marc Josemans Anwalt André Beckers bekannt gegeben.
Der Mut der Betreiber angesichts der Situation ist bewundernswert und keine Selbstverständlichkeit.
Eine Frage allerdings bleibt: Was ist mit Venlo? Warum halten sich das Nobbes und Co. so bedeckt?
Ich hoffe, dass wir da bald auch endlich Antworten bekommen…

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Limburg, die Hochburg der Diskriminierung?

drei-affen

Kurz vor dem Wochenende des Jahres kommt noch eine Hiobsbotschaft aus Limburg. Die acht Bürgermeister der „Coffeeshopgemeinden“ in Limburg haben sich gestern getroffen, um das weitere Vorgehen in der Provinz zu besprechen. Teilgenommen haben die Bürgermeister der Städte:

  1. Maastricht (Onno Hoes – VVD)
  2. Venlo (Antoin Scholten – VVD)
  3. Roermond (Henk van Beers – CDA)
  4. Sittard/Geelen (Sjraar Cox – CDA)
  5. Heerlen (Paul Depla – PvDA)
  6. Weert (Wim Dijkstra – PvDA)
  7. Kerkrade (Jos Som – CDA)
  8. Venray (Hans Gilissen – PvDA)

Da die Overlast in den letzten Monaten stark zurück gegangen (!) und der Ausschluss der Ausländischen Gäste ein voller Erfolg gewesen sei, wollen die Bürgermeister weiter an dem I-Kriterium festhalten. Ich frage mich an dieser Stelle, was mit den Meldungen von vor einigen Wochen war, das sich die Overlast verdoppelt habe.  Von den Beschwerden liest man in der letzten Zeit extremst wenig, was mir persönlich auch schon aufgefallen ist.

Eine kleine Eisnchränkung gibt es: „…sollte durch das Gericht nichts anderes Entschieden werden“. Somit ruht nun alle Hoffnung für das Drei-Länder-Eck auf Marcs Prozess. Wie die Chancen stehen, hier ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen wissen wir alle. Wenn nicht ein „Wunder“ geschieht können sich unsere Aachener sowie Mönchengladbacher Freunde auf weites Reisen einstellen. Sollte die 15% Regel in Kraft treten, lohnt sich die Reise bald sowieso nicht mehr.

Cannabem liberemus!

„The Post“ zeigt Scheitern des Wietpas

Ja, Micha und wilde13, ich hatte es gestern noch gesehen, habe aber nicht sofort die Sprengkraft des Artikel erkannt. War nicht mehr so ganz nüchtern ;-)

Das niederländische Nachrichtenmagazin „The Post Online“ titelte in einem Artikel groß: „Beweis: Das Scheitern des Wietpas, nun auch in Süd Limburg“ Zwar ist es leider (noch) keine Benachrichtigung über das komplette Ende der diskriminierenden Politik im Süden des Landes, aber der Artikel wird die Politik dazu zwingen, darauf zu reagieren.

Dem Nachrichtenmagazin wurden mehrere Diagramme zugespielt, die die Meldungen zur „Overlast“ in den Gemeinden Maastricht, Venlo, Venray, Roermond, Sittard-Geleen, Weert, Heerlen und Kerkrade 2011 mit denen von 2012 vergleicht. Ab Mai 2012 (Wietpaseinführung) gab es überall einen sprunghaften Anstieg, der dann zwar abflachte aber in den meisten Gemeinden stets über dem Vorjahresstand war.

Die Diagramme zeigen eindeutig, dass der Wietpas (und später das I-Kriterium) sein Ziel völlig verfehlt hat: Die Overlast hat zugenommen und der „Drogentourismus“ bleib erhalten. Ich denke mal, die Politik muss sich jetzt einigen unangenehmen Fragen stellen und: Handeln!

Vielleicht solltet Ihr schonmal das Ergebnis der letzen Sonntagsumfrage anschauen. Die Sitzung in Venlo dürfte sehr spannend werden…

PvdA „Som kann die Handhabung stoppen.“

Ich komme nicht nach mit dem Übersetzen… Bei der Suche nach dem, was ich jetzt eigentlich „präsentieren“ wollte stach mir diese Meldung des „de Limburger“ noch ins Auge. Ich freue mich sehr, das auch aus Limburg wieder kontinuierlich hoffnungsvollere Nachrichten zu vermelden sind.

 

PvdA „Som kann die Handhabung stoppen.“

Bürgermeister Jos Soms geht zu Unrecht davon aus, das er die Handhabung des Einwohnerkriteriums in Coffeeshops nicht stoppen könnte.

Das sagte Sander Gorissen (PvdA) im Kerkrader Rat. Som lies während einer Ratssitzung letzte Woche wissen, das er keine Priorität darauf legen wird die Einhaltung dieser Regel, das Coffeeshops allein für Einwohner der Niederlanden zugänglich sind, zu kontrollieren. Gleichzeitig sagte er aber, das er diese Regel handhaben muss. Gorrissen sagt, das dies laut Rechtswissenschaftlern überhaupt nicht verpflichtend ist.

 

Es ist schon ein klein wenig bemerkenswert, das der „de Limburger“ so wertneutral über das Thema berichtet! Die Lesermeinungen zu den „umfallenden“ Limburger Bürgermeistern, ersichtlich z.B. in diesem Artikel, gehen noch sehr sehr weit auseinander – viel weiter wie im Gelderland. Das Süd-Limburg ein bischen „das Bayern“ der Niederlanden ist merkt man da leider schon.

Im Süden wächst der Widerstand

Na, noch auf die Schnelle… weil es gut tut. Eine nackte Übersetzungsarbeit.
Der de Limburger von heute.
Der de Limburger ist politisch DEUTLICH weiter rechts anzusiedeln wie der de Gelderlander.
Eigentlich habe ich viel wichtigere Nachrichten in Arbeit. Viel wichtiger für mich, viel wichtiger für alle denen legales Gras in ganz Europa mehr am Herzen liegt wie offene Coffeeshops in einem „fremden“ Land… GANZ spannende Zeiten sind in den Niederlanden angebrochen! Aber auch das hier ist ne wirklich taffe Nachricht.

Handhabung des Wietpas hat keine Priorität

Die Gemeinden Heerlen und Kerkrade wollen so schnell wie möglich weg von dem Wietpas. Vorläufig handhaben beide Gemeinden das sogenannte Einwohnerkriterium für Coffeeshops, aber das kontrollieren bekommt keine Priorität

Der Kerkrader Rat will weg vom Wietpas und dem I-Kriterieum, durch welches der Zugang zu Coffeeshops Einwohnern der Niederlanden vorbehalten ist. Ein Antrag der PvdA dies zu streichen bekam diese Woche die Zustimmung aller Parteien ausser von der CDA.
Bürgermeister Jos Som teilt den Standpunkt des Rates. Sagt aber, das er das Recht aktuell handhaben muss. „Da steht nunmal, das Coffeeshops allein für Einwohner der Niederlanden zugänglich sein sollen. Das ist mein Dilemma.
Heerlen hat drei Coffeeshops, Kerkrade zwei. Die Coffeeshops zogen in der Vergangenheit viele Deutsche Kunden an.
Die Niederlanden führten im Mai 2012 den Wietpas in den drei südlichen Provinzen ein. Coffeeshops wurden ab diesem Moment geschlossene Clubs mit ausschließlichem Zugang für Einwohner der Niederlanden die Mitglied des Clubs waren. Die Maßnahme stiess auf viel Widerstand; feste Mitglieder schrieben sich kaum ein und ausländische Kunden probierten auf illegale Weise an Drogen zu kommen. Anfang Januar wurde das Clubkriterium durch Minister Opstelten abgeschafft. Das Einwohnerkriterium besteht immer noch. Ein falscher Beschluiss meint Som. „Der Minister sagt das wir lokale Maßarbeit liefern müssen. Was ist das?  Ich finde man kann nicht sagen, das es ein Gesetz gäbe, welches es Wert wäre lokal ausgeführt zu werden. Das ist ein Minister der gar nicht da sein dürfte.
Sein Heerlener Kollege Paul Depla spricht von absurden Regeln. „Es ist eine große Farce, eine große Schande was der Minister gemacht hat. Es ist nahezu unverständlich, denn die ganzen Niederlanden haben das Gesetz mittlerweile begraben. Nur wir in Süd-Limburg laufen noch hinter einem Gesetz her an welches der Minister selbst nicht mehr glaubt.

Hmm… habe ich nicht gesagt, das der Süden bröckeln wird und Ivo´s Rückhalt auch dort noch schwindet? Wer immer gut aufpasst, wird festgestellt haben, das Paul Depla „umgefallen“ ist. Vor kaum zwei Wochen hat der noch Töne abgelassen bei denen einem schlecht werden konnte. Das ist das Ergebnis der „Limburger-Ruhe“. Limburger sind wie Bayern. Die Limburger Bürgermeister haben sich jetzt gegenseitig ohne Onno mal beim Bierchen ins Sofa gepupst und beschlossen dem Ivo und Onno doch öffentlich zu sagen das ihre Politik auch im Süden gescheitert ist. Das direkt so klare und wahre Töne auf den Tisch kommen verdeutlicht den immensen Machtverlust den Ivo sich an mehreren Fronten eingefahren hat.

Bevor ihr jetzt überstürzt nach Heerlen, Kerkrade oder Eygelshoven fahrt. Ich habe angerufen. NOCH ist ZU – aber man ist sehr zuversichtlich… – Logo! Sind ja auch zwei taffe Bürgermeister am Werk!

Moties der PvdA in Venlo und Kerkrade

Dieser Artikel ist mehr oder weniger als Folgebeitrag dieser Artikel zu Venlo und zu Kerkrade zu sehen.

In Kerkrade ist es ganz einfach. Eine Eil-Motie in Sachen I-Kriterium hat es gestern nicht geschafft behandelt zu werden – man hatte es auch nicht versucht! So wie ich es verstehe, muss eine „Eil-Motie“ nur als eilig zugelassen werden – wenn der Bürgermeister es eilig findet…  (Irgendwie sind niederländische BM kleine Kaiser ;-) Immer mit den 1000 Plaketten um den Hals – Hammer in der Hand – krass!
Der festgelegte Termin an dem die Motie vom Gemeinderat Kerkrade sicher behandelt wird ist der 27.02.2013. Da findet die nächste Beschlussfähige Gemeinderatssitzung statt.
Den genauen Text der Motie gibt´s hier.

Inhaltliche Zusammenfassung der Kerkrader Motie hier.

Anfänglich wird die Landesweite Situation seit dem 01.05.2012 bis zum 23.01.2013 (Bruls macht Nijmegen “auf”) beschrieben und ein wenig mit der lokalen in Kerkrade vermischt.
Dann folgt:

Die PvdA stellt darum folgendes fest:

AUFGRUND
– Das die Gemeinde Kerkrade ab dem 01.05.2012 das I-Kriterium hanhabt;
– Die Situation vor Einführung des Kriteriums, mit 3 CS und den, in Überlegung mit der ganzen Region, gewachsenen Regeln, unter Kontrolle war;
– Es gibt Zeichen, das die (Drogen)Belästigungen in Keerkrader Wohngebieten seit der Anwendung des I-Kriteriums gestiegen sind.
– Das dies eine unerwünschte Situation für die Sicherheit der Bürger und Gäste unserer Gemeinde ist.

WIRD DER BÜRGERMEISTER ERSUCHT:
– Die Handhabung des I-Kriterium sofort zu stoppen;
– Das so schnell wie möglich mit den verfügbaren und adäquaten Kommunikationsmitteln deutlich machen, damit die neuen Regeln der Gemeinde Kerkrade den Bürgern und Gästen vollkommen verständlich sind.
– Den Rat nach der Sommerpause über die gemessenen und gefühlten Effekte des Handhabungsstops zu informieren.

Auf Seite zwei wird stark auf den “Verfahrensweg” und die Begründung von Bruls beim Wiedereröffnen von Nijmegen eingegangen.

Auf Seite 3 wir der Limburger zitiert inwieweit der Strarssenhandel zugenommen hat.
und Die Epicurus Stiftung zitiert – welche das Strassenhandelsproblem untersuchte.

In Venlo ist zu befürchten, das die Eiligkeit der Motie ebenfalls VOR der eigentlichen Ratssitzung negiert wurde und somit innerhalb des Streams zur Sitzung in keinem Wort erwähnt wird. Ich habe bereits eine Mail an Hay Janssen geschrieben um herauszufinden wie es denn konkret weiter geht – auch nach 2,5h leider noch keine Antwort – die reiche ich nach wenn sie kommt. Der Venloer Gemeinderat tagt, beschlussfähig, ebenfalls am 27.02.2013 das nächste mal. Am 06.02.2013  gibt es eine „bildende“ Ratszusammenkunft und am 20.02.2013  eine „urteilende“ am 27.02.2013 dann die „beschließende“. Leider laufen die Links auf der GemeindeSite noch ins Leere, so das keine Tagesordnungen einsehbar sind.

SOOOOO VIEL RUHE plötzlich wieder um die Moties der Pvda! Auf den Sturm der folgt bin ich SEHR gespannt…! Irgendwas ist in Limburg im Busch! Das ist nicht typische NL -Politik! Wenn Parteien in der Öffentlichkeit Moties ankündigen und dann kommt SOFORT NIX weiteres mehr – finden entweder Geheimverhandlungen statt oder es fließen enorme Summen… aber das eine öffentlich vorgetragene Motie in dieser Art wieder verschwindet (auch aus den NL-Medien) ist nicht normal und fast schon ein wenig gespenstisch ?!?

PvdA Kerkrade fordert Abschaffung des I-Kriteriums

Kerkrades Wappen

Kerkrades Wappen

Bevor ich damit angefangen habe, mich intensiv mit niederländischer Politik und Geographie beschäftigen zu „müssen“ hatte ich zugegebenerweise noch nie etwas von dem Städtchen Kerkrade in Limburg gehört. Doch mit der Zeit musste ich lernen, dass scheinbar der halbe Aachener Raum dorthin zu fuss gegangen ist, um im Downunder einen Joint geniessen zu können. Doch seit dem Mai letzten Jahres war dies vorbei und die Strecken wurden etwas länger..

Jetzt gibt es einen Antrag (Motie) der örtlichen PvdA, die nach den „Burgerbelangen“ (9 Sitze)  zweitstärkste Kraft im Gemeinderat darstellt (mit 8 von 29 Sitzen), der ein Ende des „I-Kriteriums“ fordert. Durch dessen Einführung als Nachfolger des Wietpas sei die Overlast angestiegen, es sei also genau das Gegenteil des ursprünglichen Ziels eingetreten.

Wie groß die Chance ist, dass der Antrag angenommen wird, konnte ich leider nicht herausfinden, allerdings wäre ein Alleingang Kerkrades in der Region doch recht gefährlich, da die 47.000-Einwohner-Gemeinde damit die nächstgelegene Stadt mit freien Coffeeshops für den halben Kontinent wäre.

Bürgermeister Jos Som (CDA) hat bereits schon vor Jahren ein Ende des Drogentourismus gefordert. Ob sich seine Meinung durch die steigende Strassenkriminalität geändert hat wird sich sicher schnell zeigen.

Natürlich würde es auch ein Zeichen für Limburg setzen, und ein weitere Dominostein würde nach Nijmegen gefallen sein.

Wie auch immer, das Ergebnis und dessen Folgen sind sehr spannend.

 

Ein Sonntag in Südlimburg

Wie angekündigt habe ich meine Runde gemacht und bin in allen Coffeeshops Südlimburg´s gewesen. Ich bringe euch ernüchternde Erkenntnisse und ein längeres Gespräch mit.

Vorab:
Alle Shops zwischen Maastricht und Roermond (die beiden Städte habe ich nicht gecheckt) sind für nicht in den Niederlanden wohnende Personen NICHT zugänglich. Meine Niederländischkenntnisse oder/und freches Auftreten inkl. der Behauptung ich wohne in NL hätte nur keinen GBA (ich habe einen deutschen Personalausweis OHNE Wohnorteintrag) dabei, halfen nicht auch nur ein einziges Gramm zu erwerben und im Shop konsumieren zu können.

Aber:
In einen Laden bin ich dann doch gekommen und das lohnt definitiv einen Artikel daraus zu machen. Den Namen und Ort nenne ich nicht, der Besitzer möchte das nicht.

Ich war ca. 15min. zu früh und habe mich in Sichtweite des Shops unauffällig zum Warten platziert. Nach 5 Minuten kam ein „älterer“ Mann (~60) und will in den Laden. Tür zu – blick auf die Uhr – einmal rund drehen – den Punkt wo ich saß fand er dann auch zum Warten am besten und so kamen wir ins Gespräch…
Er ist SOOOOO froh, das der Wietpas durch das I-Criterium ersetzt wurde und er endlich wieder nach Belieben im Shop sitzen darf. Bis zum November wurde er (als alter Stammkunde) nur am Backdoor bedient, wegen fehlendem Wietpas durfte auch er nicht mehr in den Shop. Ebenso froh ist er, das die Grenzbelgier und Grenzdeutschen ENDLICH gezwungen werden sich selbst zu versorgen – er findet es absolut TOP, das die kleinen Shops an den Grenzen endlich wieder zu dem werden was sie sein sollten: Gemütliche Konsum- und Treffpunkte für Menschen aus der Umgebung – statt Prügelknaben und HanfLieferMaschinen für die gescheiterte Drogenpolitik der Grenzländer.

Der Shopbesitzer kommt, wir drei diskutieren gut 5min. vor dem Laden ob ich mit rein darf und mit dem „Alten“ weiter sprechen oder nicht. Das ich nichts zum Kaufen bekomme war von Anfang an klar. Es drehte sich einzig um die Frage, ob ich mit rein darf zum sprechen.
Ich durfte, aber sobald 5 oder mehr Gäste im Shop seien müsse ich gehen.

Der „Alte“ konnte mir sehr sehr eindrucksvoll schildern welches Elend die Cannabis-Prohibition, der umgebenden Länder, über die Cannabiskultur der Niederlanden brachte. Die gesamte Niederländische Hanfkultur besteht nur noch aus einem krankhaften Bestreben sich an der Illegalität in den anderen Ländern zu bereichern. So wird selbst der enthusiastischste Shopbetreiber zur Geisel der Mafia und wäre kaum noch in der Lage sein eigenes, korrektes Ding zu machen.

Mit Beginn der Duldung, hätte unmittelbar das Backdoor gelöst werden müssen – dies sei im Grunde die einzig wahre Fehlentscheidung der Niederlanden gewesen – jeglichen anderen Schuh müsse sich Deutschland und Belgien anziehen – aber ausschließlich die Niederländischen Konsumenten ausbaden. Der Ausschluss von Belgiern und Deutschen sei „PillePalle“ gegen die Abwärtsentwicklung die die NL-Szene in den letzten 35 Jahren erleiden musste.

„Wir NL-Kiffer waren in NL mal ne flippige Gruppe, belächelt, nicht sehr Ernst genommen, aber doch Teil der Gesellschaft – und wir konnten tun und lassen was wir wollten – weil wir nichts machten was wirklich schädlich war. Jetzt stehen wir am Rand der Gesellschaft, werden verfolgt und müssen uns verstecken. Warum? Wegen Euch!“

Anhand meines Beispiels (in der Nähe wohnend, ein bischen NL sprechend, was älter, usw.) wollte ich verdeutlichen das es doch sehr wohl ungerecht ist partout ohne GBA auszusperren. Der „Alte“ kannte kein Pardon!

„Wenn ich in Aachen und Lüttich in einen CS gehen darf… dann bist Du auch wieder herzlichst willkommen. Jetzt aber lasst uns bitte einen Weg finden in dem zumindest wir NL-Kiffer noch in Würde weiter machen können – bis ihr eure Dinger geklärt habt!“

Naturgemäß sah der Shopbesitzer die Sache etwas anders, zumal er 1,5 Vollzeitstellen kündigen musste. (Eine halbe Kraft kommt jetzt aber zurück – der Wegfall des Wietpas macht den Laden wieder rentabel – für die alte Besetzung müssten die Deutschen und Belgier aber wieder rein dürfen – und das wünscht er sich sehr ). Sein größtes Problem ist, das er sein Gras nicht selber anbauen darf und seit einigen Jahren auch nicht mehr macht, weil die Tarnung der Anlagen mittlerweile viel zu aufwendig ist – was wiederum eine Folge der umgebenden Prohibition sei. Mit dem diskutierten Anbau durch die Gemeinden könne er sich gut anfreunden – wenn denn die Qualität stimmt. Die 15% sieht er ganz entspannt… A) glaubt er absolut nicht an eine Umsetzung und B) knallen 15% top – wenn es nichts anderes gibt – deswegen hört also kein Mensch auf zu kiffen!

Der Shopbesitzer war total fasziniert von keinwietpas.de, der „Alte“ fand es völlig überflüssig – Diese Energie solle man in eigene CS stecken, statt über die Verhältnisse der Nachbarn zu jammern.

Ein später hinzukommender Gast (~30), geboren und aufgewachsen in Vaals, zerriss den „Alten“ mit seiner eher abweisenden Einstellung gegenüber ausländischen Gästen.

„Umgebung ist ALLES im Umkreis von 50km – völlig egal ob Deutschland, Belgien oder die Niederlanden – Da dürfen wir doch keinen Unterschied machen… und wenn wir unsere direkten Nachbarn auch als unsere Nachbarn akzeptieren, sind deren Nachbarn auch unsere Nachbarn – WIR LEBEN IN EUROPA!
Wir NL-Kiffer und gerade Du alter Sack, der Du schon immer in der Szene bist, hätten auch von Anfang an Druck auf unsere Regierung ausüben müssen das Backdoor viel früher in den Griff zu bekommen. Dann wäre unser Coffeeshopsystem auch ein besseres Beispiel für die anderen Länder gewesen. So hast aber auch Du Dir blos die Rübe dicht gemacht und es passieren lassen. Schimpf nicht nur über die Ausländer – schimpf auch mit Dir selber!“

Völlig einig war man sich in einer Sache und das geht direkt an unsere Adresse:
Ohne die Ausländer, die nur rein kommen, 5gr kaufen und wieder weg sind, ist es viel geselliger in den Shops. Niederländische Gäste bleiben jetzt auch länger wie früher. Man kennt sich wieder besser.
Als der 7te Gast kam (und ich gehen musste) waren wir in etwa da angelangt, das für den CS-Besuch von Ausländern eine Verzehrplicht von ca. 10€ gelten sollte – in der Hoffnung, das die Ausländer dadurch länger im Shop bleiben und die Kultur der CS „mitleben“, statt sich im Vorbeiflug blos 5gr zu schnappen… alternativ könnte die alte 30gr. Reglung die Lage auch sehr entspannen…!

Das war der interessante Teil. Den Rest gibt´s in Kurzform:

Sittard:
– kein Zugang
– Drugsrunner – scheinbar Nein
– warten auf Marc

Geleen:
– kein Zugang
– Drugsrunner – vermutlich Ja
– warten auf Marc

Heerlen:
– kein Zugang
– Drugsrunner – Ja
– NOS-Artikel SCHEISSE. Ohne Ende Leute die es aufgrund dessen probieren.

Hoensbroek:
– kein Zugang
– Drugsrunner – vermutlich Ja
– Nirgends bin ich unfreundlicher abgewiesen worden!

Kerkrade:
– kein Zugang
– Drugsrunner – Ja
– warten auf Marc

Eygelshoven:
– kein Zugang
– Drugsrunner – scheinbar Nein
– Die telefonische Info, das man auf eine konkrete Antwort des Bürgermeisters warte wurde nicht bestätigt – Chef war aber auch nicht da und ich weis nicht mit wem ich telefoniert hatte… (Kann eigentlich nur er selbst gewesen sein)

Alle warten eigentlich auf Marc´s Prozess, aber nicht in der Form, das sie dann wieder aufmachen können, sondern in der Form das sie dann endlich langfristig planen können. Hier im Süden glaubt kein einziger CS-Besitzer ernsthaft daran, das Marc gewinnt und in 2013 noch irgendwas für Ausländer gehen wird… aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Gastbeitrag: Gerüchteküche

Unser geschätzter Investigativreporter „Hanfgleichstellen“ hat sich nach der Aufregung um den NOS-Artikel gestern die Mühe gemacht, und hat eine große Anzahl an Coffeeshops kontaktiert, um die Meldung zu verifizieren. Durch die zahlreichen Kommentare hier im Blog hat sich ja bereits herausgestellt, dass die Situation vor Ort doch ein wenig anders ist, als die niederländische Presse es geschrieben hat. Zeit für Klärung! Vielen Dank für den Artikel und die grandiose Arbeit, die dahinter steckt!

Die Gerüchteküche brodelt und so manch einer geht dieser auf den Leim. Ein Kommentator auf „Kein Wietpas!“  hat das Gerücht in die Welt gesetzt, dass Venray für Deutsche offen sei. Einen Tag später  wird dieser Beitrag auf nos.nl veröffentlicht, welcher den Eindruck erwecken könnte, in Heerlen sei die Welt wieder in Ordnung.
Diverse Menschen brechen auf nach Heerlen und Venray in der Hoffnung, lecker und relaxt einen drehen zu können. Auch ich habe Samstag Morgen einen Plan geschmiedet, wie ich alle CS südlich von Roermond anfahren könnte, um vor Ort klare Aussagen zu bekommen – zum „lecker einen drehen“ wäre das für mich nicht nötig gewesen – mir ging es wirklich darum, verlässliche Informationen zu haben. Kommentare von Anonymen sind für mich alles andere als eine zuverlässige Quelle.
Leider zerschlug sich der Plan und mir blieb nichts anderes übrig, als mal die Runde durch zu telefonieren. Meine Frau erklärte sich bereit zu Telefonieren (die kann wesentlich besser NL wie ich).
Den ersten erfolgreichen Anruf landeten wir im Genesis/Geleen – (geiler Laden – top günstiges und gutes Buitenwiet).
Meine Frau kann zwar top NL sprechen, aber trotz einer gewissen Vorbereitung fehlte ihr das Hintergrundwissen um, auf mein Zurufen hin, beim Gegenüber zu „bohren“. Also habe ich ihr das Handy entrissen und doch selbst die Initiative/das Wort ergriffen… Die Frau im Genesis wusste einzig, das sie weder jetzt noch ab 01.01.2013 Ausländer rein lassen dürfe. Von dem NOS-Artikel wusste sie noch nichts.
Der zweite CS in Geleen, der Club88, hofft auf das Urteil im „Marc-Prozess“ und die weitere allgemeine Entwicklung klang aber nicht besonders optimistisch.
In Sittard (ist eine Gemeinde mit Geleen zusammen) konnte ich nur das Relax erreichen. Dort war man auch einigermaßen schlecht informiert oder sehr bekifft ;-) Man verwechselte Marc´s Prozess mit einer Entscheidung der 2de Kamer. Also auch dort ist momentan, bzw. ab 01.01.2013 kein Zugang möglich und man hofft auf Marc bzw. ein Wunder.
Das Quiam in Eygelshoven (Gemeinde Kerkrade)  war interessant. Man kannte  den NOS-Artikel und wusste um Marc´s Prozess Bescheid. Bezüglich des 0.01.2013 warte man sehr zeitnah auf eine Aussage des Bürgermeisters – eine konkrete Anfrage ihrerseits sei gestellt. Ich könne ab dem 02.01.2013 wieder nachfragen.
Das DownUnder in Kerkrade hofft mehr auf die Absurdität der Insellösungen und die Unrechtsmäßigkeit des I-Kriteriums und glaubt, dass darüber der Shop im Laufe der nächsten Monate wieder für alle geöffnet werden dürfe.
Die beiden Läden direkt in Heerlen (Capricorn & Brothers) habe ich leider nicht erreichen können, obwohl ich bis 23:00 im Stundentakt da angerufen habe.
Das HappyDays in Hoensbroek gehört aber auch zur Gemeinde Heerlen und dort freute man sich sehr über den NOS-Artikel. Von der vermeintlichen Haltung der eigenen Gemeinde hatte man aber auch erst durch eben diesen Artikel erfahren. Ausländer lassen sie erst wieder herein wenn von der Stadt / Polizei das OK kommt.

Ich bin ziemlich sicher, dass ich heute in einen oder zwei der neun angerufenen Läden rein gekommen wäre. Ähnlich wie derjenige, der fälschlicherweise Entwarnung für Venray gab. Ich bin 45, mein NL ist mittlerweile selbst fürs Telefonieren zu gebrauchen – bestimmt ne ganz andere Ausgangslage als für einen nur Deutsch sprechenden 18jährigen.

Definitiv ist es also so, das in Südlimburg NICHTS geht. GARNIX! Alles blos Gerüchte – leider.

Diverse Nachrichten 5

Nachdem ich gerade einen kleinen Blogpost-Marathon hinter mir habe, jetzt erstmal ein paar „Shorties“

  • Opstelten hat kein Mitleid mit den Coffeeshop-Betreibern: „Ein guter Unternehmer hält sich an die Regeln, die Ihm vom Staat auferlegt werden.“. Und ein guter Christ geht jeden Sonntag in die Kirche und verbrennt Hexen.
  • Das habt ihr nun davon: Die Drogenkriminalität steigt. Es wurde ein Dealer (wohnhaft in Maastricht) mit 55 g Heroin und 8 g Kokain gefasst. Ein deutscher wurde in Kerkrade 40g Heroin gefasst (ausserdem 100g Gras und eine Schusswaffe).
  • Die Umsätze der Coffeeshops in den 3 Provinzen sind um bis zu 80% eingebrochen. Vielleicht sollten sich die Mitarbeiter auch besser auf den Strassenverkauf spezialisieren.
  • Neuer Coffeeshop in Utrecht? Mutiger Schritt in unsicheren Zeiten: In Utrecht wurde die Eröffnung eines weiteren, fünfzehnten Coffeeshops beantragt. Die Gemeinde hat jetzt 4 Wochen Zeit, dem zu widersprechen.