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Kurznachrichten #3

Maastricht/Euregio: Sah es bis gestern noch danach aus, dass Bürgermeister Hoes (VVD) einknickt und auch in Maastricht das Einwohnerkriterium nicht mehr kontrolliert wird, hat sich das Bild schon wieder dramatisch verschoben. Nachdem Justizminister Opstelten (VVD) seine hunderprozentige Unterstützung für Hoes bei der Durchsetzung des I-Kriteriums in Maastricht zugesagt hat, und sich Hoes bei seinem Kollegen aus Sittard-Geleen entschuldigt hat, soll er nun doch Polizisten aus Roermond bekommen. Zusätzlich ist zu sehen, dass nun wohl gegen die Kunden der Maastrichter und Limburger Coffeeshops vorgegangen wird. Großkontrollen in Maastricht und an den Grenzen und es wird auch von Zivilpolizei in den Coffeeshops gesprochen. Die CDA schockiert mit dem Vorschlag, notfalls das Militär in Maastricht einzusetzen.

Den Haag: In einem Interview des niederländischen Senders NOS versichert Justizminister Opstelten, dass er voll hinter Bürgermeister Hoes steht und diesen auch zu 100% unterstützt: „In der Regierungserklärung steht, dass der Drogentourismus bekämpft werden soll. Das muss und das soll auch passieren. Ich habe Bürgermeister Hoes, mit dem ich in Kontakt stehe, meine volle Unterstützung zugesagt. Wenn der Bürgermeister von Maastricht zusätzliche Polizisten braucht, um gegen den illegalen Drogenhandel auf den Straßen vorzugehen, bekommt er die. Er braucht nur einen Plan zu erstellen und dann erhält er zusätzliche Kräfte der nationalen Polizei“, so Opstelten gestern.

Maastricht/Sittard-Geleen: wie L1 meldet, hat sich Bürgermeister Hoes bei seinem Kollegen Sjraar Cox von Sittard-Geleen entschuldigt. Am Donnerstagabend hatte Hoes in der TV-Sendung L1LT sein Befremden darüber ausgedrückt, dass die Bürgermeister von Sittard-Geleen und Roermond nichts gegen Coffeeshops unternehmen, die an Ausländer verkaufen, obwohl dies so unter den limburger Bürgermeistern abgesprochen gewesen sei. Hoes hat laut einem Sprecher der Gemeinden Sittard-Geleen am gestrigen Freitagabend angerufen und sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass seine Aussage nicht stimmt. Sittard-Geleen wendet sehr wohl das Einwohnerkriterium an. Bei Roermond hat sich Hoes dagegen nicht entschuldigt. Die Gemeinde Roermond erwartet jedoch ebenfalls eine Entschuldigung.

Maastricht: In einem Telefoninterview mit dem Sender NOS sagte Hoes gestern Nachmittag, das Problem zu wenige Polizisten zu haben um zu kontrollieren, ob sich die Coffeeshops an die Regeln halten und gleichzeitig gegen die Overlast durch die illegalen Straßendealer vorzugehen sei gelöst. Entgegen früherer Zusagen gäbe es nun keine Beschränkung mehr bei der Anzahl der Polizisten, die Hoes vom Justizministerium zur Verfügung gestellt werden. Die nationale Polizei werde Aufgaben in Maastricht übernehmen. Hoes nennt das Verhalten der Coffeeshopbetreiber erneut eine Provokation, auf die er entsprechend reagieren müsse. Damit würden Menschen nach Maastricht gelockt, die dann Overlast verursachen und es würden dadurch auch Straßendealer angezogen. Er versuche das Rechtssystem so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.

Roermond: Gestern Abend um kurz vor 23 Uhr meldet L1, dass Bürgermeister Hoes nun doch 5 zusätzliche Polizisten aus Roermond bekommt. Das sagte Loco-Bürgermeister (stellvertretender Bürgermeister) Wim Kemp von Roermond. Er ist über den Verlust von 5 Beamten verärgert. Justizminister Opstelten hatte am Freitag zugesagt, dass Hoes zusätzliche Polizisten bekommt. Ob auch andere Gemeinden Polizeibeamte an Maastricht abgeben müssen, ist nicht bekannt.

Euregio: Bereits vorgestern Abend fand in der Euregio (D/NL/B) eine gemeinsame Großkontrolle an den Grenzen statt, wie L1 gestern meldet. Dabei wurden auch erstmals die Kameras eingesetzt, die die Niederlande an jedem Autobahngrenzübergang installiert haben. Es wurden ca. 1000 Autos und 22 Züge kontrolliert. Die Aktion richtete sich hauptsächlich gegen Drogenschmuggel und Diebstahl. 22 Menschen wurden mit kleinen Mengen Drogen erwischt. Vier Personen wurden festgenommen. Drei von Ihnen wegen Drogenbesitz und eine Person weil gegen sie ein Haftbefehl vorlag. Ein 45 jähriger Autofahrer hatte 600 Gramm Cannabis bei sich. Bei einer Frau wurden 100 Gramm Cannabis und 200 Gramm Amphetamin gefunden.

Den Haag: ED.nl meldet, dass die CDA notfalls das Militär einsetzen will, um die Drogenkriminalität in Maastricht zu bekämpfen. Laut CDA ist Justizminister Ivo Opstelten (VVD) viel zu lasch bei der Unterstützung für Maastricht, das mehrfach um Hilfe ersucht hat. „Opstelten redet viel über die Bekämpfung des Drogentourismus, aber er handelt nicht“, so Tweede-Kamer-Mitglied Peter Oskam. Die CDA möchte, dass Maastricht zusätzliche Polizeibeamte erhält. Sollte das nicht funktionieren, muss die Armee eingesetzt werden.

Provinz Limburg: Am heutigen Samstag schreibt die Tageszeitung De Limburger, dass die Polizeibeamten, die in Maastricht eingesetzt werden sollen, doch aus Limburg kommen. Das ist gegen die getroffene Absprache. Innerhalb der Polizei wird befürchtet, dass diese Anordnung verminderte Polizeikapazitäten auf den Straßen im Rest von Limburg verursacht. Verschiedene Quellen aus der Politik haben das bestätigt. Es soll um 25 Polizisten gehen – 5 aus jedem Polizeidistrikt in Limburg. Im vergangenen Monat sprachen sich die Bürgermeister der acht Coffeeshopgemeinden in Limburg noch ab, die Polizeikapizitäten unangetastet zu lassen.

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Lenkt Hoes jetzt ein?

In einem TV-Interview des niederländischen Senders L1, hat Bürgermeister Hoes gestern Abend einige überraschende Dinge gesagt. Nun schließt selbst Hoes nicht mehr aus, dass Ausländer doch in Kürze auch ganz offiziell wieder willkommen in den Maastrichter Coffeeshops sein werden.

Im Format L1LT sagte Hoes gestern Abend, dass er mit der heutigen Polizeikapazität nicht mehr lange auskommt. Hoes braucht Polizisten um Coffeeshops schließen zu können und gleichzeitig gegen die Straßendealer vorzugehen. Diese verhalten sich immer aggressiver.

Öffentliche Ordnung

Lange hat Hoes an der Softdrugs-Verordnung seiner Stadt festgehalten, aber nun scheint er vorsichtig zurückzurudern. Hoes hält sich nun die Möglichkeit offen, das Einwohnerkriterium nicht mehr zu kontrollieren. Das Einwohnerkriterium legt fest, dass Auländer nicht in niederländische Coffeeshops dürfen, sofern das im Sinne der öffentlichen Ordnung ist.

Befremdlich

Weiter sagte Hoes, dass er es befremdlich finde, dass die Bürgermeister von Sittard und Roermond nichts gegen die Coffeeshops unternehmen, die an Ausländer verkaufen. Die limburger Bürgermeister hatten sich eigentlich abgesprochen, die Verordnung gemeinsam durchzusetzen, so Hoes.

Hoes sollte sich endlich einen Ruck geben, und dem guten Beispiel von Nijmegen folgen. Der dortige Bürgermeister Hubert Bruls (CDA) ist ja nun auch bekanntlich kein Freund der Coffeeshops, aber doch ein Mann mit Einsicht, der nach knappen 3 Wochen das getan hat, was Hoes nun nach über einem Jahr andeutet. Er kontrolliert ganz einfach das Einwohnerkriterium nicht mehr. Wie in einem Modellversuch konnte man in Nijmegen die Stadt mit und ohne I-Kriterium sehen und daraus eine einfache und logische Konsequenz ziehen. Das hat Bruls schnell getan – wann folgt Hoes endlich?

Da ist jemand sauer!

Das ist er auch vollkommen zu Recht, wie ich finde.

Hakim Elfassih  ist Eigentümer des Bekleidungsgeschäfts Antony Morato im Mosae Forum in Maastricht. Wie bereits in Antonio Peris Kurznachrichten #2 erwähnt, hat er einen offenen Brief geschrieben, in dem er sich mit der Situation in Maastricht und mit dem Verhalten von Onno Hoes beschäftigt. Dieser Brief wurde bei coffeeshopnieuws.nl veröffentlicht.

Da man es meiner Meinung nach nicht besser ausdrücken kann, habe ich eine freie Übersetzung des kompletten Briefs angefertigt. Bitte beachtet beim Lesen also, dass dies nicht zu 100% die Worte von Herrn Hakim sind. Ich hoffe jedoch den Inhalt so gut es geht wiedergegeben zu haben.

Meine Damen und Herren, guten Abend, ich bin Hakim Elfassih, Eigentümer von Antony Morato in Mosae Forum in Maastricht, und ich bin wütend!

Haben Sie sich am 1. Mai auch wieder über hunderte von ausländischen Drogentouristen in der Stadt geärgert? Nein, ich nicht! Das worüber ich mich am 1. Mai geärgert habe sind die Dutzend Drogenhändler in der Stadt. Aber das ärgert mich mittlerweile mehr als ein ganzes Jahr!
Auf was Sie es abgesehen haben sind wahrscheinlich die Touristen ,die am sommerlichen 5. Mai kamen. Aber worüber haben Sie sich denn eigentlich geärgert?
Fanden Sie es ärgerlich, dass es angenehm in der Stadt war?
Fanden Sie es ärgerlich, dass Unternehmer in der Innenstadt zum ersten Mal seit langer Zeit einen guten Umsatz gemacht haben?

Fanden Sie es ärgerlich, dass wieder Geld durch Parkgebühren in die Stadtkasse kam?
Fanden Sie es ärgerlich, dass der Tag ohne Zwischenfälle und Ärgernis abgelaufen ist?
Fanden Sie es ärgerlich, dass die Bürger, Touristen, Geschäftsleute und sogar die Polizei der Presse gesagt haben, dass es ein Top-Tag war?
Oder fanden Sie einfach nur ärgerlich, dass kaum Drogenhändler in Sicht waren, und die wenigen, die da waren, nur rumstanden und zusahen?
Ich glaube, Sie haben sich vor allem an der Tatsache gestört, dass am Sonntag und am drauf folgende Montag erwiesen wurde, dass es doch geht, und dass das I-Kriterium mehr Schaden als Nutzen bringt!

Und aus Angst, dass bewiesen ist, dass Sie es falsch gemacht haben, wird dann eine Pressemitteilung geschrieben, die voller Lügen ist. Aus neuesten Forschungen soll sich ergeben haben, dass das I-Kriterium eine große Verringerung der Overlast bewirkt hat? Ich frage mich daher, um was für eine Overlast es Ihnen dann geht?
Der Parkdruck hat sich reduziert oder vielleicht ein paar Leute die in Hauseingänge uriniert haben.
Aber welche Art von Schwierigkeiten haben wir dafür bekommen?
Unsere Stadt wird mittlerweile in den ganzen Niederlanden als „Mexiko an der Maas“ bezeichnet, eher eine schlechte Sache wenn man als Kulturhauptstadt 2018 kandidiert.
Kämpfe und Gefahren sind immer an der Tagesordnung, kürzlich eine Schießerrei in Eijsden. Ein Coffeeshopinhaber wird mit einem Messer bedroht und erpresst, ein französischer Tourist versucht mit quietschenden Reifen auf dem Bürgersteig zu entkommen weil er von Drugrunnern verfolgt wird.
Und dann bekommen wir die Reaktion von Frau Kitty Nuyts bei Maastricht Dichtbij!
Ich wollte eigentlich nicht unhöflich sein aber wer sind Sie eigentlich?
Die Drogenhändler sind zurück bei den Coffeeshops?
Frau Kitty, die waren nie wirklich weg! Sind Sie so taub für alle Signale aus der Stadt und den Vororten? Glauben Sie mittlerweile wirklich Ihre eigenen Lügen?
Vielleicht sollten Sie, wenn Sie das nächste Mal durch die Stadt radeln, Ihre große rosarote Brille absetzen und sehen, was ist in der Stadt wirklich los!
Meine Frau arbeitet seit Januar nicht mehr im Laden, weil sie hochschwanger durch Drogendealer bedroht wurde! Das war im Januar, Frau Kitty!

Und dann wird gesagt, dass das I-Kriterium Regierungspolitik ist und es ausgeführt werden muss, egal ob man damit einverstanden ist oder nicht!
Wie kann es dann sein, dass Maastricht fast die einzige Stadt in den Niederlanden ist, die diese Politik mit allen Konsequenzen umsetzt? Wie kann es sein, dass das dem Urteil der Richter nicht Folge geleistet wird?

Wie kann es sein, dass die Wünsche der Mehrheit des Gemeinderates von Mal zu Mal ignoriert werden? Und wie kann es sein, dass wir seit mehr als einem Jahr darum bitten, mit mehr Polizei und härtere Maßnahmen gegen die Overlast vorzugehen, und immer wird gesagt, dass dafür kein Geld da sei?
Aber es ist wohl Geld da, um als Machdemonstration mit 20 Mann unter dem Jubel dutzender Drugrunner in einem Coffeshop einzumarschieren?

Ist es das, was unsere rechten und vermeintlich liberalen Parteien durchführen möchten?
Es ist eine große Schande! Und das ist für die Menschen in unserer Stadt nicht mehr zu erklären!

Ich höre Signale von Menschen die eine Nachbarschaftswache aufstellen wollen, eine Art Schlägertruppe die unsere Straßen wieder sauber halten soll. Demonstrationen und Protestaktionen sind bereits im Entstehen. Maastricht ist dabei zu explodieren, Maastricht hat genug!
Ich könnte hier immer noch tausende von Unterschriften vorlegen aber die werden sowieso keine Aufmerksamkeit mehr bekommen.

Und dann richte ich mich letztendlich direkt an Herrn Hoes.
Die Facebook-Seite „Onno Hoes muss als Bürgermeister von Maastricht zurücktreten, steht jetzt bei fast 4200 Mitgliedern. Die Petition, die von den Bürgern unterzeichnet wurde steht nun bei fast 2200 Unterschriften! Und auf der Facebook-Seite der PvdA, die seit einer Woche offen ist, sind nun ungefähr 1750 Personen registriert.

Ich möchte allen sagen: Lassen Sie die Sache nicht aus dem Ruder laufen.
Geben Sie Ihre Fehler zu, und kommen Sie mit einer guten Politik. Das ist politische Verantwortung!

Ein Bürgermeister, der im Urlaub ist während die Bombe explodiert. Ein stellvertretender Bürgermeister, der sich selbst und die Stadt beim nationalen Radio und Fernsehen zum Gespött macht. Unsere sogenannten rechtsliberalen Parteien im Rat kommen mit Lügen und Unsinn um es ihnen gleich zu tun!

Liebe Leute, in der Gemeinde Meerssen war die Rede von einer Seifenoper, aber trösten Sie sich: In der Gemeinde Maastricht haben wir die Muppet-Show!

Keine zusätzlichen Polizisten für Maastricht aus Roermond

Roermond/Maastricht: Wie L1 News heute meldet, wird die limburger Gemeinde Roermond keine Polizisten an Maastricht abtreten. Das stellte Bürgermeister Peter Cammaert heute klar.

Keine zusätzlichen Polizisten für Maastricht aus Roermond - Photo: mit freundlicher Genehmigung von JDTV

Keine zusätzlichen Polizisten für Maastricht aus Roermond – Photo: mit freundlicher Genehmigung von JDTV

Damit reagiert Cammaert auf einen Wunsch von Maastrichts Bürgermeister Onno Hoes. Dieser ist auch der Polizeichef der Provinz Limburg und will zusätzliche Polizeikräfte aus anderen liburger Coffeeshopgemeinden nach Maastricht holen. Laut Hoes kann so die zunehmende Aggressivität von kriminellen Drogendealern bekämpft werden.

Für Cammaert ist diese Vorstellung von Hoes jedoch indiskutabel. „Roermond braucht selbst mehr Polizisten“, sagt er. Auch Roermond kennt Belästigungen durch Straßendealer. Daher sei ein Zusammenrottungsverbot und mobile Überwachungskameras geplant.

Die VVD Roermond gab bereits am Montag bekannt, dass sie sich bei den Beratungen der Bürgermeister der acht Coffeeshopgemeinden gegen eine Verlegung von Polizeikräften aussprechen wird.

Maastrichter Coffeeshopbetreiber jubeln: Sie dürfen endlich vor den Richter

Maastricht: Für acht Besitzer, Verwalter und Mitarbeiter von drei Maastrichter Coffeeshops ist der Tag nicht mehr fern. Sie kommen am 12. Juni vor die große Strafkammer des Gerichts. Laut Staatsanwaltschaft haben sie sich des Verkaufs von Gras und Haschisch an Menschen, die nicht in den Niederlanden wohnen, schuldig gemacht.

Die Tür ist zu - Coffeeshop Kosbor gestern gegen 20 Uhr - Photo: Antonio Peri

Die Tür ist zu – Coffeeshop Kosbor gestern gegen 20 Uhr – Photo: Antonio Peri

Wie Maastricht dichtbij soeben meldet, hat die Staatsanwaltschaft dies heute verlauten lassen. Es ist das erste Mal seit der Einführung des Wietpas vor einem Jahr, dass sich Coffeeshopbetreiber vor dem Strafrichter verantworten müssen. Darauf haben sie bereits im vergangenen Jahr gedrängt. Die Coffeeshopbetreiber argumentieren, dass sie sich strafbar machen, wenn sie das Einwohner-Kriterium durchsetzen, da sie damit diskriminieren.

Der Rechtsanwalt der Maastrichter Coffeeshops, André Beckers stimmt mit dieser Auffassung überein: „Der Richter wertet den Europäischen Vertrag über die Menschenrechte sehr hoch“, sagt Beckers am heutigen Donnerstag. „Dieser Vertrag verbietet Diskriminierung.“

Lage in Maastricht verschärft sich

Kurzentschlossen bin ich gestern Abend noch nach Maastricht gefahren. Nach dem euphorischen und zugleich harmonischen Sonntag der Wiedereröffnung der Coffeeshops für Touristen, waren zehn Tage vergangen. Die paradiesischen Zustände haben leider nicht angehalten. Sie wurden überschattet von den Razzien im Mississippi, Smokey und Kosbor und der Bedrohung von Coffeeshopbesitzer Marc Josemans und dem Kamerateam von JDTV durch einen, mit einem Klappmesser bewaffneten, Straßendealer. Leider waren auch gestern wieder mehr Drugsrunner zu sehen als am Bevrijdingsdag. Dazu wurde die Polizeipräsenz immer massiver  je später der Abend wurde. Auch in Bezug auf Angebot und Qualität musste ich gestern so einige Ernüchterungen erleben. Die soeben eingetroffene Meldung, dass Hoes nun endgültig die Schließung der Coffeeshops durchsetzen will, die sich nicht an die Coffeeshopverordung der Stadt halten, sondern trotzdem an Nicht-Einwohner der Niederlande verkaufen, setzt dem Bild von Maastricht, dass ich gestern sehen musste, die Krone auf.

Sie hat alles gesehen und schweigt - Easy, die Schildkröte aus dem Easy Going - Photo by Antonio Peri

Sie hat alles gesehen und schweigt – Easy, die Schildkröte aus dem Easy Going – Photo by Antonio Peri

Gegen 18 Uhr erreichte ich Maastricht. Erst Abends hatte sich die Sonne sehen lassen und versprach noch einige schöne Stunden. Am Bevridingsdag habe ich noch das Missouri (das ehemalige Smurf) auf der anderen Maasseite kennengelernt. Von außen ein sehr kleiner, unauffälliger Laden. Durch seine Schlauchform aber gar nicht so klein, wie man von außen meinen würde. Dieser Shop war der einzige, den ich nie besucht habe. Warum weiß ich auch nicht, aber als ich dann an besagtem Sonntag das Menü dort sah, bin ich neugierig geworden. Der erste Shop in Maastricht, in dem ich eine Kush-Sorte auf dem Menü gesehen habe. Am Sonntag war es O.G.-Kush für 12,50 €.  Gekauft habe ich es damals nicht und ich kann auch nichts über die Qualität am 5. Mai sagen. Gestern dann gab es Kandy Kush für den gleichen Preis. Was ich dann jedoch erleben musste, war eine negative Premiere sowohl für mich als auch für eine liebe Freundin und kein Wietpas!-Leserin, die mich begleitete und Maastricht auch seit langen Jahren und sogar noch etwas besser kennt als ich.

Das Kandy Kush probierten wir gleich im Laden. Ein durchschnittliches Gras –  mostly Indica, das war auch das einzige, was es mit dem mir bekannten Kandy-Kush gemeinsam hatte – die Wirkung war klar Indica. Der Geschmack jedoch hatte nichts mit dem typischen Haschisch-Geschmack (Du denkst Du rauchst Hasch aber es ist Gras) von richtigem Kandy-Kush zu tun. Zusätzlich gab es noch White Rhino für 8 € – dazu später mehr, Silver Haze für 11€, Amnesia für 10€ und eine oder zwei Sorten die mir entfallen sind. Am Befreiungstag gab es mindestens 12 verschiedene Sorten im Missouri. Der GAU war jedoch das White Rhino. Leider haben wir das nicht im Shop probiert. Ich nahm direkt einen Plastikgeruch wahr, nachdem ich den Joint angezündet hatte. Der Geschmack war entsprechend. Daraufhin zündete ich einen kleinen Bud pur an und untersuchte das Aschebild – es war nicht eindeutig schwarz oder ölig auf einem weißen Papier, allerdings zwischen den Fingern zerriebene Asche hinterließ schon einen schwarzen und auch etwas öligen Film. Die Anzeichen auf Brix sind nicht zu ignorieren – also wird das Missouri wohl kein Stammshop von mir werden und ich hoffe, dass dieses schlechte Beispiel in Maastricht keine Schule macht. Jedenfalls kannte meine Begleiterin das Missouri besser als ich und sie hatte bislang (das heißt bis vor dem Wietpas) noch nie schlechtes Material erhalten. Wie wir beide übrigens zuvor noch nirgendwo in Maastricht und das in so vielen (ca. 17 oder 18) Jahren.

In der Nähe des Parkautomaten nahe der Rechtsstraat lungerten bei unserer Ankunft zwei Straßendealer, die sich jedoch auf´s Anpfeifen beschränkten und verschwunden waren, als wir das Missouri wieder verließen. Mit einem Luxus-Eis (das seit letztem Jahr jedoch auch 10 Cent günstiger geworden ist und nun pro Kugel nur noch 1,60 anstatt 1,70 kostet) machten wir einen Spaziergang durch das, in abendliche Sonne getauchte, Maastricht über die Sint Servaas-Brücke auf die andere Seite der Stadt zum Easy Going. An den üblichen Ecken in der Nähe der Honderstraat waren mehr Straßendealer zu sehen als am Sonntag. Im Easy Going war wenig Betrieb und auch hier hatte sich das Menü merklich verkleinert. Es waren nur noch zwei Sorten auf der Karte: White Widdow für 9,50 € und Jack Herer für 12 € – was doch recht stattliche Preise sind. Marc Josemans war persönlich anwesend und erkannte meine Begleiterin und mich direkt wieder als wir in den Laden kamen. Er nahm sich Zeit für ein kleines Gespräch mit uns. Ich sagte ihm, dass wir froh seien, ihn ohne Stichverletzungen wiederzusehen, und er entgegnete, dass der Straßendealer, der ihn bedroht hat nun auf die Argumentation setzt, es sei alles inszeniert gewesen. Unwahrscheinlich dass er damit bei der vorliegenden Beweislage durchkommt. Marc Josemans bestätigte, dass Bürgermeister Hoes aktuell gegen die Straßendealer vorgehe, meinte aber gleich dass diese Strategie wohl nur zwei Tage anhalten, und dann wieder gegen die Coffeeshops vorgegangen wird. Er war ein bisschen überrascht, als ich ihm sagte wo und wieviele Drugsrunner ich gerade auf dem Weg gesehen hatte. Zwischenzeitig waren sie wohl gestern einmal abgetaucht und auch als wir das Easy Going verließen, sahen wir keine Dealer mehr. Dafür aber umso mehr Polizei.

Coffeeshop Kosbor - ein Opfer von Hoes Starrsinn - Photo by Antonio Peri

Coffeeshop Kosbor – ein Opfer von Hoes Starrsinn – Photo by Antonio Peri

Leider hatten wir nur noch wenig Zeit. Mittlerweile war es Viertel nach Acht und die meisten Geschäfte längst geschlossen. Auf die Boote warfen wir nur einen kurzen Blick im Vorübergehen und konnten erkennen, dass zumindest das Mississippi geöffnet war. Das Smokey wirkte geschlossen, aber ich wollte unbedingt noch sehen, ob das Kosbor geöffnet hatte. Diese Hoffnung wurde nicht bestätigt. Am Kosbor war alles dicht und es hing auch keine Erklärung oder ähnliches an den Fenstern. Rund um die drei Shops, die bereits Opfer der Razzien wurden, wimmelte es plötzlich nur so von Polizei, die auch langsamer wurden, als sie uns am Kosbor stehen sahen. Ich erklärte noch kurz einer Gruppe französischsprachiger Belgierinnen den Weg zum Heaven 69 als ein Polizeiwagen nach dem anderen vorbeifuhr. Sie sammelten sich kurz an der Brücke nahe der Hondertstraat und es wirkte beinahe, als rückten sie (es war kurz vor 21 Uhr) zur nächsten Razzia aus.

Vielleicht war das der Auftakt zu weiteren Aktionen. Soeben meldet Maastricht dichtbij, dass Onno Hoes nun mit den Schließungen von Coffeeshops fortfahren will.“Ich habe nun drei Shops geschlossen. Wie weit soll ich damit noch gehen? Die Coffeeshopbesitzer haben unserem Rechtssystem den Krieg erklärt,“ sagte Hoes heute morgen gegenüber Radio 1. Hoes spricht von einer exorbitanten Zunahme der Overlast seit dem 5. Mai, dem Tag seitdem die Coffeeshops wieder Touristen bedienen.

Der Bürgermeister erkennt, dass die Situation in einigen Vierteln unbeherrschbar geworden ist. „Seit dem 5. Mai erleben wir einen Zustrom von Menschen aus der Wallonie und Nordfrankreich. Diese Menschen haben nicht nach Maastricht zu kommen. Sie haben nicht das Recht, in den Coffeeshops Cannabis zu kaufen. Diese Menschen haben hier nichts zu suchen.“

Dem Radio sagte Hoes, dass die Coffeeshopbetreiber das Rechtssystem nicht ernst nehmen. „Es gibt ein richterliches Urteil, und sie interpretieren dieses Urteil anders als die Gemeinde. Sie haben beschlossen, dass an Ausländer verkauft werden darf, aber in einem Rechtssystem wartet man die Berufung ab,“ so der Bürgermeister.

Damit bestätigt sich die Befürchtung, die Marc Josemans mir gegenüber gestern noch geäußert hat nun sogar einen Tag früher. Die stark geschrumpften Menus (und im Easy Going sogar noch die Mengenbeschränkung auf 3 Gramm) könnten ebenfalls darauf hindeuten, dass die Coffeeshops keine größeren Lagermengen mehr haben, da sie sich alle auf die baldige Schließung vorbereiten. Was folgt könnte ein weiter Rechtsstreit sein, der wieder monatelang anhält.

Onno rüstet auf

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Anscheinend ist unser aller Lieblingsbürgermeister wieder zurück aus dem Urlaub. Zumindest betätigt er wieder seinen Twitter Account und es bewegt sich auch was. Onno twitterte vor 10 Minuten:

„Ook de andere teams in de stad worden versterkt, zodat we stadsbreed de overlast van illegale drugshandel blijven aanpakken.“

(Auch die anderen Teams der Stadt wurden verstärkt, so das wir flächendeckend die Overlast von illegalem Drogenhandel bekämpfen können)

Maastrichtaktueel.nl meldet das Onno 10 weitere Polizisten aus dem Limburger Kreis in Maastricht zusammen ziehen will – um gegen die Drugrunners vorzugehen. Im Boschstraatkwartier wurde die Polizeimannkraft schon aufgestockt um die allgemeine Unruhe in den Griff zu bekommen. Ausserdem möchte Hoes schnell ein „Versammlungsverbot“ rund um die „Van Hasseltkade“ einführen. Zudem möchte er durchsetzen das Platzverbote gegen Drogendealer ausgesprochen werden können – dies sei schon in Amsterdam usus und durch den Rat abgesegtnet.

Jetzt kommt ein Teil, den musste ich erst dreimal Lesen weil ich es nicht glauben konnte. Hoes war überrascht (!!!) welch massiven Andrang die Öffnung der Coffeeshops am Sonntag ausgelöst hat. Dieser Mann sollte mal nicht soviel in Urlaub fahren und mal seine eigene Stadt besuchen. Wie kann man so Weltfremd sein!?!?! Zitat: „Der neue Zustrom von Coffeeshopbesuchern führte zu mehr Aggressivität unter den Strassendealern – sogar soweit, dass Marc Josemanns mit einem Messer bedroht wurde.“ Nun sind also die Ausländer daran schuld daran, dass die Strassendealer aggressiv werden. Okay. Ohne Worte.

Hoes sagt weiter, dass er nun begriffen hat, warum die Menschen in der Gegend Angst haben. Diese Diskussion würde mittlerweile aus der Hand laufen und man müsste sie nicht auf die Spitze treiben (rudert da jemand zurück?). Es hat niemand etwas davon, zu provozieren und er wird nun versuchen dem Handel ein Ende zu machen welcher in der illegalität seinen Ursprung findet. Hoes hat nicht vor seinen Coffeeshopbeleid anzupassen, nur weil Strassendealer sich nun aggressiv zeigen. Er ist der Überzeugung, auf einem guten Weg zu sein und die Strassenkriminalität Schritt für Schritt zurück zu drängen. Das handeln von Marc Josemanns wieder Ausländer zu zulassen ist ein Schritt in die falsche Richtung. Er findet es weiterhin „bizarr“ das sich die Menschen Druck damit machen, weiterhin Softdrugs an Ausländer verkaufen zu dürfen. Diese Regel bestünde seit einem Jahr, und hätte bisher funktioniert. Diesen Beschluss werden wir auch weiterhin durchführen.

Marc Josemanns und seine Kollegen liessen ihn gestern wissen, dass sie weiterhin für Ausländer geöffnet sein werden.

Mir fehlen die Worte.

Cannabem liberemus^^

Hoes auch im Urlaub in Bestform

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Wie diverse Nachrichtenportale heute melden, sollen die Coffeeshops Kosbor und das Mississipi für jeweils 3 Monate geschlossen werden, da sie unerlaubt an „Buitenlander“ verkauft haben. Das Smokey soll sogar 6 Monate geschlossen werden. Hier fand eine doppelte „Übertretung“ der Regeln statt. Unter den Belgiern, die bei der Razzia anwesend waren, muss sich ein 17 jähriger Teenager befunden haben. Mir persönlich ist es unerklärlich, wie ein Coffeeshop in solch einer Situation wie sie derzeit in Maastricht herrscht das Alter nicht kontrolliert. Es war doch abzusehen, dass minütlich Kontrollen stattfinden und als Eigner ist man dann doch besonders erpicht darauf, „alles andere“ korrekt zu machen. Näheres zu diesem Vorfall ist leider nicht herausfinden. Natürlich können die Shops noch Einspruch einreichen – und ich denke das passiert gerade im Hintergrund. Dazu haben sie bis zum 20.05.2013 Zeit. Danach wird erst endgültig über die Schliessung entschieden.

Allerdings sehe ich gerade für das Smokey schwarz. Minderjährige zu bedienen ist kein Kavalliersdelikt! Auch sollten sich Leser in diesem Alter fragen, ob es wirklich notwendig ist, Coffeeshops aufzusuchen!? Ihr riskiert damit IMMER die Lizenz des Betreibers – und damit ist dann niemandem geholfen.

In diesem Sinne…. schöne Woche!

Beschwört Hoes Politik einen Krieg herbei?

Als der Wietpas eingeführt wurde, nutzten viele Kids die Gelegenheit, sich ein paar Euros zu verdienen, indem sie Gras an ausländischen Gäste und registrierfaule Inländer verkauften. Doch rasch begann die Szene sich zu professionalisieren. Berichte von immer aufdringlicher werdenden „Drugsrunners“ die nicht einmal davor zurück schrecken, ungefragt zu potentiellen „Kunden“ ins Auto zu steigen. Solche Szenen gab es in allen Gemeinden mit Wietpas/I-Criterium.

Opstelten begann damit, nicht nur einen Teil der „Drogentouristen“ zu vergraulen, sondern langsam auch die „regulären“ Touristen (wir alle wissen, dass das oft sowieso die selben sind..). Und abends auch viele Anwohner, weil die sich ab ca. 20.00Uhr nicht mehr raustrauten.

Bandenhaft begannen die Dealer damit, ihre Reviere abzustecken. Als in Nijmegen ein Schuss fiel (zum Glück nur aus einer Schreckschusspistole), schritt der Bürgermeister schnell ein und öffnete nach wenigen Tagen die Shops wieder für alle. Die Probleme verschwanden größtenteils.

Allerdings gibt es noch Hardliner, die die Augen vor der Realität verschließen – Allen voran der werte Meneer Opstelten. Lange genug weigerte er sich zu erkennen, dass die diskriminierende Coffeeshoppolitik ein Irrweg ist. Und selbst den verlorenen Gerichtsprozess ignorierte er.

Es ist leicht nachzuvollziehen, dass die VOCM-Shops mit zivilen Ungehorsam reagieren und handeln.
Doch es könnte schon zu spät sein. Die Strassendealer wollen sich jetzt nämlich nicht verscheuchen lassen. Sie haben in den letzten 12 Monaten ihr Revier abgesteckt. Und einige von ihnen wollen es jetzt nicht mehr hergeben. Die Coffeeshops sind zu einem Konkurrenten geworden. Und Konkurrenten haben in Revieren nichts verloren. Da werden Shopbetreiber, Kunden und Mitarbeiter der Coffeeshops schon mal mit dem Messer bedroht, oder andere Mitarbeiter bespuckt. Die Meldungen reißen nicht ab (und Teile davon schaffen es sogar in die niederländische Tagespresse)

Sind die Geister, die Ivo rief, jetzt nicht mehr zu stoppen? Drohen in die Grenzstädten jetzt Bandenkriege? Natürlich sind wir jetzt noch nicht bei mexikanischen Verhältnissen angelandet, aber Parallelen sind sichtbar.

Normalerweise sollte der Druck auf Onno Hoes jetzt immens sein, allerdings kann man bereits andere Tendenzen beobachten: Ungüstigerweise sind viele der Strassendealer Migranten. Und da durch die generellen politischen und wirtschaftlichen Probleme die Fremdenfeindlichkeit fast schon naturgemäß ansteigt, könnte die Stimmung kippen. Nicht die Drogenpolitik wird als problemauslösend angesehen – sondern die Einwanderungspolitik! Fast vergessen geglaubte Schreckensgespenster wie Wilders‘ PVV gewinnen an Fahrtwind. Auf Ausländer kann man es ja immer gut schieben (ironischerweise sollte der Wietpas sich ja um die Probleme aus dem benachbarten Ausland kümmern)

Wo das alles hinführen wird, lässt sich schwer abschätzen.
Was viele Probleme lösen könnte wissen wir alle: Öffnen der Shops für wirklich ALLE Volljährigen, Zerstörung der „Achterdeur“ durch Legalisierung UND Regulierung des Anbaus.

Doch die jetzige Regierung (und natürlich auch eine rechte Regierung) würde das mit Sicherheit nie tun.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gastbeitrag von Marc Josemans: zum Status Quo in Maastricht

Die Situation in Maastricht ist im Moment spannender den je. Nicht genehmigte Shopöffnungen, Polizeirazzien, Verwehrter Einlass für Nicht-Nachbarn, gewaltbereite Strassendealer und Verfolgungsjagden – das wahre Leben schreibt manchmal die spannendsten Thriller.
Ich habe ja bereits mein Vertrauen gegenüber Marc Josemans und dem VOC ausgesprochen. Trotzdem müssen sich auch diese Parteien den Fragen stellen. Und das hat Marc jetzt getan, in Form eines Gastbeitrages. Ich möchte mich dafür herzlich bedanken! Ich wünschte, ich könnte nur halb so gut niederländisch schreiben, wie Marc deutsch…

Ich mochte sehr gerne euch gratulieren mit eine traurige und freudige Geburtstag: diese Website gibt es jetzt einem Jahr. Traurig, weil so eine Site nicht mal nötig sein sollte. Freude, weil ihr die ganze Zeit uns unterstutzt habt bei unsere Streit gegen der Wietpas. Und herzlichen Dank dafür an Stefan und alle andere Leute die sich dafür eingesetzt haben.

Was haben wir erreicht in einem ganzem Jahr Wietpas? Die verpflichte Registration von Niederländische Kunden war von unsere Minister von Justiz gegen die Gesätze eingeführt. Dass ist schon merkwürdig, aber bewiesen in 2 verschiedene Rechtssachen ( Tilburg und Maastricht). Auch haben die Richter angezeigt dass der Verpflichtung für die südliche Bürgermeister am 1 Mai 2012 gar keine Verpflichtung war. Die dürfen selbst entscheiden ob sie Ausländer aus oder in ihre coffeeshops zulassen. Dazu dürfen Bürgermeister nicht so einfach diskriminieren, zuerst muss bewiesen werden dass diese Besucher Problemen verursachen, und dass alleine ist schon unmöglich. Es gibt gute und schlechte Leute, überall auf der Welt…

Wir haben also schon viel erreicht, aber erst nach das Endurteil können wir alle sicher davon sein dass dieser Maßnahmen eine sichere Tot gestorben sind. Und dass haben wir zusammen erreicht, obwohl oft genug versucht wird um Kiffer aus einander zu treiben. Schön dass ihr das nicht gemacht habt, Komplimenten von uns in Maastricht!

Und jetzt weiter mit Diskrimination?

Wie ihr inzwischen weißt, haben die coffeeshops in Maastricht am 5 Mai, Befreitungstag in Holland, gegen der Wille von unsere Bürgermeister ihre Türen wieder geöffnet für alle Ausländer. Es war ein schönes Moment nach einem ganzem Jahr wieder alle unsere Kunden begrüßen zu können.

Und am 6 Mai sind wir wieder weiter gegangen aber nur für unsere Nachbarn aus Deutschland oder Belgien. Warum nicht mehr für andere Ausländer? Weil das Urteil des Richters ganz deutlich war: unsere Bürgermeister ist nicht erlaubt alle Ausländer zu weigern ein coffeeshop zu besuchen, so lang er nicht erst alle andere Möglichkeiten versucht hat die weniger schwer sind.

Zum Beispiel andere Öffnungszeiten, oder unsere seit 1 Okt. 2011 (mit viel Kommentar) umgesetzte Nachbarlandkriterium. Dieser Kriterium hat dafür gesorgt dass wir am 25 April beim Gericht gewonnen haben. Und weil diese Rechtsache nach die letzte beruf Möglichkeit von unsere Bürgermeister durch geht, müssen wir leider dieses Kriterium noch ein bisschen langer festhalten als Beweis dass noch lange nicht alles versucht ist. Wahrscheinlich bis Ende diesem Jahr.

Schicken wir jetzt jeder Luxemburger oder Franzoser in der Kriminalität? Natürlich nicht, diese Leute werden von uns weiter geholfen nach coffeeshops die 20 km. entfernt liegen von Maastricht wo dieser Kiffer ohne Problem willkommen sind. So wird auch der Druck auf Maastricht, bis unsere Umsetzung von 3 coffeeshops nach der Rand vom Stadt realisiert ist, nicht zu Groß. 3 Coffeeshops sind seit 5 Mai schon bestraft, aber die andere sind für Belgische und Deutsche Besucher noch immer geöffnet. Auf www.voc-online.nl könnt ihr immer sehen was im Moment in Maastricht Los ist.

Schönem Dank an allen die mit uns mitstreiten für eine realistische Drogen Politik. Irgendwann, hoffentlich schnell, werden wir gewinnen!

Beste Grüßen, Marc Josemans