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Gelderlander Knipselkrantjes – 2

Gelderlander-2

Seite 3 des „de Gelderlander“ vom 19.01.2013.

Der sehr pragmatischen, wertungsfreien Dokumentierung der entstandenen Straßendealer Situation auf Seite 2 folgen auf Seite 3 noch vier beispielhafte Bilder mit folgenden Überschriften:

Wir haben Aufpasser vor die Tür gestellt, Kameras aufgehangen, die Straße saubergehalten. Aber jetzt sind wir in Nimwegen zurück im Damals“ Victor Verriet, Inhaber von den Nimwegener CS Jetset und Dreadlock.

Deutsche verursachen keine Belästigungen. Du kannst sie eigentlich gar nicht erkennen“ Tony Oude Groote Beverborg, Inhaber des Arnheimer CS Upstairs.

 

Jetzt mehr Deutsche in Arnheimer Shops

von Harold Schuil (Arnhem)

Die Webseite coffeeshopnieuws.nl hat eine praktische Karte gemacht. Die Dutch Coffeeshop Tourist Map. Auf ihr können Touristen in einem Blick sehen, wo sie für ihr Gras hin können.

Nimwegen ist auf der Karte ein roter Punkt  genau wie Doetinchem. Tiel, Arnheim, Winterswijk und Ulft hingegen sind Grün: In diesen Orten wird wie vorher weiter an Ausländer verkauft.

Deutsche sind andere Kunden als die Belgier und Franzosen“, sagt Tony Oude Groote Beverborg, Inhaber von dem Arnheimer CS Upstairs. „Du erkennst sie eigentlich gar nicht. Ein Deutscher verursacht keine Belästigungen“.

Oude Groote Beverborg sagt das seit seine Kollegen in Nimwegen kein Gras mehr an Ausländer verkaufen in seinem Shop etwas mehr Deutsche Kunden sitzen. „Ich denke, das es so 5% – 10% mehr Kunden sind. Es ist also nur ein kleiner Teil die hinzugekommen sind.

Frans de Keijzer, Inhaber von dem Arnheimer CS ZeroZero stellt fest, des er keine deutliche Zunahme von Deutschen Kunden sieht. „Meine Kunden kommen von überall. Es steht mir nicht zu, zu fragen woher sie kommen. Ich kann doch nicht nach der Herkunft diskriminieren? Wir haben doch einen freien Handel in Europa? Und wenn sie kommen bringen sie doch Geld mit, nicht nur für die CS. Ich finde den Beschluss von Bürgermeisterin Pauline Krikke sehr lobenswert“.

Auch Oude Groote Beverborg ist sehr zufrieden mit dem Beschluss von Krikke den Verkauf an Ausländer nicht zu verbieten. „Es gibt kein Problem. Minister Opstelten erzeugt ein Problem. Wahrscheinlich um sich international gut zu präsentieren. Sie zwingen damit das Gras in die kriminelle Szene, als wollen sie daraus eine HardDrug machen. Von Alkohol, GHB, Speed, Kokain kannst du sterben. Von Gras nicht. Versuch mal jemanden mit einer Grastüte zu erschlagen – selbst das gelingt nicht. Du kannst davon höchstens einschlafen“.

Oude Groote Beverborg  sieht in den neuen Maßnahmen den Versuch alte Probleme zu lösen. „In Maastricht haben sie die letzten Jahre eine Menge aus dem Ruder laufen lassen. Und dann kommt Opstelten und will das mal so eben lösen. Hier wird für das Ausland ein Bühnenstück aufgeführt. Aber das ist zum Scheitern verurteilt. Opstelten will den Chef spielen. Er vergisst, das wir CS-Besitzer ordentlich Abgaben zahlen. Wir bezahlen sein Gehalt“.

Der CS-Besitzer weist noch auf eine andere Entwicklung als Folge der Niederländischen Verfahrensweise hin. „Kunden suchen immer nach dem besten Gras. Dadurch, das die Anlieferung nicht konstant ist – z.B. weil Plantagen entdeckt und vernichtet werden – sind die Kunden ständig auf der Suche nach der besten Qualität. Die Niederlanden sind zu streng geworden. Und schon kommt das Gras aus Polen oder Deutschland“.

 

Ebenfalls nicht schlecht der Bericht, auch wenn mir hier zum X-ten Mal auffällt, das die Belgier und Franzosen ja so viel schlimmer wie die Deutschen sein sollen. Freier Umgang mit Vorurteilen ist in den Niederlanden ein echtes Problem.
Nehmen wir exemplarisch „Die Belgier“. Es gibt mehr Niederländisch sprechende Belgier als Französisch sprechende Belgier. Das diese NL sprechenden Belgier wirklich so auffällig sind mag ich SEHR bezweifeln – sie werden schlichtweg nicht als Belgier wahrgenommen  und können deswegen auch nicht  das eventuell auffällige Verhalten der F sprechenden Belgier relativieren/kompensieren…
Das „Die Deutschen“ in der Presse so gut wegkommen ist natürlich schon wirklich bemerkenswert! Die Vorurteile der 70er – 90er scheinen nicht mehr zu existieren. Der Autor hätte diese Zitate nicht bringen müssen! – Das wir in den Shops gern gesehen sind ist natürlich nix besonderes. Aber im Hinblick darauf, das 4 Tage zuvor ein Deutscher in Nijmegen in die Luft schoss sind solche Zeilen natürlich sehr sehr wichtig.

Heute Abend oder morgen früh geht es weiter mit dem „de Gelderlander“ vom Samstag, den 19.01.2013

 

 

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Arnhem interessiert an Utrechter Modell

264px-Pauline_Krikke_(cropped)Der Gelderlender meldet heute, dass ein grosser Teil des Arnhemer Stadtrates einen Anschluss am „Utrechter Modell“ wünscht.  Hier soll das Backdoorproblem durch Gemeindegärtnereien gelöst werden. Der Stadtrat von Arnhem könnte sich vorstellen, daran teilzunehmen. D66, Groenlinks und SP wünschen sich „Abstand“ vom derzeitigen „Gedoogsbeleid“ zu nehmen. Derzeit hat Arnhem 11 Coffeeshops – der „Beleid“ erlaube jedoch maximal 8 Coffeeshops. Die Abkehr von diesem Maximum würde die Errichtung von Coffeeshops im Arnhemer Süden ermöglichen. Derzeit ist nur die Eröffnung von Shops in der Innenstadt, Sant Marten, Klarendal und Spijkerkwartier möglich. D66, SP und GroenLinks wollen diese Regelung verwerfen. Frau Krikke sieht allerdings keinen Handlungsbedarf, um von der heutigen Linie abzuweichen. Die Stadträte die für einen CS im Süden der Stadt kämpfen behaupten, dass aus Wohnhäusern heraus gedealt würde – um dies zu verhindern solle ein Shop im Süden entstehen. Frau Krikke fragt nach den Adressen der bekannten Häuser, um dort Maßnahmen ergreifen zu können. Nicht alle Parteien sind für die Erweiterung der Coffeeshopregeln, CDA und VVD sehen keine Notwendigkeit, etwas an den bestehenden Regeln zu ändern.

Frau Krikke sollte mehr Informationen zum Utrechter Modell einholen, um die Diskussion im Stadtrat voran zu treiben!

Es ist passiert…

„Kein Wietpas!“ hat Macht.

Ein Shop in Venray wird überlaufen und ein CS-Besitzer in Arnhem ist „angepisst“ über den Artikel „Arnhem – the new point to go“.

Ist das gut oder schlecht?

Haben wir hier eventuell schon so viel „Macht“, das wir Druck auf die CS-Besitzer ausüben (könn(t)en)?

Vielfach wurde bemängelt, das die CS-Besitzer in den, bis zum 01.01.2013, „freien Städten“ oft sehr schlecht informiert und organisiert waren. Keine Informationsaushänge, keine Unterschriftenlisten, etc.. Genaugenommen macht der Großteil der CS-Besitzer keinerlei Anstalten sich aktiv gegen den Wietpas, das Ingezetenencriterium und die Backdoorproblematik zur Wehr zu setzen.

In Deutschland und Belgien lebende Kunden haben die meisten CS-Besitzer zu mehrfachen Millionären gemacht – was machen sie jetzt für die nicht in den Niederlanden lebenden Kunden?

Würden alle CS-Besitzer 50% ihres Privatvermögens über einer Millionen EUR für die Abschaffung des I-Kriteriums oder die Legalisierungsbewegung verwenden… stände ein UNGLAUBLICHER Betrag zur Verfügung – mit dem sich eine wahnsinnig  schlagfertige Lobby und mediale Präsenz realisieren lies… für GANZ Europa.

Was tun sie? NICHTS!

Muss man diese prallen Portemonnaies jetzt mit aller Gewalt schützen? Oder darf man diesen Leuten auch klar sagen/zeigen, das auch sie eine Pflicht besitzen ihren im Ausland lebenden Kunden „zu helfen“?

WARUM tun im Ausland lebende Personen die CS-Szene in NL intensiver beobachten und analysieren als die Coffeeshops selbst? Mit 0,01% vom Landesweiten CS-Gewinn ließ sich ganz sicher eine 3-Köpfige Agentur betreiben…

Was tun sie? NICHTS!

Peter auf coffeshopniews hat weniger aktive Unterstützer als mobo…
Coffeeshopniews sind mitangewiesen auf unsere Recherchen…
In NL lebenden Ausländern erklären wir das funktionieren der GBA…

WO ist die durch Coffeeshops gebildete TaskForce? Wo sind die Niederländer, die dem mobo zuarbeiten? Wo sind die Übersetzer die auch frankophone Belgier mit aktuellen Info´s versorgen – WO? Am 30.04.2012 z.B. wurden im Kosbor in Maastricht die Wartenummern allein in Französisch ausgerufen.

WO WO WO WO – WO sind die CS-Betreiber? WO ist denen ihr Einsatz/Geld?

Niederländische Parteien hingegen tun etwas. Aber nicht für die Shops oder für uns – nein die denken, auf die Niederlanden beschränkt, Gesamtgesellschaftlich – und das ist auch richtig so.  Die bis zum 01.05.2012 angewandte Duldungspolitik war eine politische Entscheidung. KEIN Kiffer hat für diese Errungenschaft auf die Straße gehen oder Zeitungsanzeigen schalten müssen. Nicht mehr zu kontrollierendes öffentliches Kiffen und Dealen Anfang der 70er „zwang“ die Politik dazu. Jetzt zwingt die Backdoorproblematik die Politik dazu den eingeschlagenen Weg anzupassen. Aufgabe der CS wäre es gewesen unter massiver Lobbybildung Einfluss auf diesen Prozess zu nehmen – was tun sie ? NICHTS!

Solange sich das Gros der Niederländischen Coffeeshopbesitzer nicht GANZ MASSIV für einen Europäischen Weg stark macht und dafür auch Geld fließen lässt sind sie blos kaltblütige Geschäftemacher…  die sich über nichts beklagen dürfen – zumindest nicht über uns.
Gerne an, nicht in den Niederlanden lebenden, Kunden weitere Gewinne machen – aber nicht Öffentlich dazu stehen wollen… Das ist keinen Deut besser wie die Jongens auf den Scootern vor dem Shop.

Das in einer kontroversen Angelegenheit für die eine Seite ein „(Macht)Gebrauch“ für die andere Seite einem (Macht)Missbrauch“ gleichkommt liegt in der Natur der Dinge.

„Kein Wietpas!“ hat Macht – wie die am effektivsten zu Nutzen ist – steht noch im Raum. Wenn diese Macht aber zufällig zuschlägt… macht das auch nix! Wem die Macht von „Kein Wietpas!“ nicht passt kann ja den Hanf regulieren… oder seinen Laden konsequent AUF oder ZU machen – wer wischiwaschi macht – bekommt wischiwaschi zurück.

 

EDIT 15:55:

Nachdem dieser Artikel einige Wellen geschlagen hat und auch von der VOC retwittert wird will ich noch ein Ding spezifizieren.

Die CS-Besitzer haben natürlich keine ursächliche Schuld an nichts. Ursächlich ist Anslinger und das endgültige internationale Totalverbot in 1963.
Das aber die Europäische Legalisierungsbewegung im Vergleich zu den USA mit derart kümmerlichen Finanzmitteln ausgestattet ist – das ist ein Ding welches sich primär die Coffeeshops vorwerfen lassen müssen!
Amerikanische Hanfapotheken sind durchaus mit den CS in NL zu vergleichen. Beides sind die einzigen Orte, auf ihrem jeweiligem Kontinent, an denen User legal an Hanf gelangen können. Amerikanische Hanfapotheken spenden Millionen an NORML – und was spenden die Niederländischen Coffeeshops… ?

 

Nijmegen

Hauptschlachtfeld im Mai 2012 war eindeutig Maastricht. Im noch jungen Jahr 2013 ist es eindeutig Nijmegen. Für viele ehemalige Venlo- und Maastricht-Kunden soll die sympathische Hansestadt in Gelderland ja die Ausweichmöglichkeit schlechthin gewesen sein. Als ich vor einigen Wochen vor Ort war, sah es aber nicht wirklich so aus, als seien die Massen vor Ort um „Overlastend“ durch die Vorgärten zu marschieren…

Doch damit ist jetzt Schluss, pünktlich zum Neujahrskater sind die 14 Nijmegener Coffeeshops dazu verpflichtet, ihre im Ausland wohnenden Kunden zu diskriminieren! Der Gelderlander hat dies auch bereits verkündet. Die Shops seien informiert und ab kommender Woche sollen auch Kontrollen diesbezüglich stattfinden.

In den Kommentaren hier im Blog hat ein (anonymer) Leser davon berichtet, dass der Shop „Dreadlock“ weiterhin offen sei, um die „Easy Going-Strategie“ zu fahren, also eine Schliessung zu provozieren um dann dagegen zu klagen. Da dem Besitzer ebenfalls der Nijmegener Coffeeshop „Jetset“ gehöre, könne er sich das erlauben. Allerdings wurde das auch an anderer Stelle bereits dementiert. Was jetzt stimmt lässt sich leider schwer sagen. Fakt ist, dass auch hier die selbe Verwirrung herrscht, wie in den südlichen Gemeinden im letzten Jahr.

Was Nijmegen jetzt erwartet dürfte jeden klar sein: Fallende Umsätze der Coffeeshops, sowie ein Anstieg der Strassenkriminalität und die dadurch resultierende „Overlast“. Meldungen dazu konnte ich ebenfalls noch nicht finden, ich bin mir aber sicher, dass es die sehr bald geben wird…

Ebenso dürfte interessant sein, wie es in Arnhem aussieht. Das ist ja momentan die Ausweichstadt für alle ehemaligen Nijmegener Kunden. Auch da kann ich nur wiederholen: Benehmt Euch dort, das Eis ist sehr dünn! Gerade bei einer VVD-Bürgermeisterin…

Gastbeitrag: Arnhem – the new point to go

Man könnte leicht den Eindruck gewinnen, dass unser geschätzter Marcel genau zwei Tätigkeiten nachgeht: Während der Arbeit bei „Kein Wietpas!“ kommentieren und nach Arnhem fahren. ;-) Da Arnhem jetzt wohl für viele die Stadt der Wahl sein dürfte hat er uns jetzt einen Gastbeitrag geschrieben, wo er alle Shops beschreibt. Vielen Dank dafür!

Wie ja schon in den Kommentaren erwähnt war ich mit meiner Frau von Freitag auf Samstag nochmal in Arnhem um mich persönlich davon zu überzeugen wie es dort in Zukunft weitergeht. Zur Beruhigung aller kann ich für Arnhem grünes Licht geben. Ich wurde in jedem Shop freundlich empfangen und in den meisten Shops hing ein Zettel o. Ä. worauf darauf hingewiesen wurde das es für Touristen auch in 2013 möglich wäre „einzukaufen“. Da nun gerade Arnhem für viele DER neue Anlaufpunkt wird möchte ich diesmal etwas näher auf die Shops eingehen. Ich hab in den letzten Monaten alle abgegrast“ und kann mir glaube ich mittlerweile ein Urteil erlauben. In Arnhem gibt es 11 Shops die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Es gibt quasi 2 Ballungscentren einmal rechts vom Stadtzentrum sowie links vom Stadtzentrum. Die Shops alle „abzugehen“ ist zwar möglich – allerdings sollte man sich dann Zeit und gutes Schuhwerk mitnehmen. Die Qualität des Weeds ist recht gleichbleibend und es gibt auch keine starken unterschiede in den Shops. Das teuerste Gras war Amnesia oder SuperSilver mit 11 EUR. Wer also Spezialitäten erwartet ist hier falsch und sollte weiter nach Amsterdam fahren – um den „Tagesbedarf“ zu decken reicht das Weed aber allemal. Folgende Shops kann ich Euch ans Herz legen (ich weise explizit darauf hin das der folgende Beitrag durchzogen von eigener Meinung und Ansichten ist):

Obwohl Arnhem so nahe an der deutschen Grenze liegt, wird hier nicht sehr viel deutsch gesprochen. Ich bestelle entweder auf nederlands oder english. Nur im „de Walm“ kann man ohne Verständigungsprobleme auf deutsch bestellen.De Walm (Sonsbeeksingel 115 www.coffeeshop-dewalm.nl)

  • De Walm (Sonsbeeksingel 115 www.coffeeshop-dewalm.nlEin sehr kleiner und gemütlicher Laden. Es gibt etwa 10 Sitzplätze, Gesellschaftsspiele und eine Bong zum ausleihen. Der Bartender (Hem) ist sehr nett und sehr auskunftsfreudig. Ich habe schon einige lustige und nette Gespräche mit ihm geführt und bleibe auch oft einfach an der Theke sitzen. Im Grossen und Ganzen ein sehr sehr lockerer Laden – der auch nix sagt wenn man mal zum Auto geht und wieder kommt. Hem nimmt sich die Freiheit und gönnt sich am Wochenende Freizeit – somit ist das „de Walm“ leider nur in der Woche bis 20h geöffnet und am Wochenende oder Feiertags geschlossen. Für ehemalige Nobbes Gänger ist das aber sicher Favourit Nummer 1 – das selbe „flair“ und nette Gäste die auch mit einem sprechen ;-)

  • de Pinguin  (Hommelseweg 5) Ebenfalls ein kleiner gemütlicher Laden. Aufgeteilt in ein Rookruimtje und einen Verkaufsbereich im Sexshopflair.. Getränke gibt es im Automaten. Die Karte ist sehr klein, aber dafür fein. Empfehlen kann ich hier das NLX für 7,50 EUR! Hab lange kein so helles günstiges Gras mehr bekommen. Die Preise sind hier sehr überschaubar. Das Gras kann vorher angeschaut werden, und man nimmt sich Zeit für die „Beratung“.

  •  Lucky Luke (Sonsbeeksingel 91Um die Ecke vom Pinguin gelegen (ich habe nach den 3 Shops meist schon genug). Ein mittelgrosser Shop mit Sexshopflair. Bong ausleihen ist möglich – es gibt 3 separate Rookruimtje, sowie einen Getränkeautomat. Die Karte ist etwas teurer als im Pinguin – das Weed ist okay – zum verweilen lädt mich dieser Laden allerdings nicht ein. In der selben Ecke in Arnhem gibt es noch das Zero Zero und das THC. Beide Shops sagen mir überhaupt nicht zu. Das Zero Zero ist eher ein privates Wohnzimmer (ein grosser Tisch in der Mitte wo alle dran sitzen  Publikum kam mir sehr unfreundlich vor) – hier kann man sicher das ein oder andere Schnäppchen machen. Ich habe mir den Laden nur einmal angeschaut und seither nicht mehr besucht. Das THC ist ein merkwürdiger Laden, soll wohl ein wenig im 60ties Look eingerichtet sein. Allerdings trifft man hier selten Kundschaft an und die Öffnungszeiten sind wohl auch sehr variabel. Ich hatte mir da allerdings ein Gramm  „Bio“ geholt was echt nicht verkehrt war für seine 9 EUR.

  • Upstairs (Beekstraat 12 www.coffeeshopupstairs.nl) Angeblich der Number One Laden in Arnhem (allerdings nicht für mich). Ein kleiner Laden, der wie der Name schon verrät im 1. Stock liegt. Aufgeteilt in ein Rookruimtje und einen Barbereich. Einrichtung ist im abgefuckten „Nobbesstyle“. Sehr runtergekommen alles – hauptsächlich osmanisches Publikum. Bong kann ausgeliehen werden. Auch einen Verdamper findet man im Barbereich. Der Shop hat bis 1 Uhr Nachts auf! Für mich war das Upstairs nur einen Besuch wert, da es die einzige Anlaufstelle war, welche Ice-O-Later (3 Varianten) angeboten hat. Nun wurde mir bei meinem letzten Besuch mitgeteilt das diese aufgrund der 15% Regelung von der Karte gestrichen wurden. Es also auch keinen Ice-O-Later mehr geben würde. Aufgrund des unfreundlichen Publikums und des Abrissstiles für mich kein empfehlenswerter Shop. Ich hab mir 1g Snowwietje gekauft – womit ich sehr zufrieden war. Gegen das Gras kann man also prinzipiell nichts sagen. An diesem Laden scheiden sich einfach die Geister

  • Omigo (Beekstraat 83) Quasi direkt gegenüber vom Upstairs. Wieder ein kleiner Laden mit einem Rookruimtje. Der Bartender war sehr freundlich  die Karte überschaubar. Soweit ich mich erinnere kostete das teuerste Gras 10 EUR. Für ne kurze Tüte ein ganz angenehmer Laden.

  • Uncle Sam (Driekoningenstraat 21ADen Shop habe ich letztes Wochenende zum ersten mal besucht. Er liegt etwas abseits von den anderen Shops und ist vom Zentrum aus auch nicht so gut zu erreichen. Allerdings lohnt sich ein Besuch! Der größte Shop in Arnhem. Er geht über 2 Etagen – ist gemütlich im 80iger Jahre Look eingerichtet. Billard, Schach, komischer Bilderautomat  alles vorhanden. Das teuerste Gras war ein Mexican Haze mit 12 EUR. Ich hatte mir allerdings Skunk für 7,50 EUR geholt der voll und ganz in Ordnung war. Der etwas weitere Weg lohnt sich aber in jedem Fall.

  • Happy Days (Oude Oeverstraat 6Sehr kleiner Laden (eher ein kommen und gehen Geschäft) – moderner Style aber nur 4 Sitzplätze. Die Karte lockt aber Gäste. Bei meinem vorletzten Besuch gab es White Widdow für 6,50 EUR!!!! Und das war sehr hell, kristallisch und wie es sein sollte. Wer also seine 5g voll machen will und nicht soviel auf Tasche hat  ist hier genau richtig.

  • Joint Venture (Munterstraat 4) Wieder ein kleiner Laden (so wie alle in Arnhem bis auf Uncle Sam). Ich habe dort nur einmal kurz auf die Karte geschaut. War sehr voll und ungemütlich. Die Karte war sehr überschaubar und dort stand auch nichts was ich unbedingt erwerben wolle. Selber anschauen und testen

  • Speak Easy (Varkensstraat 3) Inmitten des Vergnügungscentrums von Arnhem (wer hier an Rotlicht denkt ist falsch). Liegt in der ersten Etage. Der Bartender sitzt hinter einer großen Glasscheibe. Somit ist der ganze Shop ein Rookruimtje. Das teuerste Gras auf der Karte war Dangerous für nen 10er. Indisch/Kolonialstil würd ich von der Eichrichtung her sagen. Der ganze Shop ist wieder eine „Geschmackssache“. Sitzplätze sind für ca. 20 Leute vorhanden. Die nähe zu den Restaurants läßt ihn für mich am Wochenende immer zur Anlaufstelle werden

Als ich am Freitag im „de Walm“ war hatte Hem kurz vorher eine Kontrolle und zu viel Material gelagert (630g). Anzeige folgt – was weiter wird wusste er nicht. Er vermutet aber es wird eine Geldstrafe geben. Allerdings machte er an diesem Tag ein Sonderangebot…. Super Silver Haze für nen 8er Kurs. Da hab ich erst mal zugeschlagen!. Danach ging es weiter in den Pinguin – als ich das erste mal dort war hatten die Ice-O-later für nen 10er auf der Karte. Den wollte ich unbedingt nochmal bekommen, allerdings warte ich bisher vergebens und der Bartender konnte mir auch nicht sagen ob er es nochmal bekommen würde (15% Regel). Also sind wir weiter ins Lucky Luke gezogen  aber nach Hem´s Angebot konnte mich keiner mehr richtig überzeugen. Also sind wir wieder dort rein und haben den Abend bei Hem an der Theke verbracht. Danach sind wir zur Habana Barrio (www.barriohabana.nl/) um uns wieder zu stärken. Ein kubanisches Restaurant im Centrum von Arnheim, welches sehr stylisch Eingerichtet ist und durch eine gute Küche überzeugt hat (Wir haben allerdings für 2 Personen 70 EUR gezahlt). Da waren aber auch 4 Cocktails drin @.@. Genächtigt haben wir im NH Rijnhotel, welches ebenfalls mit 70 EUR zu buche geschlagen hat. Es gibt natürlich auch Hotels im Centrum – aber wir haben immer unseren Hund mit, daher ist die Hotelwahl sehr eingegrenzt.

Auf dem Rückweg sind wir wieder über Venlo gefahren und haben einen Stopp beim Nobbes eingelegt. Der Laden war ziemlich leer – also sind wir einfach rein^^. An der Theke angekommen hat Andi mich natürlich direkt erkannt. „Ich muss Euch leider wieder nach draussen bitten“. Wir haben uns ein frohes neues Jahr gewünscht und ein wenig Small Talk gehalten. Das Nobbes hat angeblich 20 Leute entlassen müssen im letzten Jahr. Wir sollen aber nicht aufgeben, denn es wird wohl das Urteil vom „Marc-Prozess“ abgewartet. „Einfach nächstes Jahr nochmal probieren“ war die Auskunft. Wir haben uns dann den Spass gemacht und sind mal die Strasse zum Huzuur runter gelaufen. Wenn das nun mal kein Overlast ist!!! Wie vor 20 Jahren springen einem die Drugrunners vor das Auto (mit deutschen Nummernschild) und es gibt alles zu kaufen was das Herz begehrt. Allerdings sind dort auch viele mit Vorsicht zu geniessen.  Wir wollten uns ein Spezial für Silvester kaufen und haben dieses dort auf der Strasse bestellt. Wir  sind dann drei Runden mit der Dame um den Block gelaufen bis endlich ein Auto kam wo zwei komische Gestalten drinne waren. Mir wurde ein Päckchen in die Hand gedrückt was definitiv nicht dem entsprach was ich haben wollte. „Schnell, schnell – Politie“ – die übliche Masche also (werden die denn nicht mal einfallsreicher!?!). Ich hab dann dankend abgelehnt und einfach auf das Spezial verzichtet.

Zu Venray kann ich nur sagen: Wenn man reinkommt und auf deutsch bestellt und sich unterhält darf man nicht erwarten bedient zu werden. Wenn man allerdings Nederlands spricht sieht das alles wieder ganz anders aus (und ich denke das wird in vielen Shops in „geschlossenen“ Städten ähnlich sein).

Meldestelle Toleranz

Schöne Überschrift nicht?

Wir schreiben heute den ersten Januar des Jahres 2013 – der Tag, an dem der Wietpas landesweit eingeführt wird. Muhahaha… Nein im Ernst: Die staatliche Diskriminierung für Coffeeshops findet nicht in allen Gemeinden statt.

Der VOC hat gestern eine Liste veröffentlicht (z.T. basierend auf dem NOS-Artikel), die alle Gemeinden auflistet, in denen wir noch einkaufen können sollten:

  • Alphen aan den Rijn
  • Amersfoort
  • Amsterdam
  • Arnhem
  • Assen
  • Coevorden
  • Delft
  • Den Haag
  • Deventer
  • Drachten
  • Eindhoven
  • Enschede
  • Glanerbrug
  • Gouda
  • Groningen
  • Haarlem
  • Hardenberg
  • Heerlen
  • Leeuwarden
  • Leiden
  • Rotterdam
  • Schiedam
  • Tiel
  • Utrecht
  • Zutphen

Ich übernehme dafür keine Garantie, wir alle wissen, was für ein Chaos alleine in Heerlen herrscht…

Da ich leider nicht alle Gemeinden abfahren kann, sind wir alle auf Eure Hilfe angewiesen! Solltet ihr in einen Shop hineingelassen werden, fragt bitte, ob die damit einverstanden sind, dass es hier veröffentlicht wird. Wir wollen nicht, dass ein Coffeeshop durch „Kein Wietpas!“ Probleme bekommt. Im Positiven Fall könnt ihr dann in den Kommentaren schreiben, welcher Shop es ist, oder mir eine Mail schicken. Gerne können wir dann auch telefonisch mit dem betreffenden Shop klären, ob eine Veröffentlichung erwünscht ist. Interessant wäre natürlich Aussagen über Nijmegen.

Venlo und Maastricht dürften wohl noch geschlossen sein, vielleicht bringt ja Marcs Prozess etwas, da wird ja am 14. eine Urteilsverkündung erwartet.

Der „Amsterdam Herald“ hat ausserdem eine Karte veröffentlicht, die ich leider hier nicht einfügen kann….

UPDATE: Gesicherte Aussagen poste ich in „Wo gilt der Wietpas / wo nicht“

Winterswijk, Doetinchem und Ulft

In Winterswijk, Doetinchen und Ulft ist noch nicht das letzte Wort in Punkto I-Kriterium gesprochen. Die Gemeinden wollen im Januar eine Entscheidung treffen, basierend auf die Entscheidung von Enschede und Arnhem (die beide offen für alle bleiben wollen). Dies vermeldete Gelderlander.nl.

Man könnte ihnen vorwerfen, dass sie nicht selbstbewusst genug sind, eigene Entscheidungen zu treffen, allerdings ist eine erwünschte regionale Homogenität nachvollziehbar.

Der Januar dürfte ein spannender Monat werden…

Ausländische Kunden in den meisten Coffeeshops willkommen

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Viele Coffeeshops weiterhin oder wieder offen für alle!
Bild unter CC-Lizenz, Urheber Jason Dunn

Update: Momentan sind weder die Shops in Venray und Heerlen für Ausländer geöffnet. Inwieweit sich dies am 01.01 ändern wird ist noch nicht abzusehen. Weite Anfahrtsstrecken lohnen sich wohl nicht! Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir berichten!

Wie es aussieht ist jetzt vorbei mit der von mir prognostizierten „Ruhe vor dem Sturm„. Dabei habe ich doch erst gestern meinen Brief für Ivo in den Briefkasten gesteckt… Nachdem es für viele Gemeinden lange unklar war, ob (und wie) sie das I-Kriterium in ihrer lokalen Coffeeshoppolitik kontrollieren.

Das Nachrichtenmagazin nos.nl hat die  Gemeinden mit Coffeeshops gefragt, ob das „I-Kriterium“, also der Wietpas-Light, in ihrer Stadt kontrolliert werde. Von den ca. 100 Gemeinden, in denen es Coffeeshops gibt, haben 56 auf die Anfrage reagiert und davon wiederum zeigten 27 die Absicht, die Herkunft bzw. Wohnort eines Kunden nicht in den Coffeeshops kontrollieren zu lassen, also nicht zu diskriminieren!

Auf twitter verkündete @wietpasje, dass dadurch mindesten 359 der 659 niederländischen Coffeeshops auch weiterhin jeden Volljährigen, unabhängig von Nationalität und Wohnort willkommen heißen dürfen, der Großteil der Coffeeshops befindet sich in Amsterdam und Rotterdam, welche beide offen sind.

Unter den toleranten Gemeinden befinden sich Amsterdam, Rotterdam, Haarlem, Leeuwarden, Utrecht und Amersfoort. Auch sind einige Grenzstädte mit dabei: Enschede *freu* und Arnhem. Maastricht bleibt vorerst geschlossen, ebenso Venlo. Für die ehemaligen Besucher gibt es aber nah gelegene Alternativen: Heerlen lässt Ausländer zu (interessant für alle „Maastrichter“) und laut unserem Leser „YeYo“ werden in Venray (interessant für alle „Venloer“) bereits wieder Ausländer bedient (belegt durch Besuch von YesYo).

Ich kann mir vorstellen, dass diese Nachricht selbst auch noch viele „Trittbrettfahrer“ nach sich ziehen könnte, da sich einige Bürgermeister dadurch emanzipieren könnten, wie es viele Kollegen bereits getan haben. Im nos.nl-Artikel befindet sich auch eine (nicht vollständige) Karte, in der man für viele Gemeinden überprüfen kann, wie ab Januar gehandhabt werden soll. Die Farbe sagt dabei nichts über die Einhaltung des Kriterium aus, sondern, ob Infos vorliegen. Kickt auf den Punkt und die Infos stehen in einem Layover.

Bitte bedenkt, dass die Angaben auf den Aussagen der Gemeinden basieren. Das ist keine Garantie und kein fester Beschluss! Unterschätzt auch nicht die Macht von Ivo Opstelten.

Und vor allem: Bitte benehmt Euch vor Ort. Wir bewegen uns auf dünnen Eis!

Den ersten Kommentar von Ivo gibt es übrigens auch schon: „Das es noch immer Unwissenheit gibt, kann ich verstehen“ (laut VOC)

Meldungen der letzten Tage

Ja, ich lebe noch :-)

Da ich in den letzten Tagen beruflich viel zu tun hatte und gleichzeitig dabei höllische Schmerzen ertragen musste und nebenbei noch unter ein dem Einfluss von Tramal stand (was ausser einem interessanten Dauerrausch nichts gebracht hat) habe ich mich mit dem Schreiben etwas zurückgehalten. Da aber die meisten Themen bereits in den Kommentaren besprochen wurden, fasse ich nur noch einmal kurz die Ereignisse zusammen:

  • Gericht bestätigt Legitimität von Diskriminierung: Ein Den Haager Gericht hat mit einem Urteil die Rechtmäßigkeit der Diskriminierung in den Coffeeshops in den bisherigen 3 Provinzen bestätigt. Somit stünde einer landesweiten Einführung  von staatlicher Diskriminierung nichts im Wege. Wenn da nicht noch ein paar andere Gerichte wären, die auch noch tätig sind…
  • Spaltung zwischen Arnhem und Nijmegen: Nijmegen Bürgermeister Huber Bruls von der CDA versteht die Welt nicht mehr. Besser gesagt: die Frauen. Besser gesagt: Eine Frau! Nämlich Pauline Krikke (VVD), ihres Zeichen Bürgermeisterin von Arnhem. Denn anders als er, will sie in Arnhem NICHT diskriminieren. Nicht ganz zu Unrecht befürchtet er, dass die Drogentouristen, die momentan auf Nijmegen ausweichen dann über Arnhem „herfielen“.
  • Gute Nachrichten hingegen kamen (mal wieder) aus Haarlem: Dass Bürgermeister Bernt Schneider wohl etwas mehr Grips im Kopf hat als vieler seiner Berufskollegen dürften wir alle bereits wissen. Die „Keurmerk“ dürfte als DAS Gegenmodell zum Wietpas gelten. Jetzt hat er sich zum Thema Drogenpolitik an Schulen geäußert. Im Gegensatz zu Amsterdam wird es in seiner Stadt kein explizites Kiff-Verbot an Schulen geben, denn er vertraut dabei ganz auf die Schulregeln, die genug Sanktionen böten.Auch wird er auf eine Ausweitung der Mindestentfernung verzichten.

Es ist echt der Wahnsinn. Es sind nur noch wenige Tage bis zum Jahreswechsel und immer noch nicht ist alles geklärt. Ich sollte Silvester wohl nüchtern bleiben, denn ich befürchte, zu Neujahr gibt es eine Menge zu schreiben….

Arnhem ohne GBA-Auszug

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Zauberhaftes Lächeln: Pauline Krikke

Die guten Nachrichten reißen nicht ab: Nach der geplatzten Bombe in Maastricht  gibt es nun auch positives aus dem wunderschönen Arnhem zu berichten: Bürgermeisterin Pauline C. Krikke von der VVD (!!!) hat auf das Anliegen des Stadtrates (wir berichteten) positiv reagiert und liess mitteilen, dass es Arnhem kein GBA-Auszug nötig sein werde, um in einen Coffeeshop zu kommen. Da ein Ausweis keine wirkliche Möglichkeit bietet, den Wohnort  zu bestimmen, dürfte das mit einer Zugangserlaubnis für Ausländische Gäste einher gehen.

Krikke betonte, dass es keine „Overlast“ durch deutsche (Drogen-)Touristen gäbe und sie sehe keinen Grund, warum eine zusätzliche Hürde durch einen GBA-Auszug zum Kauf von weichen Drogen aufgestellt werden solle.