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Sechs Coffeeshops in Maastricht öffnen wieder

Habe ich eben geschrieben: „Es gibt nichts aus den Niederlanden zu berichten“ ? L1-Nieuws hat mich sofort eines besseren belehrt, denn soeben wird gemeldet, dass sechs Coffeeshops wieder ihre Türen geöffnet haben – aber nur für Inländer.

Außer dem Rastafari House Boni, welches nicht dem VOCM (Vereinigung offizieller Coffeeshops Maastricht), angeschlossen ist, sind das Slow Motion, Missouri, Maxcy´s, Club 69 und Heaven 69 wieder für Einheimische geöffnet.

Wie der Vorsitzende des VOCM, Marc Josemans sagt, halten sich diese Coffeeshops nun an die Regeln und verkaufen nur noch an Einwohner der Niederlande.

Anfang letzten Monats beschlossen die Coffeeshops, nach einem Gerichtsurteil, das Einwohner-Kriterium nicht mehr zu beachten. Daraufhin wurden alle Cannabis-Geschäfte kontrolliert.

Ausreichend

Josemans glaubt, dass die sechs Shops ausreichend sind, um die Nachfrage zu befriedigen. Sollte dem nicht so sein, wird noch ein weiterer Shop öffnen. Mit dieser Maßnahme möchten die Coffeeshops die Straßendealer zurückdrängen.

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Onno Hoes glaubt weiterhin an seine Drogenpolitik

Maastrichts Bürgermeister Hoes findet, dass der Ausschluss von Ausländern aus den Coffeeshops noch immer die beste Lösung für die Bekämpfung der Drogenbelästigung in seiner Stadt ist.

Das sagte Hoes in einem Gespräch mit NU.nl

„Der Zustrom der Ausländer verursacht Overlast. Zwischen Mai 2012 und Mai 2013s kamen ungefähr zwei Millionen Ausländer weniger nach Maastricht. Bei einer mittleren Ausgabe von 20 Euro in einem Coffeeshop, entzieht man diesem kriminellen Umfeld zwischen 50 bis 60 Millionen Euro.“

Hoes ist seit dem 1 November 2010 Bürgermeister von Maastricht. Zwei Jahre später führte er den Wietpas für die Gemeinde Maastricht ein. Der Pass wurde noch im selben Jahr wieder abgeschafft.

Justizminister Opstelten verfügte, dass die Gemeinden seitdem selber entscheiden können, wie sie mit der Belästigung rund um die Coffeeshops umgehen.

I-Kriterium

Hoes will den Verkauf von Cannabis an Ausländer einschränken und befürwortet dazu als einziger Bürgermeister in Limburg das I-Kriterium. Aufgrund dieses Kriteriums, dürfen nur noch Einwohner der Niederlande Cannabis kaufen.

Es folgte eine Zunahme von drogenbezogenen Delikten auf den Straßen von Maastricht, und Kontrollen von Coffeeshops, die trotzdem Cannabis an Ausländer verkaufen. Der Coffeeshop ‚Easy Going‘ von Marc Josemans wurde aus diesem Grund geschlossen. Später urteilte das Gericht, dass diese Schließung unrechtmäßig war.

Nach Aussage von Hoes ist die Coffeeshopproblematik sehr kompliziert.

„Kriminelle Aktivitäten lassen sich hier in der Grenzregion sehr einfach durchführen. Aber wenn wir das hier regulieren, hat das auch einen Effekt auf Städte wie Heerlen, Sittard und Venlo.“

NU.nl: Sind sich ihre Bürgermeister Kollegen darüber bewusst?

„Die sind sich dessen sicher bewusst. Sie wissen, dass ich nicht anders kann, als Ausländer aus den Coffeeshops fernzuhalten.“

Sie sind nicht verpflichtet das zu tun.

„Ich bin sehr wohl verpflichtet dies zu tun, weil dies die Lösung für ein großes Problem darstellt. Dreißig Jahre lang wurde hier alles probiert, um die Drogenproblematik zurück zu drängen. Dafür wurde schon von meinen beiden Vorgängern viel getan.“

Wobei ihr Vorgänger Gerd Leers einen anderen Kurs verfolgte.

„Leers hatte auch die Idee, Ausländer aus den Coffeeshops fernzuhalten. Aber er hatte eine Vereinbarung mit den Coffeeshops, um zu prüfen, ob dies juristisch haltbar ist.“

Was ist die heutige Meinung über die juristische Haltbarkeit.

„Ich denke immer noch, dass es möglich ist. Es laufen einige Prozess. Wir haben selber ein Verfahren wegen der Schließung des Coffeeshops ‚Easy Going‘ laufen. Es ist in dieser Angelegenheit schon zu einer Urteilsverkündung gekommen. Es zeigte sich, dass die Schließung von uns nicht ausreichend begründet wurde. Der Besitzer des Easy Going, Marc Josemans, legt dieses Urteil nun so aus, dass das I-Kriterium nicht durchführbar ist.“

Josemans hat auch gesagt, dass er, sollte er gewinnen, von Schadensersatzforderungen absehen wird.

„Er hat nicht gesagt ‚Wenn wir gewinnen‘. Er wartet die Berufung gar nicht ab. Er kommt nun bereits mit weiteren Vorschlägen, ohne dass das Gericht abschließend entschieden hat. (Josemans will z.B. die Höchstmenge an Marihuana, die Ausländer kaufen können, reduzieren. d. Red.) Das ist für mich schwierig. Ich muss die Regelung ausführen.“

Nochmals, sie sind nicht verpflichtet die Regelung durchzusetzen.

„Aber wir haben nun einmal beschlossen diese Regelung einzuführen, und nun können wir nicht anders, als diese Regelung konsequent durchzusetzen. Josemans wartet die höhere Berufung gar nicht erst ab und propagiert nun eigenhändig neue Regelungen. Sein Vorschlag macht es nicht einfacher. Der Richter und das Justizministerium können nicht mit mir verhandeln. Dadurch scheint es so, als ob ich diese Vorschläge nicht will, aber vieles davon kann ich einfach nicht.“

Es wäre möglich gewesen, nun Wasser in den Wein zu schütten, da das I-Kriterium nicht im Koalitionsvertrag steht und ihr VVD-Parteifreund Minister Opstelten sie nicht dabei unterstützt.

„Dass ich in derselben Partei bin, ist nicht ausschlaggebend. Wir sind derselben Ansicht und darauf kommt es an. Solange wir inhaltlich übereinstimmen, macht es mir nichts aus, welcher Minister dort sitzt und wer was in Den Haag will.“

Sie haben auch gesagt, die Jungs, welche auf der Straße dealen, würden durch die Coffeeshops dazu angetrieben. Josemans will, dass sie dies entweder beweisen oder sich entschuldigen.

„Dieses Thema kam am Ende eines Interviews mit der ‚Volkskrant‘ auf den Tisch, sonst hätte ich das nicht gesagt. Es ist eine Frage des bestätigen oder dementieren, und ich kann eigentlich beides nicht. Wenn ich keinen Beweis habe, kann ich ihm nichts vorwerfen.“

Bereuen sie diese Aussage?

„Nein, denn dann darf ich keine Interviews geben. Ich finde dass ich, wenn ich solche Signale höre, dies auch besser sage.“

Aber wenn sie so etwas hören, dann werden sie das doch untersuchen?

„Es gibt auch viele Dinge, über die ich nicht sprechen kann. Sie müssen verstehen, dass viele Dinge nicht zu beweisen sind. Es ist eine komplizierte Angelegenheit, die wir hier betrachten.“

Sie fühlten sich einsam in ihrem Kampf gegen die Drogenbelästigung. Ist das immer noch so?

„Weniger. Ich habe wieder eine recht gute Beziehung zum Gemeinderat. Aber ich spiele täglich auf zehn Schachbrettern. Und der Bürgermeister muss über den Parteien stehen. Da kämpfe ich mit und das ist auch einsam.“

Wenn sie die Berufung verlieren, empfinden sie das dann als eine persönliche Niederlage?

„Nein, ich bin Bürgermeister und führe die Beschlüsse aus. Wenn sie Bürgermeister von Maastricht wären, müssten sie das auch tun.“

Aber ihr persönliches Engagement ist sehr hoch.

„Das ist die Leidenschaft mit der ich meine Funktion ausführe. Andere Bürgermeister haben weniger mit Overlast zu tun, warum sollten die sich dann dieses Elend an den Hals holen. Ich kämpfe mit einem sehr gut organisierten Sektor, einer gut organisierten Lobbygruppe, das ist schwierig für mich. Aber die Sache wird noch immer Wietpas genannt und nicht Bürgermeister Hoes, richtig?“ Er lacht: „Denn dann würde ich mir Sorgen machen müssen.“

Parteien in Maastricht verärgert über Polizei und Staatsanwaltschaft

MAASTRICHT – Wie Nu.nl  soeben meldet,  möchten einige politische Parteien in Maastricht sich nicht zu den Razzien in Coffeeshops am Mittwoch und Donnerstag äußern.  Der Stadtrat hatte am Dienstagabend noch mit Bürgermeister Hoes (VVD) abgesprochen, dass die Priorität auf der Bekämpfung des Straßenhandels liegen sollte.

Bis zum 12. Juni wieder geschlossen - Coffeeshop Easy Going - Foto: mit freundlicher Genehmigung von JDTV

Bis zum 12. Juni wieder geschlossen – Coffeeshop Easy Going – Foto: mit freundlicher Genehmigung von JDTV

In einer gemeinsamen Erklärung drücken PvDA, GroenLinks, D66, VVD und die zwei Fraktionen der lokalen Parteien SBM und SPM ihr Bedauern darüber aus, dass die Polizei trotzdem gegen Coffeeshops vorgeht. Diese Fraktionen bilden eine Mehrheit im Stadtrat.

Die Parteien verurteilen jedoch auch den Verkauf von Cannabis an Ausländer durch die Coffeeshops. Die Fraktionen bitten die Staatsanwaltschaft, Polizei und die Coffeeshops über ihren Schatten zu springen, und im Sinne der Stadt zu handeln.

Nachvollziehbar

Die CDA und die Ein-Mann-Fraktion Volkspartij Maastricht haben die Erklärung nicht unterzeichnet. Die CDA findet es „sehr nachvollziehbar“, dass Staatsanwaltschaft und Polizei eingreifen. Die SP und die lokale Partei PVM haben die Erklärung ebenfalls nicht unterzeichnet. Allerdings weil sie das Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die Coffeeshops völlig ablehnen.

Limburger Medien suggerieren, dass Hoes nicht mehr Herr des Geschehens sei. Wie ein Sprecher des Bürgermeisters sagt, bestimmen Polizei und Justiz und nicht Hoes, wann Razzien stattfinden. Jedoch herrsche über die Drogenverordnung der Stadt völliges Einverständnis zwischen dem Bürgermeister, der Polizei und der Justitz.

Parlamentsanfragen

Die PvDA in der Tweede Kamer (Kein Wietpas! berichtete) hat am vergangenen Freitag Justizminister Opstelten dazu befragt. Die Parlamentsmitglieder Myrthe Hilkens und Manon Fokke wollen wissen, ob es Uneinigkeit über die Razzien in Coffeeshops zwischen Hoes, der Polizei und der Justiz gibt.

Auch fragen Fokke und Hilkens Minister Opstelten, ob die lokale Autorität des Bürgermeisters von der Staatsanwaltschaft gebrochen wurde.

Vor den Richter

Bei den Razzien am Mittwoch und Donnerstag  wurde, neben anderen, auch der bekannte Coffeeshopbetreiber Marc Josemans festgenommen. Er muss sich zusammen mit zwei weiteren Beschuldigten in Kürze vor Gericht verantworten, wie die Staatsanwaltschaft Maastricht am heutigen Freitag verkündete.

Die Verhandlungen gegen die drei Beschuldigten werden kurz nach den bereits früher angekündigten „Coffeeshopverfahren“ gegen sieben andere Beschuldigte ebenfalls am 12. Juni stattfinden. Alle Beschuldigten sind angeklagt, weil sie gegen die Drogenverordnung der Stadt Maastricht verstießen und weiche Drogen an Menschen verkauften, die nicht in den Niederlanden wohnen.

Maastrichter Shops bleiben geschlossen

Die Coffeeshops, die bisher eine Razzia durch die Polizei erdulden mussten, bleiben geschlossen. Und zwar freiwillig. Solange noch kein Urteil gesprochen wurde, dürften sie eigentlich erstmal weiterverkaufen, die Razzien waren nur Beweisaufnahmen. Allerdings bleiben Mississippi, Kosbor, Smokey, Easy Going, Heaven 69 und jetzt auch das Slow Motion & Black Widdow geschlossen – aus Protest!

Onno wird sehr bald merken müssen, was da bedeutet: Die Strassendealer werden weiter aufstocken.

Politik und Polizei sollten sich zweimal überlegen, ob es noch weitere Razzien geben wird.
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Eine Verkündung der Sanktionen wird am 12.Juni erwartet. Ich wette, es wird früher passieren!

Humor

…ist, wenn man trotzdem lacht
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Zur Info: Das Bild ist schon ein paar Tage älter, wurde nach den ersten Razzien gemacht. Marc wollte so die Polizei begrüßen, wenn sie ins Easy Going kommen. Das hat bekanntlich ein paar Tage länger gedauert.
Aktuell ist er wieder freien Fußes.
Vielen Dank für die freundliche Genehmigung!

Kleine Info am Rande: das hier ist der 500. Artikel im Blog!

Kontrolle Easy Going und Heaven 69

Es ist mal wieder so weit.
Vor ca. einer Stunde ist die Polizei in zwei Maastrichter Coffeeshops „eingefallen“. Es handelt sich um das Easy Going und das Heaven 69.
Ich werde bis zum ins Bett gehen die „Augen offen halten“ und diesen Artikel bei Neuigkeiten aktualisieren.

17:24
Marc Josemanns is definitiv abgeführt worden.

17:40
Grob meine persönliche Einschätzung wie es zu dieser Aktion kommt:
Der VOCM hat heute einen Gesprächstermin mit Hoes platzen lassen – aus zwei Gründen:
1. Der Konsens des Stadtrates hält, vor dem Umzug der Shops an den Stadtrand, keinerlei Entgegenkommen an den VOCM bereit. Selbst für „nach dem Umzug“ gibt es keine Garantien.
2. Das habe ich gerade entdeckt „Geheimes Papier“. Die Eigentumsverhältnisse an dem geplanten Umzugsstandort sind so „lala“… Der Grund und Boden gehört den Shops. Die Gebäude der Gemeinde. In den Antrags- und Genehmigungsverfahren rund um diesen Standort wurden von der Stadt aus falsche Fakten geliefert. Im Genehmigungsverfahren hatte die Stadt Maastricht argumentiert alleiniger Eigentümer von allem zu sein und so bei „Overlast“ die Macht zu haben das Gelände kontrollieren zu können. Onno hat vor zwei Wochen ein nichtöffentliches Papier an den „Rad van Stat“ geschickt, in dem dieser Sachverhalt „geklärt wird“. Diesen Sachverhalt ohne den VOCM beim Rad van Stat vorzutragen ist der Versuch Onnos den Umzug Kobbesweg doch noch zu verhindern.

23:02
Marc Josemans und der Eigner des Heaven 69 sind heute die „einzigen“ Verhafteten. Zumindest die Knospenwirte wurden diesmal verschont. Gegen die Verhafteten wird Anzeige wegen des „Verkaufs an Ausländer“ erstattet. Noch befinden sich die beiden in Gewahrsam. Der Handelsvorrat wurde in beiden Fällen beschlagnahmt.

23:08
Die Ungereimtheiten rund um den Umzug in den Kobbesweg mehren sich. Alle Maastrichter Fraktionen wußten im Vorfeld der gestrigen Sitzung, das die Stadt Maastricht gegenüber dem Rad van Stat im Genehmigungsverfahren mit falschen Karten spielt und es das geheimnissevolle Schreiben gibt. Das in Anbetracht dieser Tatsache gestern eine solche Einheit im Stadtrat erzielt werden konnte – lässt schon ziemlich wilde Spekulationen zu was sich denn da hinter der Bühne abspielt?!? Der VOCM bzw. Marc Josemans haben gestern erst im Laufe der Ratssitzung von dem Schreiben und der durch die Stadt Maastricht falsch vorgelegten Eigentumsverhältnissen gegenüber dem Rad van Stat erfahren. DAS ist der Grund, warum man seitens des VOCM das heutige Gespräch mit Hoes verweigert hat. „Es sei in dem Ratskonsens keinerlei Verhandlungsspielraum – desweiteren werde ganz offensichtlich mit falschen Karten gespielt.

Tag darauf 14:40
Marc ist wieder auf freiem Fuß und umgehend zu Scherzen aufgelegt… Wow! Für einen nur einminütigen Blick hinter die Kulissen von Ivo, Onno aber auch Marc gäbe ich kalt lächelnd nen Monatslohn… ;-)

15:20
Das Easy Going und das Heaven 69 bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen. Dies ist (noch) eine freiwillige Maßnahme der Eigner. Derzeit existiert noch kein Beschluss die Laden schließen zu müssen. Die Protokolle der Vernehmungen liegen Onno bereits vor… ER entscheidet jetzt welche Maßreglung er für angebracht hält um die Verletzung des I-Kriteriums zu ahnden.
Ich glaube mittlerweile, das die gestrigen Durchsuchungen NICHT auf Onno´s Mist gewachsen sind – die Kommentare der Maastrichter Parteien (welche auch von den Kobbesweg-Fehlern wussten), auf die Durchsuchungen, lassen kaum einen anderen Schluss zu.

Lage in Maastricht verschärft sich

Kurzentschlossen bin ich gestern Abend noch nach Maastricht gefahren. Nach dem euphorischen und zugleich harmonischen Sonntag der Wiedereröffnung der Coffeeshops für Touristen, waren zehn Tage vergangen. Die paradiesischen Zustände haben leider nicht angehalten. Sie wurden überschattet von den Razzien im Mississippi, Smokey und Kosbor und der Bedrohung von Coffeeshopbesitzer Marc Josemans und dem Kamerateam von JDTV durch einen, mit einem Klappmesser bewaffneten, Straßendealer. Leider waren auch gestern wieder mehr Drugsrunner zu sehen als am Bevrijdingsdag. Dazu wurde die Polizeipräsenz immer massiver  je später der Abend wurde. Auch in Bezug auf Angebot und Qualität musste ich gestern so einige Ernüchterungen erleben. Die soeben eingetroffene Meldung, dass Hoes nun endgültig die Schließung der Coffeeshops durchsetzen will, die sich nicht an die Coffeeshopverordung der Stadt halten, sondern trotzdem an Nicht-Einwohner der Niederlande verkaufen, setzt dem Bild von Maastricht, dass ich gestern sehen musste, die Krone auf.

Sie hat alles gesehen und schweigt - Easy, die Schildkröte aus dem Easy Going - Photo by Antonio Peri

Sie hat alles gesehen und schweigt – Easy, die Schildkröte aus dem Easy Going – Photo by Antonio Peri

Gegen 18 Uhr erreichte ich Maastricht. Erst Abends hatte sich die Sonne sehen lassen und versprach noch einige schöne Stunden. Am Bevridingsdag habe ich noch das Missouri (das ehemalige Smurf) auf der anderen Maasseite kennengelernt. Von außen ein sehr kleiner, unauffälliger Laden. Durch seine Schlauchform aber gar nicht so klein, wie man von außen meinen würde. Dieser Shop war der einzige, den ich nie besucht habe. Warum weiß ich auch nicht, aber als ich dann an besagtem Sonntag das Menü dort sah, bin ich neugierig geworden. Der erste Shop in Maastricht, in dem ich eine Kush-Sorte auf dem Menü gesehen habe. Am Sonntag war es O.G.-Kush für 12,50 €.  Gekauft habe ich es damals nicht und ich kann auch nichts über die Qualität am 5. Mai sagen. Gestern dann gab es Kandy Kush für den gleichen Preis. Was ich dann jedoch erleben musste, war eine negative Premiere sowohl für mich als auch für eine liebe Freundin und kein Wietpas!-Leserin, die mich begleitete und Maastricht auch seit langen Jahren und sogar noch etwas besser kennt als ich.

Das Kandy Kush probierten wir gleich im Laden. Ein durchschnittliches Gras –  mostly Indica, das war auch das einzige, was es mit dem mir bekannten Kandy-Kush gemeinsam hatte – die Wirkung war klar Indica. Der Geschmack jedoch hatte nichts mit dem typischen Haschisch-Geschmack (Du denkst Du rauchst Hasch aber es ist Gras) von richtigem Kandy-Kush zu tun. Zusätzlich gab es noch White Rhino für 8 € – dazu später mehr, Silver Haze für 11€, Amnesia für 10€ und eine oder zwei Sorten die mir entfallen sind. Am Befreiungstag gab es mindestens 12 verschiedene Sorten im Missouri. Der GAU war jedoch das White Rhino. Leider haben wir das nicht im Shop probiert. Ich nahm direkt einen Plastikgeruch wahr, nachdem ich den Joint angezündet hatte. Der Geschmack war entsprechend. Daraufhin zündete ich einen kleinen Bud pur an und untersuchte das Aschebild – es war nicht eindeutig schwarz oder ölig auf einem weißen Papier, allerdings zwischen den Fingern zerriebene Asche hinterließ schon einen schwarzen und auch etwas öligen Film. Die Anzeichen auf Brix sind nicht zu ignorieren – also wird das Missouri wohl kein Stammshop von mir werden und ich hoffe, dass dieses schlechte Beispiel in Maastricht keine Schule macht. Jedenfalls kannte meine Begleiterin das Missouri besser als ich und sie hatte bislang (das heißt bis vor dem Wietpas) noch nie schlechtes Material erhalten. Wie wir beide übrigens zuvor noch nirgendwo in Maastricht und das in so vielen (ca. 17 oder 18) Jahren.

In der Nähe des Parkautomaten nahe der Rechtsstraat lungerten bei unserer Ankunft zwei Straßendealer, die sich jedoch auf´s Anpfeifen beschränkten und verschwunden waren, als wir das Missouri wieder verließen. Mit einem Luxus-Eis (das seit letztem Jahr jedoch auch 10 Cent günstiger geworden ist und nun pro Kugel nur noch 1,60 anstatt 1,70 kostet) machten wir einen Spaziergang durch das, in abendliche Sonne getauchte, Maastricht über die Sint Servaas-Brücke auf die andere Seite der Stadt zum Easy Going. An den üblichen Ecken in der Nähe der Honderstraat waren mehr Straßendealer zu sehen als am Sonntag. Im Easy Going war wenig Betrieb und auch hier hatte sich das Menü merklich verkleinert. Es waren nur noch zwei Sorten auf der Karte: White Widdow für 9,50 € und Jack Herer für 12 € – was doch recht stattliche Preise sind. Marc Josemans war persönlich anwesend und erkannte meine Begleiterin und mich direkt wieder als wir in den Laden kamen. Er nahm sich Zeit für ein kleines Gespräch mit uns. Ich sagte ihm, dass wir froh seien, ihn ohne Stichverletzungen wiederzusehen, und er entgegnete, dass der Straßendealer, der ihn bedroht hat nun auf die Argumentation setzt, es sei alles inszeniert gewesen. Unwahrscheinlich dass er damit bei der vorliegenden Beweislage durchkommt. Marc Josemans bestätigte, dass Bürgermeister Hoes aktuell gegen die Straßendealer vorgehe, meinte aber gleich dass diese Strategie wohl nur zwei Tage anhalten, und dann wieder gegen die Coffeeshops vorgegangen wird. Er war ein bisschen überrascht, als ich ihm sagte wo und wieviele Drugsrunner ich gerade auf dem Weg gesehen hatte. Zwischenzeitig waren sie wohl gestern einmal abgetaucht und auch als wir das Easy Going verließen, sahen wir keine Dealer mehr. Dafür aber umso mehr Polizei.

Coffeeshop Kosbor - ein Opfer von Hoes Starrsinn - Photo by Antonio Peri

Coffeeshop Kosbor – ein Opfer von Hoes Starrsinn – Photo by Antonio Peri

Leider hatten wir nur noch wenig Zeit. Mittlerweile war es Viertel nach Acht und die meisten Geschäfte längst geschlossen. Auf die Boote warfen wir nur einen kurzen Blick im Vorübergehen und konnten erkennen, dass zumindest das Mississippi geöffnet war. Das Smokey wirkte geschlossen, aber ich wollte unbedingt noch sehen, ob das Kosbor geöffnet hatte. Diese Hoffnung wurde nicht bestätigt. Am Kosbor war alles dicht und es hing auch keine Erklärung oder ähnliches an den Fenstern. Rund um die drei Shops, die bereits Opfer der Razzien wurden, wimmelte es plötzlich nur so von Polizei, die auch langsamer wurden, als sie uns am Kosbor stehen sahen. Ich erklärte noch kurz einer Gruppe französischsprachiger Belgierinnen den Weg zum Heaven 69 als ein Polizeiwagen nach dem anderen vorbeifuhr. Sie sammelten sich kurz an der Brücke nahe der Hondertstraat und es wirkte beinahe, als rückten sie (es war kurz vor 21 Uhr) zur nächsten Razzia aus.

Vielleicht war das der Auftakt zu weiteren Aktionen. Soeben meldet Maastricht dichtbij, dass Onno Hoes nun mit den Schließungen von Coffeeshops fortfahren will.“Ich habe nun drei Shops geschlossen. Wie weit soll ich damit noch gehen? Die Coffeeshopbesitzer haben unserem Rechtssystem den Krieg erklärt,“ sagte Hoes heute morgen gegenüber Radio 1. Hoes spricht von einer exorbitanten Zunahme der Overlast seit dem 5. Mai, dem Tag seitdem die Coffeeshops wieder Touristen bedienen.

Der Bürgermeister erkennt, dass die Situation in einigen Vierteln unbeherrschbar geworden ist. „Seit dem 5. Mai erleben wir einen Zustrom von Menschen aus der Wallonie und Nordfrankreich. Diese Menschen haben nicht nach Maastricht zu kommen. Sie haben nicht das Recht, in den Coffeeshops Cannabis zu kaufen. Diese Menschen haben hier nichts zu suchen.“

Dem Radio sagte Hoes, dass die Coffeeshopbetreiber das Rechtssystem nicht ernst nehmen. „Es gibt ein richterliches Urteil, und sie interpretieren dieses Urteil anders als die Gemeinde. Sie haben beschlossen, dass an Ausländer verkauft werden darf, aber in einem Rechtssystem wartet man die Berufung ab,“ so der Bürgermeister.

Damit bestätigt sich die Befürchtung, die Marc Josemans mir gegenüber gestern noch geäußert hat nun sogar einen Tag früher. Die stark geschrumpften Menus (und im Easy Going sogar noch die Mengenbeschränkung auf 3 Gramm) könnten ebenfalls darauf hindeuten, dass die Coffeeshops keine größeren Lagermengen mehr haben, da sie sich alle auf die baldige Schließung vorbereiten. Was folgt könnte ein weiter Rechtsstreit sein, der wieder monatelang anhält.

Beschwört Hoes Politik einen Krieg herbei?

Als der Wietpas eingeführt wurde, nutzten viele Kids die Gelegenheit, sich ein paar Euros zu verdienen, indem sie Gras an ausländischen Gäste und registrierfaule Inländer verkauften. Doch rasch begann die Szene sich zu professionalisieren. Berichte von immer aufdringlicher werdenden „Drugsrunners“ die nicht einmal davor zurück schrecken, ungefragt zu potentiellen „Kunden“ ins Auto zu steigen. Solche Szenen gab es in allen Gemeinden mit Wietpas/I-Criterium.

Opstelten begann damit, nicht nur einen Teil der „Drogentouristen“ zu vergraulen, sondern langsam auch die „regulären“ Touristen (wir alle wissen, dass das oft sowieso die selben sind..). Und abends auch viele Anwohner, weil die sich ab ca. 20.00Uhr nicht mehr raustrauten.

Bandenhaft begannen die Dealer damit, ihre Reviere abzustecken. Als in Nijmegen ein Schuss fiel (zum Glück nur aus einer Schreckschusspistole), schritt der Bürgermeister schnell ein und öffnete nach wenigen Tagen die Shops wieder für alle. Die Probleme verschwanden größtenteils.

Allerdings gibt es noch Hardliner, die die Augen vor der Realität verschließen – Allen voran der werte Meneer Opstelten. Lange genug weigerte er sich zu erkennen, dass die diskriminierende Coffeeshoppolitik ein Irrweg ist. Und selbst den verlorenen Gerichtsprozess ignorierte er.

Es ist leicht nachzuvollziehen, dass die VOCM-Shops mit zivilen Ungehorsam reagieren und handeln.
Doch es könnte schon zu spät sein. Die Strassendealer wollen sich jetzt nämlich nicht verscheuchen lassen. Sie haben in den letzten 12 Monaten ihr Revier abgesteckt. Und einige von ihnen wollen es jetzt nicht mehr hergeben. Die Coffeeshops sind zu einem Konkurrenten geworden. Und Konkurrenten haben in Revieren nichts verloren. Da werden Shopbetreiber, Kunden und Mitarbeiter der Coffeeshops schon mal mit dem Messer bedroht, oder andere Mitarbeiter bespuckt. Die Meldungen reißen nicht ab (und Teile davon schaffen es sogar in die niederländische Tagespresse)

Sind die Geister, die Ivo rief, jetzt nicht mehr zu stoppen? Drohen in die Grenzstädten jetzt Bandenkriege? Natürlich sind wir jetzt noch nicht bei mexikanischen Verhältnissen angelandet, aber Parallelen sind sichtbar.

Normalerweise sollte der Druck auf Onno Hoes jetzt immens sein, allerdings kann man bereits andere Tendenzen beobachten: Ungüstigerweise sind viele der Strassendealer Migranten. Und da durch die generellen politischen und wirtschaftlichen Probleme die Fremdenfeindlichkeit fast schon naturgemäß ansteigt, könnte die Stimmung kippen. Nicht die Drogenpolitik wird als problemauslösend angesehen – sondern die Einwanderungspolitik! Fast vergessen geglaubte Schreckensgespenster wie Wilders‘ PVV gewinnen an Fahrtwind. Auf Ausländer kann man es ja immer gut schieben (ironischerweise sollte der Wietpas sich ja um die Probleme aus dem benachbarten Ausland kümmern)

Wo das alles hinführen wird, lässt sich schwer abschätzen.
Was viele Probleme lösen könnte wissen wir alle: Öffnen der Shops für wirklich ALLE Volljährigen, Zerstörung der „Achterdeur“ durch Legalisierung UND Regulierung des Anbaus.

Doch die jetzige Regierung (und natürlich auch eine rechte Regierung) würde das mit Sicherheit nie tun.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gastbeitrag von Marc Josemans: zum Status Quo in Maastricht

Die Situation in Maastricht ist im Moment spannender den je. Nicht genehmigte Shopöffnungen, Polizeirazzien, Verwehrter Einlass für Nicht-Nachbarn, gewaltbereite Strassendealer und Verfolgungsjagden – das wahre Leben schreibt manchmal die spannendsten Thriller.
Ich habe ja bereits mein Vertrauen gegenüber Marc Josemans und dem VOC ausgesprochen. Trotzdem müssen sich auch diese Parteien den Fragen stellen. Und das hat Marc jetzt getan, in Form eines Gastbeitrages. Ich möchte mich dafür herzlich bedanken! Ich wünschte, ich könnte nur halb so gut niederländisch schreiben, wie Marc deutsch…

Ich mochte sehr gerne euch gratulieren mit eine traurige und freudige Geburtstag: diese Website gibt es jetzt einem Jahr. Traurig, weil so eine Site nicht mal nötig sein sollte. Freude, weil ihr die ganze Zeit uns unterstutzt habt bei unsere Streit gegen der Wietpas. Und herzlichen Dank dafür an Stefan und alle andere Leute die sich dafür eingesetzt haben.

Was haben wir erreicht in einem ganzem Jahr Wietpas? Die verpflichte Registration von Niederländische Kunden war von unsere Minister von Justiz gegen die Gesätze eingeführt. Dass ist schon merkwürdig, aber bewiesen in 2 verschiedene Rechtssachen ( Tilburg und Maastricht). Auch haben die Richter angezeigt dass der Verpflichtung für die südliche Bürgermeister am 1 Mai 2012 gar keine Verpflichtung war. Die dürfen selbst entscheiden ob sie Ausländer aus oder in ihre coffeeshops zulassen. Dazu dürfen Bürgermeister nicht so einfach diskriminieren, zuerst muss bewiesen werden dass diese Besucher Problemen verursachen, und dass alleine ist schon unmöglich. Es gibt gute und schlechte Leute, überall auf der Welt…

Wir haben also schon viel erreicht, aber erst nach das Endurteil können wir alle sicher davon sein dass dieser Maßnahmen eine sichere Tot gestorben sind. Und dass haben wir zusammen erreicht, obwohl oft genug versucht wird um Kiffer aus einander zu treiben. Schön dass ihr das nicht gemacht habt, Komplimenten von uns in Maastricht!

Und jetzt weiter mit Diskrimination?

Wie ihr inzwischen weißt, haben die coffeeshops in Maastricht am 5 Mai, Befreitungstag in Holland, gegen der Wille von unsere Bürgermeister ihre Türen wieder geöffnet für alle Ausländer. Es war ein schönes Moment nach einem ganzem Jahr wieder alle unsere Kunden begrüßen zu können.

Und am 6 Mai sind wir wieder weiter gegangen aber nur für unsere Nachbarn aus Deutschland oder Belgien. Warum nicht mehr für andere Ausländer? Weil das Urteil des Richters ganz deutlich war: unsere Bürgermeister ist nicht erlaubt alle Ausländer zu weigern ein coffeeshop zu besuchen, so lang er nicht erst alle andere Möglichkeiten versucht hat die weniger schwer sind.

Zum Beispiel andere Öffnungszeiten, oder unsere seit 1 Okt. 2011 (mit viel Kommentar) umgesetzte Nachbarlandkriterium. Dieser Kriterium hat dafür gesorgt dass wir am 25 April beim Gericht gewonnen haben. Und weil diese Rechtsache nach die letzte beruf Möglichkeit von unsere Bürgermeister durch geht, müssen wir leider dieses Kriterium noch ein bisschen langer festhalten als Beweis dass noch lange nicht alles versucht ist. Wahrscheinlich bis Ende diesem Jahr.

Schicken wir jetzt jeder Luxemburger oder Franzoser in der Kriminalität? Natürlich nicht, diese Leute werden von uns weiter geholfen nach coffeeshops die 20 km. entfernt liegen von Maastricht wo dieser Kiffer ohne Problem willkommen sind. So wird auch der Druck auf Maastricht, bis unsere Umsetzung von 3 coffeeshops nach der Rand vom Stadt realisiert ist, nicht zu Groß. 3 Coffeeshops sind seit 5 Mai schon bestraft, aber die andere sind für Belgische und Deutsche Besucher noch immer geöffnet. Auf www.voc-online.nl könnt ihr immer sehen was im Moment in Maastricht Los ist.

Schönem Dank an allen die mit uns mitstreiten für eine realistische Drogen Politik. Irgendwann, hoffentlich schnell, werden wir gewinnen!

Beste Grüßen, Marc Josemans

Eskalation in Maastricht: JDTV-Team mit Messer bedroht

In Maastricht wurde gestern Abend das Team von JDTV vor dem Easy Going von einem Straßendealer mit einem Messer bedroht.  Der Mann drohte auch vor dem Fenster des Easy Going Coffeeshopbetreiber Marc Josemans zu erstechen. Nachdem die Drugsrunner nach der ersten Razzia am Montagabend triumphierend  an den Coffeeshops vorbeizogen und am Mississippi während des Polizeieinsatzes jubelten, scheint die Stimmung nun immer aggressiver zu werden.  

"Ich stech dich ab!" Dealer droht auf offener Straße - Photo by JDTV - Mit freundlicher Genehmigung von JDTV

„Ich stech dich ab!“ Straßendealer droht durchs Schaufenster des Easy Going – Photo by JDTV – Mit freundlicher Genehmigung von JDTV

Die Situation in Maastricht verschärft sich weiter. Wie JDTV heute berichtet, musste das Team des Online-Senders die Auswirkungen der Politik von Ivo Opstelten und Onno Hoes gestern am eigenen Leib erfahren. Schon im Laufe des Tages wurden die beiden Mitarbeiter von einer Gruppe Straßendealer eingekesselt und bedroht. Dann beinahe von einem Touristen überfahren, der vor den Drugsrunnern flüchtete.  Als sei das noch nicht genug Beweis für die unhaltbaren Zustände in der Stadt, stand am Abend, in direkter Nähe des Easy Going, plötzlich ein Mann mit gezogenem Messer hinter dem Kamerateam und bedrohte zuerst dieses und dann durchs Schaufenster auch Kunden und Mitarbeiter des Easy Going und rief er wolle Coffeeshopbetreiber Marc Josemans erstechen.

Die herbeigerufene Polizei, die endlich einmal gegen einen der Richtigen vorgehen konnte, anstatt vom Bürgermeister gezwungen zu werden die Situation durch Razzien und Schließungen von Coffeeshops weiter zu verschärfen, nahm zusammen mit den JDTV-Mitarbeitern die Verfolgung des Täters auf, die in einer Tiefgarage endete, wo der Mann festgenommen wurde. JDTV hat den ganzen Vorfall gefilmt. Die Aufnahmen werden in eine Dokumentation über den Wietpas einfließen und unzensiert veröffentlicht. Eine Fotoreportage ist bereits online.

Photo by JDTV - Mit freundlicher Genehmigung von JDTV

Endlich darf die Polizei etwas sinnvolles tun – Photo by JDTV – Mit freundlicher Genehmigung von JDTV

„Wie lange wird es dauern, bis diese Jungs genug gedealt haben, um sich größere Waffen zu besorgen und damit ihre Dealerplätze zu sichern und neugierige Medien auf Abstand zu halten?“ schreibt JDTV in deren Blog. „Diese Verordnung (Das Coffeeshopbeleid der Stadt Maastricht) ist lebensgefährlich. Viele Einwohner von Maastricht haben uns gegenüber von nicht akzeptablen und unhaltbaren Zuständen berichtet. Sogar Polizeibeamte klagen, da sie ihre Stadt verwahrlosen sehen und nicht gegen die Straßendealer vorgehen dürfen, dafür aber Razzien in Coffeeshops durchführen müssen. Auch die Polizisten finden die Situation in Maastricht, wo nicht normal vorgegangen werden darf, widerlich. Dadurch seien die Straßendealer immer brutaler geworden und bekämen immer mehr die Oberhand.“   , so JDTV weiter.

Hier noch ein Video von L1 News, in dem sich Marc Josemans zu dem Vorfall und der Situation äußert.

JDTV hat nun doch bereits jetzt ein Video zum Vorfall veröffentlicht:

Direktlink zum Video: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=zphLyeBBKhY